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Lux Ex Ternebris - Princesse Christine

Christine d'Arbeaux

Christine ist die einzige Tochter von Baron Etienne d'Arbeaux, Ritter des Heiligen Kreuzes und Träger des Rings von Askalon, den er von seinem Vater, der den 2. Kreuzzug mitmachte, geerbt hat. Er steht im Dienste des Grafen Raimond VI. von Toulouse. Christine ist sein einziges Kind und seine Erbin. Christines Mutter ist Baronne Madeleine d'Arbeaux, die Schwester von Baron Eustace d'Oef.
Schon als kleines Kind hat Etienne sie bei jeder Gelegenheit mitgenommen, so dass die meisten Adligen der Umgebung sie kennengelernt und gesehen haben, wie sie aufgewachsen ist Da sie recht charmant sein kann, haben sie viele Adlige in ihr Herz geschlossen. Hinzu kommt noch, dass einige der umgebenden Adligen Etienne noch einen Gefallen schuldig sind, so dass sich dies auch zum Vorteil von Christine zeigen kann.
Von Kindheit an ist es Christine gewohnt, dass die Dinge mehr oder weniger nach ihrer Nase laufen. Wenn sie einem Mann oder einer Frau nur tief in die Augen schaut und sagt: "Ich möchte, dass Ihr...", so ist niemand in der Lage ihr diesen Wunsch abzuschlagen. (Entsprechend kann Christine auch ziemlich zickig werden, wenn die Dinge mal nicht nach ihrem Willen ablaufen.)
Als Kind gab es kaum gleichaltrige Adlige am Schloss von Etienne. Daher verbrachte Christine viel Zeit mit den Kindern der Bediensteten, insbesondre mit einem Mädchen namens Marie. Marie hatte auch Kontakte zu dem nahegelegenem Dorf. Als sie älter wurde, fing sie an ein ausgeprägtes Empfinden für die Ungerechtigkeit auszubilden, die zwischen den reichen Adligen und dem von der Hand in den Mund lebendem Volk herrschte. Also fing Marie an im großen Stil Dinge bei Hofe zu entwenden und unter den Armen des Dorfes zu verteilen. Christine fand dies lustig und unterstützte sie dabei.
Dies ging gut, bis eines Tages ein neuer Stallmeister mit seiner Familie an den Hof kam. Er hatte einen attraktiven Sohn mit dem Namen Jaques, in den sich beide Mädchen unglücklicherweise verliebten. Jaques entschied sich dann allerdings für Marie, wohlwissend, dass er als Nicht-Adliger und Christine ohnehin keine Zukunft hätten. Darauf entbrannte ein sehr heftiger Streit zwischen Marie und der eifersüchtigen Christine, so dass diese wutentbrannt dem Haus-Hofmeister über Maries Tätigkeiten berichtete. Dieser warf Marie in den Kerker.
Nach einer Woche war Marie tot, missbraucht und ermordet von zwei Wachen. Etienne war zu diesem Zeitpunkt nicht da. Christine war über den Verlust von Marie so verzweifelt, dass sie ihrem Vater nach seiner Ankunft alles berichtete. Etienne ließ darauf den Haus-Hofmeister fortjagen und die beiden Wachen hängen. Christine war etwas 17 zu diesem Zeitpunkt. die nächsten drei Jahre verbrachte sie zurückgezogen auf dem Schloss ihres Vaters. Sie ging fast täglich zur Beichte in die Kapelle. Jaques lief von zuhause weg; man munkelt er hätte sich irgendeinem Heer angeschlossen.
Der Marquis de Maribeuax ist besessen von Christines Mutter Madeleine. Mirabeaux wollte Madeleine einst heiraten, doch sie überredete ihren Vater lieber Etienne ihre Hand zu geben, da sie lieber gestorben wäre, als diesen widerlichen, egozentrischen, seine Untergebenden misshandelnden, sein Volk ausbeutenden Mistkerl zu heiraten. Seitdem versucht Maribeaux Etienne in die Finger zu bekommen und verschwinden zu lassen. Auch versucht er vergeblich gegen die Familie zu intrigieren und nicht zuletzt versucht er Christine zu entführen, um eine Nacht mit Madeleine zu erpressen. Baron Etienne d'Arbeaux genießt jedoch einiges Ansehen und kann sich entsprechend gegen die Fiesheiten des Marquis zu Wehr setzen.
