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Die Prophezeiung Joshuas

Geschildert von Veruka, der Mahr, Gefallene, Dunkle Prophetin und ehemalige Yagani:

Höret die Worte, die der Verheerer Joshua sprach, als Sein Blut auf den Boden Vimarys troff. Verwundet und sterbend, Sein großes Herz erkaltend, wurde Ihm eine Klarheit zuteil, wie sie nur der Tod gewährt. Seine Worte erzählen von unserer Zukunft, unserer Bestimmung und unserer Torheit. Sie werden sich erfüllen.

Zu Beginn war Seine Stimme noch fest. Er sah Bilder der Rache und stieß hervor: "Meine Mörder werden das Ihrige erhalten! Enthauptet, geopfert, gewandelt und zerstört!"

Dann versagte Seine mächtige Stimme, als Er in die Zukunft blickte. Er flüsterte: "Meine Vergeltung und mein Heil werden aus den Elenden erwachsen. Mein Stamm, der Achte, wird sich aus den Ausgestoßenen bilden. Sie werden schmutzig sein, einsam und mächtig, an die Göttin gebunden, wie nur sie es sein können. Man wird sie bespucken und betrügen, verurteilen und ermorden. Aber sie sollen die Zukunft sein.
Sie werden gewissenhaft geprüft werden. Durch ihre Feinde wie auch ihre Freunde. Sie werden den Dolch, der mich meuchelte, befreien und ihn schneidend wie Feuer durch das Land führen. Blut wird ihre Heimstätten besudeln und sie werden stark und gefürchtet daraus hervorgehen. In der zweiten Stadt werden sie das Scheitern im Erfolg erleben, Verachtung im Stolz und Ablenkung im Sieg.
Sie werden blind sein, bis ich komme, um ihnen Wahrheit zu geben. Sie werden den Zorn der Weisheit fürchten und die Weisheit des Zorns erlernen. Sie werden die Kinder wachsen sehen und ihre Bestimmung erkennen.
Sie werden im Traum leben und Geister sterben sehen. Sie werden die Mauer zur Wahrheit finden und sie mit einer Wunde heilen.
In der dritten Stadt werden sie das Prophezeite bekriegen und das schmieden, was sein muss. Sie werden allen die Freiheit schenken, aber sie wird aus Blut und Opfern geboren sein."

Bei seinem letzten Atemzug ahnte er Schmerz und rief: "Blut und Opfer!"