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Etikette

In einer so formalisierten und ritualisierten Welt wie Rokugan gibt es eine Vielzahl von geschriebenen, aber noch viel mehr ungeschriebenen Gesetzen, an die man sich halten sollte, wenn man keinen Ruhm und keine Ehre verlieren will.
Ein paar dieser Verhaltensweisen sind hier aufgeführt. Da wir uns nicht mit fremden Federn schmücken wollen hier der Hinweis: Vieles stammt von Kyuden Asako.

Begrüßung: Sich zu verneigen ist die standardisierte Form der Begrüßung. Personen mit niedrigerem Status verneigen sich tiefer und länger, wenn sie einen Gegenüber haben, der einen höheren Status besitzt.
Ein jeder Samurai sollte vor seinem Daimyo, Sensei und Elternteil niederknien und mit der Stirn zur Begrüßung den Bogen berühren. Danach sollte ein jeder Samurai den Blick gesengt halten.
Bei öffentlichen Veranstaltungen am Hof der Clans und Familien, sollte man auf diese Art und Weise ebenso alle Anwesenden begrüßen. Beim Vorbringen einer Entschuldigung sollte man diese Haltung ebenfalls einnehmen, um die Aufrichtigkeit hinter dieser Entschuldigung zu unterstreichen.
Vorstellung: Es gehört zur Etikette zu versuchen sich möglichst schnell mit Namen und Position vorzustellen. Wobei man als Rangniederer den Ranghöheren nie zuerst anspricht, sondern dafür sorgen sollte, dass man (z.B. von einem gemeinsamen Bekannten oder von einem Lehnsmann / Bediensteten des Ranghöheren) vorgestellt wird.
Titulierungen: Spricht ein Samurai mit seinem Daimyo oder Sensei, so sollte er Nachname-sama benutzen. Man sollte den entsprechenden Suffix so oft wie möglich an den Namen oder aber den Titel (Sensei-sama) des Gegenübers hängen. Grundsätzlich steht es einem auch immer gut an, einen anderen, dem man noch nicht vorgestellt wurde, mit Nachname-sama anzureden.
Spricht ein Samurai mit einem Gegenüber des gleichen Status, so sollte er ihn mit Nachname-san ansprechen.
Spricht ein Samurai mit einem Gegenüber von niedrigerem Status, so braucht er nichts dergleichen an den Namen des Angesprochenen hängen, kann jedoch Nachname-san verwenden, wenn er sich höflich verhalten möchte.
Vorname-chan kann der Suffix sein, wenn man mit einem engen Freund redet.
Spricht ein Samurai mit einem Gegenüber, dessen Namen und Status er nicht kennt, so sollte er ihn mit dem Clan oder Familiennamen ansprechen und -sama anhängen.
Ausschließlich den Vornamen eines Anderen zu benutzen passiert grundsätzlich nur unter engen Freunden, und grundsätzlich nie in der Öffentlichkeit. Eine Ausnahme hiervon ist, wenn man einem anderen besonders große Ehre erweisen will - dann spricht man ihn als Nachname-Vorname-sama an. Somit drückt man aus, dass das Gegenüber so ruhmreich ist, dass man ihn unter seinem vollen Namen kennen sollte.
Eine unbekannte weibliche Samurai kann man auch einfach als Koi, oder Koi-hime ansprechen. Nachname-hime ("-prinzessin") ist grundsätzlich immer eine gute Art, um eine weibliche Shugenja oder eine Dame vom Hof anzureden - gegenüber einer weiblichen Bushi bleibt man meist besser bei Nachname-sama oder Nachname-san. Wem nach Schmeicheleien zumute ist, kann auch Nachname-mi ("-schönheit") sagen. Eine verheiratete Frau, die die Geschäfte eines Mannes führt, bezeichnet man respektvoll als Nachname-gozen - aber sollte sie das Schwert noch nicht an den Nagel gehängt haben, oder im Rang über einem stehen, ist Nachname-sama auch immer gut...