1180 wurde er dann allerdings mit einer geheimen Mission beauftragt, von der selbst Madeleine nicht weiß, worum es geht. Christine wurde daher zu Baron Eustace d'Oef geschickt, wo sie seit fünf Jahren lebt. Sie ist dort in Sicherheit und soll mit einem geeigneten Ehemann verheiratet werden.
Am Hofe von Eustace lernt Christine dann die Geheimnisse der höheren Diplomatie (intrigieren, Leute herumzukommandieren, etc.) Von Etienne ist seitdem keine Spur mehr zu sehen. Baronne Madeleine widersetzt sich derweil weiterhin den Avancen des Marquis, unterstützt durch Chevalier Larôche, einem treuen Ritter und Freund von Baron Etienne d'Arbeaux.
Christine ist, seitdem sie am Hof von Eustace lebt, wieder ein recht lebhafter Mensch geworden. Nur manchmal, wenn sie durch gewisse Situationen oder Parallelen an Marie erinnert wird, ist sie traurig. Die meiste Zeit zeichnet sie sich durch ihre Scharfzüngigkeit aus. Sie ist der Ansicht, dass man sich Respekt verdienen muss und kann sehr ungehalten reagieren bei Leuten, die sie nicht akzeptiert. Sie kann recht aufbrausend und temperamentvoll sein, aber auch zuweilen verständnisvoll. Sie weiß, dass sie aus edlem Hause kommt und verhält sich entsprechend. Von ihren Untergebenden erwartet sie Gehorsam, aber auch die Fähigkeit mitzudenken. Wer loyal ist, wird auch gut behandelt. Christine verlässt den Hof niemals ohne Leibgarde.
Mit der Liebe hat Christine kein Glück. Wenn es an einem bestimmten Ort unter Hunderten von Leuten nur einen Trottel gibt, so kann sie sicher sein, das er sich in sie verliebt und ihr keine Peinlichkeit erspart bleibt. Andererseits bringen die Menschen, in die sie sich verliebt, sie stets in Schwierigkeiten, taugen nichts, sind schon vergeben oder zeigen ihr die kalte Schulter. Daher ist sie trotz ihres Alters von 25 Jahren noch immer nicht verheiratet.
Schlechte Manieren, Schmutz, Gestank, Unordnung - diese Dinge können Christine zuweilen regelrecht in die Luft gehen lassen. Auf diese Art wurde schon so mancher Streit vom Zaun gebrochen.
Auch hat sie ein enormes Unbehagen gegenüber Fledermäusen. Sollten sie solche Viecher berühren, so fängt sie an zu kreischen und wild um sich zu fuchteln. Sie geht nur ungern in feuchte Höhlen oder Ruinen und äußerst ungern bis gar nicht, wenn sich der Verdacht erhärtet, dass dort Fledermäuse sind. Sie gibt aber ungern zu, dass sie wegen der Fledermäuse nicht dorthinein geht. Sie denkt sich dann alles mögliche aus, um nicht dort hinein zu müssen. Sie betritt solche Orte höchstens wenn eine starke Hand, der sie vertraut, an ihrer Seite ist und man beruhigend auf sie eingeredet hat.
Mit Magie oder Magiern ist Christine bisher nicht in Berührung gekommen. Sie weiß aber, dass ihr Vater sich mehrere Male mit welchen getroffen hat. Sie weiß, dass der Orden des Hermes ein Verbund vieler Magier unterschiedlicher Richtungen ist, und dass eine Gruppe namens Jerbiton großen Einfluss unter den Adligen des Landes hat. Sie hat auch die eine oder andere Legende über keltische Magier und Druiden gehört, die es früher einmal gegeben haben soll, hält dies aber für Märchen.
Genauso gehören Feen in die Märchenwelt.
Was denkt sie über Dämonen? Nun ja, wenn es einen Gott gibt, so gibt es auch sein Gegenstück, den Teufel. Und wenn es Engel gibt, so auch Dämonen. Christine ist schon eine Gläubige, jedenfalls hat der Glaube an Gott ihr durch die schwere Zeit nach Maries Tod geholfen. Sie ist jedoch keine fanatische Gläubige. Sie würde nicht versuchen jemanden zu bekehren, und ist auch nicht der Ansicht, dass Andersgläubige lieber heute als morgen verbrannt werden sollten. Sie ist auch nicht der Meinung, dass die Kirche sich in die Politik einmischen sollte. Das ist Sache der Adligen.
Und das Volk? Das Volk hat zu dienen. Im Gegenzug müssen die Adligen das Volk beschützen. Die Adligen müssen das Volk regieren, organisieren, damit es nicht in Chaos verfällt und untergeht.

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