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Die Hütte auf Hom

Äußeres

An und über und neben der Tür zu unserem bescheidenem Heim prangt groß und stolz das Zeichen unserer Zelle "Die Flammen der Wahrheit".
Am Anfang sicherlich noch nicht, aber inzwischen kennen es genug der Gefallenen, um sich nicht einfach an Dingen in der Hütte zu bedienen oder gar an der Hütte selbst zu beanspruchen.
Um das Zeichen der Flammen der Wahrheit herum hat Camillia auch die Namenszeichen von allen Mitgliedern der Zelle in das grobe Holz der Tür geschnitten.

Das Häuschen hat eine Fläche von 3m x 2,5m. Mit anderen Worten zur "Straßenseite" hin ist die Hütte 3m breit und erstreckt sich dann etwa 2,5m nach hinten.
Gebaut ist die Unterkunft auf einem Sockel aus dem grauen Stein der Vorwelt - im Winter wird es eisigkalt - und aus einer Art Skelett aus dem selben Material. Die Wände und Decke sind aus einer seltsamen harten Substanz der Vorwelt; diese ist gewellt und überhaupt nicht gerade. Löcher und Lücken haben Camillia und Fiona mit einem Geflecht aus Ästen, Zweigen und Lehm gestopft.
Richtige Fenster gibt es nicht. An einigen Stellen ist die Substanz der Wände heller, so dass bei Tage ein wenig Licht hereinfallen kann. Doch hauptsächlich dringt tagsüber durch die geöffnete Tür Licht. Diese ist in der Mitte der Vorderseite und etwa 2m breit. Sie besteht aus zwei Flügeln. Inzwischen hat Camillia eine Vorrichtung gebaut, so dass man von innen einen Balken als Riegel vorlegen können.
Einen richtigen Schornstein gibt es natürlich nicht, aber Camillia hat eine Art Dächlein für das Rauchabzugsloch im Dach gebaut, so dass es meistens nicht hineinregnet oder -schneit.

Inneres

Von der Tür aus gesehen etwas links ist die Feuerstelle. Sie ist nicht ummauert, sondern nur aus Steinen und Lehm gefügt und ist etwa Kniehoch. Sie dient Camillia auch als Esse.
Rechts daneben liegt ein großer Stein mit einer Flachen Oberseite, den Camillia mit Hilfe von Fiona und ein paar anderen Gefallenen ganz am Anfang dorthin gerollt hat, und der als Amboss dient.
An der hinteren Wand ist Holz aufgestapelt. (Natürlich nie genug...)
An der rechten Wand liegt ein großer Haufen Laub, Heu und getrocknetes Moos, um eine möglichst weiche Schlafunterlage zu haben. Morgens wird es immer so dicht wie möglich an die Wand gefegt (Camillia hat einen Reisigbesen gebunden.), damit der Funkenflug der Schmiede nicht alles abbrennt.
Das "Geheimversteck" ist an der hinteren Wand. Hier ist ein Loch im grauen Stein der Vorwelt. (Vermutlich wurde es durch den Frost hineingesprengt.) Mit etwas Glück hat Camillia den unteren Teil des Bruchstücks abgeklopft, so dass eine Höhlung vorhanen ist, auch wenn das Stück wieder eingepasst ist. Wenn dann noch ein bisschen Brennholz darüber liegt, ist es fast unsichtbar. Bei einer gründlichen Durchsuchung der Hütte würde es allerdings gefunden werden.

Besonders die vordere Wand ist über und über mit Skizzen, Entwürfen und Zeichnungen von Camillia bedeckt. Sie benutzt dafür die von der Nacht übriggebliebene Kohle.
In der linken vorderen Ecke hat Camillia eine Art Altar aufgebaut. Als Sockel hat sie mehrere gleich hohe Steine herangeschleppt und in Ermangelung einer Platte hat sie aus dicken und dünnen Ästen eine Tafel geflochten, die als Tischplatte dient. Darauf steht der geschnitzte, etwa 40 cm hohe Onto. Die Statur ist exquisit geschnitzt; die Maserung des Holzes betont das Muskelspiel der mächtigen Katze und Camillia ist es tatsächlich gelungen die Majestät und Kraft des Totem in der Schnitzerei einzufangen. Davor steht eine große, flache Holzschüssel, ebenfalls von Camillia geschnitzt, die mit Sand gefüllt ist und in der auf glühenden Kohlen z.B. wohlriechende Kräuter für Onto geopfert werden können. Camillia sitzt hier jeden Morgen und betet mindestens eine halbe Stunde, länger, wenn die täglichen Geschäfte es erlauben.
Sehr zu Fionas Leidwesen ist die Hütte aufgrund mangelnder Größe und mittlerweile Überbelegung nicht in der Lage Raum für ein Kräuterbeet zu liefern. Daher hat sie sich darauf beschränkt die Wände mit den ein oder anderen Zeichnungen zu verzieren, die die Geschichten der "Flammen der Wahrheit" berichten, aber für Tätowierungen ungeeignet bzw. Rohzeichnungen sind.
Des weiteren wird sie aus verschiedensten Knochenteilen mehrere kleine Lampen hergestellt haben, die an den Wänden befestigt werden können.
Zur Einrichtung hat Lily nicht viel beigesteuert - außer einer grotesk wirkenden Puppe, die sie in der ersten Woche ihrer Verbannung aus getrockneten Gräsern, knorrigem Holz und dem, was sie sonst noch im Wald finden konnte, gefertigt hat. Ihr wird sie, mit Camillias Erlaubnis, einen sicheren, trockenen Ort in der Hütte gesucht haben, von dem aus sie alles überblicken und beobachten kann.
Camillia war darüber nicht begeistert und dreht sich noch jetzt manchmal bei der Arbeit misstrauisch nach dem Ding um. Offensichtlich fühlt sie sich irgendwie beobachtet...