Gespräche: Die Augen sollte man gesenkt halten, wenn man mit seinem Herrn oder Sensei spricht. Ruhig und gewählt zu sprechen ist oberstes Gebot. Nur Barbaren sprechen laut oder geben laute Geräusche von sich.
Es ist von äußerster Wichtigkeit ein jeden Gegenüber ausreden zu lassen, da dies zeigt, dass man seine Meinung schätzt oder zumindest gewillt ist, sich diese anzuhören.
Ein Samurai sollte sich möglichst selten in die Gespräche anderer Samurai einmischen und stets triftige Gründe vorbringen.
"Habt Ihr heute schon Reis gegessen?", ist eine der allgemeinsten Anreden, wenn man ein Gespräch aufnehmen möchte.
Gefälligkeiten: Kein Samurai von niedrigem Status, sollte jemals eine Gefälligkeit oder ähnliches während eines Gespräches von seinem Gegenüber verlangen. Generell sollte sich ein jeder Samurai gemäß seinem gesellschaftlichen Status verhalten. Ein Samurai der sich dieser Regel widersetzt, zeigt, dass er das karmische Gesetz und damit die Himmlische Ordnung nicht akzeptiert. Dies kann zu einem kompletten Verlust des Gesichtes führen und sogar den Ausstoß aus der Gesellschaft bedeuten.
Ein Samurai der eine glorreiche Tat für seinen Daimyo oder Sensei vollbracht hat, sollte niemals erwarten, dass der Daimyo oder Sensei nun in der Schuld des Samurai steht, da dies die Pflicht eines jeden Samurai ist. Selbst wenn der Daimyo oder Sensei in der Öffentlichkeit verlautbaren lässt, in der Schuld des Samurai zu stehen, so ist dies lediglich der Ausdruck seiner aufrichtigen Dankbarkeit und verleiht dem Samurai lediglich Ruhm. Ein jeder Samurai sollte dabei wissen, dass er noch immer gemäß seiner Position handeln muss - seinem Lehnsherren also zu Dienst und Gehorsam verpflichtet ist.
Geld: Es ist unter der Würde eines Samurais, mit Geld zu hantieren oder sich allzu sehr um Dinge wie Besitz und Vermögen zu scheren. Wenn ein Samurai etwas braucht, wird sein Herr dafür sorgen, dass er es bekommt. Wenn ein Samurai in ein Dorf kommt, werden die Dörfler ihm auf Verlangen Essen, Trinken sowie Unterkunft geben und dafür keine Gegenleistung verlangen. Wenn ein Samurai ein Gewand braucht, geht er zu einem Handwerker und lässt sich eines "schenken".
Natürlich funktioniert dieses System nur, wenn die Wünsche der Samurai sich in gewissen Grenzen halten. Gier ist allgemein eine Untugend und ein Samurai, der zu viele Besitztümer anhäuft, wird sicherlich von seinem Herren getadelt und von seinen Gefährten verspottet werden (wieder abhängig nach Clan: ein Kranich wird sicherlich mehr Wert auf Besitz legen als ein Drache).
Einem Samurai Geld zu bieten kommt einer Beleidigung gleich - man unterstellt entweder, dass der Herr des Samurai nicht gut für ihn sorgt, oder aber dass der Samurai nicht für sich selber sorgen kann.
Wertschätzung bzw. Belohnung drückt man daher eher durch Geschenke aus.
Geschenke: Geschenke und Gefallen sind ein zentrales Element für die soziale Welt eines Samurai. Mit einem gut ausgesuchten Geschenk kann man dem Empfänger viel Ehre machen, mit einem schlecht ausgesuchten ihn beleidigen (oder umgekehrt, je nach Intention...). Die Tradition gebietet, dass ein Geschenk zweimal abgelehnt werden muss, um dem Geber die Möglichkeit zu geben, seine Aufrichtigkeit zu zeigen - wird das Geschenk früher angenommen, bedeutet dies Gesichtsverlust sowohl für Schenkenden als auch Beschenkten.
