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Camillia Uhan'on

Aussehen

Der erste Eindruck von Camillia  ist von ihrer körperlichen Präsenz geprägt. Zwar ist sie nicht überdurchschnittlich groß, aber ganz hoch gewachsen. Von der vielen Arbeit in der Schmiede ist ihr Körper stark und kräftig, wirkt aber eher sehnig als muskulös. Camillia  hat breite Schultern und breite Hüften. Ein Persönchen wie Fiona würde vermutlich zweimal in sie hineinpassen.
Ihr Gesicht ist eher freundlich als wirklich hübsch zu nennen. Sie hat eine gerade Nase, klare, blaugraue Augen und einen Mund, der gerne und (wenn Gelegenheit dazu ist) viel lächelt und lacht.
Aber Camillias Haar ist wirklich sehr schön und würde auch eine Magdaleni zieren. Es ist dick, dicht und rötlich-blond. Camillia trägt es zu drei langen, armdicken Zöpfen geflochten, die ihr bis zu den Hüften reichen.
Ihre Hände sind groß, sehr kräftig und hart. Man sieht ihnen an, dass sie schon eine ganze Weile Holz und Metall bearbeiten. Camillia hat überall Schwielen und Schrammen und immer ein bisschen Dreck unter den Fingernägeln.

Tätowierungen

Mitten auf der Stirn prangt inzwischen stolz das Zeichen der Kinder von Lilith. Früher war dort das Zeichen der Johanni. Auch wenn Camillia  es mit einem um die Stirn gebunden Tuch meist verbarg, sprach es doch für sich, dass sie es nach einem Jahr in der Verbannung immer noch nicht hatte entfernen oder umgestalten lassen. Tapferkeit, Ehre und Verantwortung waren noch immer wichtig für sie. Diese Tugenden spricht sie inzwischen jedoch immer mehr den Kindern Liliths und weniger den Johanni zu. Da die alte Johanni-Tätowierung von den Folterknechten im Institut herausgeschnitten wurde und Cal die Wunde sofort heilen konnte, ist unter und um die neue Tätowierung nur glatte, gesunde Haut.
Auf dem rechten Schulterblatt ist ein Amboss mit Schwert und Hammer abgebildet. Diese Bedeutung ist glasklar: Camillia  ist Waffenschmiedin. Eingerahmt wird das Bild von allen Waffen, die Krieger benutzen können. All diese Waffen hat Camillia  schon einmal bearbeitet oder geschmiedet. Und sie hat den Ehrgeiz die Schmiedevorgänge von all diesen Waffen zu meistern und die beste Schmiedin Vimarys zu werden. (Gekrönt wurde der Rahmen von dem Zeichen der Johanni-Schmiedegilde. Dort war Camillia  bis zu ihrer Verbannung Mitglied. Aber auch das Zeichen der Johanni-Schmiedegilde haben ihr die Folterknechte im Institut herausgeschnitten. Da Cal die Wunde sofort heilen konnte, ist jetzt nur noch glatte, gesunde Haut vorhanden. Aber wer weiß, vielleicht gründen Ardatli Maque und Camillia ja eine Schmiedegilde der Kinder Liliths. Und dann wird jenes Zeichen dort prangen...)
Auf der rechten Wange hat sich Camillia  im letzten Winter das Zeichen der Boten des Lichts tätowieren lassen. Denn im letzten Winter (durch Jacques) hat auch sie angefangen öfter einmal im Käfig zu reden, während sie früher eher zugehört hat.
Auf der linken Wange hat sich Camillia,  auch im letzten Winter, das Zeichen der Flammen der Wahrheit tätowieren lassen. Denn im letzten Winter (auch durch Jacques) hat sie auch begonnen daran zu glauben, dass die Zelle ein großes Schicksal vor sich hat. Was sonst könnten diese Visionen bedeuten?

Piercings

Piercings hat Camillia nicht so viele wie einige andere. Im rechten Ohr trägt sie einen Ring, an dem kleine Nachbildungen von einem Dolch, einem Schwert, einer Axt, einem Hammer und einem Bogen hängen. Nachdem sie jetzt auch den Speer und die Armbrust benutzt, wird sie sich einen kleinen Speer und eine Armbrust aus Draht gebogen und diese ebenfalls an ihrem Ohrring befestigt haben.

Narben

Narben hat Camillia  erstaunlicherweise kaum welche. Eine Narbe sieht ziemlich schrecklich aus: Der linke Arm ist ab dem Ellenbogen aufwärts bis zum Hals und Brustansatz ziemlich vernarbt. Es sieht aus, als wäre Camillia in einen Reißwolf geraten und der Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt - ist sie doch einem Gek'roh zwischen die Kiefer gekommen...
Und von dem Ausflug zu dem Z'Bri-Nest des blauen Wasser hat sie auf der rechten Seite zwei Narben von Speerwunden zurückbehalten.
Andere Narben hat bisher sie (dank Cal) nicht.
Es scheint also eher so, als wäre sie keine großartige Kämpferin zu ihren Johanni-Zeiten gewesen. Oder aber eine so gute, dass sie nie etwas abbekommen hat...