Geschickt eingesetzt können Geschenke auch Botschaften oder Subtexte enthalten - zum Beispiel, dass das Geschenk zwar aus vollem Herzen ausgewählt wurde, dafür aber auch eine Gegenleistung verlangt wird.
Bei Geschenken kommt es weniger auf deren monetären Wert an als auf ihre "ideellen" Werte. Ein Geschenk sollte üblicherweise eine Geschichte oder eine Bedeutung haben, oder aber Weisheit mit sich bringen. Schenkt ein Samurai einem anderen zum Beispiel einen Fächer, so sollte dies entweder a) ein Fächer sein, der schon seit Jahrhunderten in der Familie ist, oder b) ein Fächer, der vom Schenkenden mit eigenen Händen gefertigt oder verziert worden ist, oder c) ein Fächer, auf dem eine Szene gemalt worden ist, die den weisen Mönch X zeigt, wie er Y tut und so Erleuchtung erlangt und mit dem passenden Worten überreicht werden: das ging so (...Schenkender erzählt die dazugehörige Geschichte...), und so hoffe ich (der Schenkende), dass auch Du (der Beschenkte) Dich an die Weisheiten des großen X erinnerst, wenn Du diesen Fächer betrachtest usw...
Es ist immer etwas pikant, ein gekauftes Geschenk zu verschenken - kauft (oder organisiert anderweitig) man z.B. bei einem lokalen Handwerker eine Brosche und schenkt diese der Frau seines Lehnsherren - hat man ihr damit eigentlich kein Geschenk gemacht, denn der Handwerker und all sein Besitz gehören ohnehin dem Lehnsherren. Die Auswahl des richtigen Geschenkes ist also meist ebenso wichtig wie der Akt des Schenkens selbst.
Gruppen: Ein jeder Samurai gehört zu einer bestimmten Gruppe, sei es ein Clan, eine Familie, ein Dojo oder auch nur eine Bande Ronin. Ein jeder treue Samurai sollte sich mit dieser Gruppe bis auf das Äußerste identifizieren. Daran sollte ein jeder Samurai denken, wenn er mit anderen spricht. Ein Mitglied einer solchen Gruppe zu beleidigen bedeutet, die gesamte Gruppe zu beleidigen. Ein Mitglied einer solchen Gruppe zu loben und zu preisen bedeutet, die gesamte Gruppe zu loben und zu preisen.
Emotionen: Ein Samurai sollte keine Emotionen in der Öffentlichkeit zeigen, es sei denn sie würden seine Aufrichtigkeit unterstützen, doch dann sollten sie nur in einem solch geringen Maße aufgetragen werden, dass ein jeder davon überzeugt ist, dass der Samurai mit aller Kraft versucht, diese Emotion zu unterdrücken. Zu lautes Lachen, Weinen oder Zürnen bedeutet einen Verlust des "Gesichtes".
"Gesicht": Das Gesicht eines Samurai, auch als On bezeichnet, ist eine Fassade, die seiner Position, den Traditionen seines Clans und dem gesellschaftlichen Rang des Samurai entspricht. Für einen jeden Samurai sollte die Grundlage seines Verhaltens Bushido sein. Etwas zu tun, durch das man sein Gesicht verliert, zeugt von Geringschätzung des Bushido. Auch zu Hause sollte sich ein Samurai so verhalten wie in der Öffentlichkeit - durch Türen aus Papier dringt so mancher Laut.
Aufrichtigkeit: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit liegen meilenweit voneinander entfernt. Ein Samurai ist verpflichtet für die Ehre seines Clans oder seiner Familie aufrichtig zu lügen. Die größte Gabe eines Samurai ist es, mit absoluter Aufrichtigkeit zu handeln, auch wenn es den eigenen Überzeugungen entsprechen sollte. An dieser Stelle sollte auch noch einmal unterstrichen werden, dass in der Welt von L5R Schein alles und Sein bei weitem nicht so wichtig ist - ergo ist es weit wichtiger, aufrichtig zu erscheinen, auch wenn man es nicht ist.
Schwerter: ein jeder Samurai sollte auf seine beiden Schwerter Acht geben. Das Schwert eines anderen Samurai ohne seine Zustimmung zu berühren, ist eine schlimme Verletzung der Ehre des Besitzers.
Diplomaten, Shugenja und politische Abgesandte tragen meist nur ihr Wakizashi, um zu zeigen, dass sie der Samuraikaste angehören. Ihr Katana wird meist von Dienern in einer eigens dafür gebauten Kiste auf Reisen mitgetragen oder wird Teil des Familienschreins des Samurai sein. Ein Samurai, der zeigen möchte, dass er ein gelehrter Kriegerpoet ist, sollte sein komplettes Daisho (Langschwert und Kurzschwert) tragen. Sollte es zu einem Duell kommen, so sollte nur das eigene Daisho oder ein Boken (Holzschwert) verwendet werden. In der Öffentlichkeit anders zu handeln stellt eine Verletzung der Regeln der Etikette dar.
Ein Samurai der in friedlichen Absichten kommt und dies auch zeigen möchte, sollte seine Schwerter mit der Schwertscheide nach unten tragen, da sie sich so schwerer ziehen lassen.
Beim Betreten eines Hauses sollte ein Samurai sein Daisho, sowie seine Schuhe, in der Vorhalle zurücklassen, wo sich Diener um das Daisho und die Saya kümmern werden. Es ist einem Samurai gestattet, sein Daisho mit in das Haus zu nehmen, doch zeigt dies ein absolutes Misstrauen seinem Gastgeber gegenüber und kann als Beleidigung aufgefasst werden.
Es ist einem Samurai ebenso gestattet, sein Wakizashi mit in das Haus des Gastgebers zu nehmen, dies gilt erst dann als Zeugnis des Misstrauens gegenüber dem Gastgeber, wenn der Samurai sein Wakizashi samt Saya nicht beim Setzen auf seiner rechten Seite, mit der Schneide auf sich selbst und mit dem Griff auf den Gastgeber deutend, ablegt. Ein Samurai wird schwerlich in der Lage sein das Wakizashi so schnell zu ziehen.
Ein Samurai sollte sein Schwert stets, zu mindestens ein Viertel aus der Scheide gezogen, mit der Schneide nach oben deutend, auf sich selbst gerichtet, übergeben, wenn er es seinem Sensei oder Daimyo anbietet. Der Griff deutet also auf den Gegenüber. Der Blick sollte dabei nach unter gerichtet sein. Mit einer einzigen Bewegung kann der Sensei oder Daimyo gegebenenfalls das Schwert ziehen und den Samurai niederstrecken.
Ein jeder Samurai darf so viele Schwerter besitzen wie er möchte, doch welche Schwerter er bei welchen Angelegenheiten trägt, kann für anwesende Diplomaten oder politische Ratgeber Bände über den Samurai sprechen.
Ein Samurai von niedrigem Status sollte sein Daisho so im Obi tragen, dass es fast senkrecht nach oben deutet. Dies ist ein Zeichen seines niedrigen Ranges.
Ein Samurai von höherem Status sollte sein Daisho nahezu waagerecht im Obi tragen, es kann sogar schräg zur Seite deuten. Dies ist ein Zeichen seines höhergestellten Ranges und symbolisiert, dass der Samurai mehr Raum für sich und seine Auslegung von Bushido in Anspruch nehmen darf.
Ein Samurai sollte sich niemals mit einem Schwert im Obi verbeugen.
Dazu löst er zuallererst die Sageo mit der linken Hand vom Obi. Zieht dann mit der rechten Hand das Schwert samt Saya aus dem Obi, wobei der Zeigefinger auf der Tsuba liegen sollte, und übergibt das Schwert, mit der Spitze nach unten deutend und der Schneide nach hinter gerichtet, in die linke Hand, die die Saya greift. Das Schwert wird nun vor dem Bauch erneut in die rechte Hand übergeben, wobei die Schwertspitze
noch immer nach unten deutet und die Schneide noch immer nach hinten gerichtet ist. Der Schwertgriff (Tsuka) bleibt dabei die ganze Zeit hinter dem entsprechenden Unterarm. Mit dem Schwert auf der rechten Seite, sollte sich nun der Samurai entsprechend seinem Status verbeugen. Um das Schwerst wieder im Obi platzieren zu können, wird das Schwert nun so in die andere Hand übergeben, dass der Schwertgriff solange wie möglich auf den Gegner deutet.