Ausrüstung

Auch Camillias Kleidung und Ausrüstung war abgenutzt und zerschlissen, als sie zu den Gefallenen kam, aber sie hat immer sehr darauf geachtet, dass sie zumindest sauber ist. Nun nachdem es uns besser geht, achtet Camillia erst recht darauf. Nach wie vor trägt sie "zuhause" ihre einfache Kleidung. Da ihre Lederschürze im Institut mit den übrigen Sachen verloren gegangen ist, weisen ihre Kleider - sehr zu ihrem Leidwesen - viele kleine Brandlöcher vom Funkenflug in der Schmiede auf. Abgesehen davon sind ihre Sachen jedoch erst im letzten Herbst in Griffentowne eingetauscht worden und befinden sich daher in einem guten Zustand.
Auf Reisen außerhalb von Hom oder Haven trägt Camillia ihre Lederrüstung, dazu einen schweren Fellmantel mit Kapuze und schwere Lederstiefeln. Auf dem Rücken hat sie, da auch ihr alter Rucksack im Institut abhanden gekommen ist, einen eher schlecht als recht improvisierten Ersatz, an dem auch ihre Decke festgezurrt ist. An ihrem Gürtel trägt sie einen Bewahrer-Dolch (mit dem Kreisel-Komm-Pass, der immer die Richtung nach Norden zeigt) und natürlich ihr Langschwert. Weitere Waffen hat sie zur Zeit nicht bei sich.

Tagesroutine

Seit dem Auftauchen von Haven und dem Verlassen Homs hat sich eigentlich alles geändert. Nur eines ist zumindest für Camillia gleich geblieben: Vor dem Schrein für Onto sitzt sie jeden Morgen nach dem Sonnenaufgang und betet eine halbe Stunde, länger erlauben es die täglichen Geschäfte zur Zeit einfach nicht.
Danach jedoch macht sich Camillia auf und geht erst einmal in die Schmiede. Meist redet sie hier erst einmal mit Ardatli über das, was an diesem Tage anliegt. Anschließend macht sie sich an die Arbeit. Entweder sie sucht auf dem Schiff nach besonders gut zu verwertendem Metall oder sie schmiedet. Es gibt noch so schrecklich viel zu schmieden und zu bauen, bevor die Ernte anfängt...
Daher hat sie sich auch ein paar Leute gesucht, die ihr bei der Arbeit helfen. Camillia muss jetzt nicht mehr jeden Spatenstiel selber bearbeiten, das Holz für die Esse selber spalten, das Feuer selbst anfächeln, damit es möglichst heiß brennt, oder alles Metall selber vom Schiff bergen.
Nebenbei nimmt Camillia sich allerdings auch immer die Zeit nach den Bauprojekten zu schauen; immerhin ist sie eine ausgezeichnete Zimmermännin. Und auch bei anderen Fragen oder Bitten hat sie immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand. Wichtig dabei ist ihr jedoch, dass alle Mitglieder des siebten Stamms gleichermaßen, also auch die Boten, Rächer, Propheten oder Heriten - sofern diese sich blicken lassen -, und nicht nur die Kinder Liliths die gleiche Hilfe bekommen.
Außerdem versucht Camillia sich auch immer noch hin und wieder ein bisschen Zeit abzusparen und hinüber nach Hom zu gehen. Zum einen fühlt sie sich nach wie vor den Boten des Lichts verpflichtet und liebt es immer noch, den neuesten Tratsch vom Käfig zu hören, und zum anderen gibt es ja auch noch Gavin, der mit seiner Zelle weiterhin auf Hom lebt und der eine sehr große Anziehungskraft auf Camillia ausübt. Zwar versucht sie immer ihre Pflicht, oder das, was sie dafür hält, zu erfüllen, aber wenn man verliebt ist, muss man manchmal einfach den anderen sehen!
Zusätzlich trifft sich Camillia regelmäßig mit den anderen Kindern Liliths und wird mit ihnen von Lilith in tiefere Mysterien Liliths eingeweiht.
Nebenbei versucht sie auch noch den Alltagsbeschäftigungen wie Holz und Nahrung sammeln nachzukommen. Aber meistens verlässt sie sich dann doch auf die anderen Mitglieder ihrer Zelle. Der Tag hat nun einmal nur 24 Stunden und meist wird es so schon nach Sonnenuntergang sein, bis sie zum Haus zurückkehrt...