Rüstung: Wenn ein Samurai mit friedlichen Absichten reist, dann sollte er niemals seine Rüstung tragen, da dies einer Beleidigung den Verwaltern der durchreisten Provinz gleichkommt. Auch an den Höfen der Clans ist es einem Samurai, der nicht zur Wachmannschaft des Schlosses gehört nicht gestattet seine Rüstung zu tragen.
Ein jeder Samurai sollte niemals ein Haus mit seiner Rüstung betragen, solange er den Gastgeber nicht beleidigen möchte.
Reinheit: Der Begriff der Reinheit ist sehr, sehr wichtig für die Rokugani. Wenn man etwas berührt, das "unrein" ist, beschmutzt man sich nicht nur selbst, sondern auch sein Ansehen, seine Familie, seine Ahnen und nicht zuletzt seine Seele.
Schweiß und Blut gelten als unrein, und es ist absolut Tabu, die Haut eines anderen zu berühren, wenn sich Schweiß oder Blut auf ihr findet - oder selbst mit Schweiß oder Blut bedeckt zu sein. Ausnahme ist hier - wenig überraschend - die Schlacht bzw. der Kampf, sowie während Training oder anderer sportlicher Aktivität - aber auch hier ist der Samurai angehalten, sich möglichst schnell zu säubern und von einem Shugenja einem Reinigungsritual unterziehen zu lassen.
Unreine Gerüche, wie zum Beispiel der Geruch von Blut oder totem Fleisch, gelten als abstoßend. Apropos totes Fleisch - Samurai essen Reis, Nudeln, Gemüse und Fisch - und allerhöchstens noch Geflügel.
Rind- oder Schweinefleisch sind nur etwas für die Eta, die "Unreinen" - deren Aufgabe ist es übrigens auch, sich um die Beerdigung von Leichen und ähnlichem zu kümmern.
Moral: Grundsätzlich dürfen unverheiratete Frauen und Männer nicht alleine miteinander gelassen werden - es muss immer eine vertrauenswürdige Person dabei sein, die quasi als Anstandsdame darauf achtet, dass der Sittsamkeit entsprochen wird. So eine "Anstandsdame" kommt meistens aus der Familie der oder des Samurai, und ist oft Bruder, Onkel, Tante oder (verheiratete) Schwester, und folgt der oder dem Samurai auf Schritt und Tritt, um durch ihr Zeugnis für die Tugendhaftigkeit der oder des Samurai einzustehen. Tatsächlich kann es einen kleinen bis mittelgroßen Skandal auslösen, wenn sich die Hände einer unverheirateten Samurai und eines unverheirateten Samurai in der Öffentlichkeit treffen - und sieht es noch zu zufällig aus...
Der Aufwand mit Anstandsbegleitung wird natürlich nur in entsprechenden außergewöhnlichen Situationen getrieben - wenn man als Samurai in die Schlacht zieht oder zu Hause Dienst für seinen Daimyo verrichtet, sollte man ohnehin keine Zeit und/oder Gelegenheit für Techtelmechtel zwischen den Geschlechtern haben...
Eine besondere Ausnahme von dieser Regeln sind die Samurai-ko, die weiblichen Schwertkämpferinnen. Da diese üblicherweise Keuschheit schwören (und niemand (unüberlegt bzw. ohne Hintergedanken) den Schwur einer Samurai-ko anzweifeln wird - schließlich würde dies ihre Ehre in Frage stellen), wird bei ihnen meistens auf den Anstandswauwau verzichtet - somit genießen die Samurai-ko oftmals sogar mehr Freiheiten als die unverheirateten Männer (Natürlich ist auch dies von Clan zu Clan verschieden).