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Akodo Ijako

Akodo Ijako

Ijako ist das dritte Kind und die älteste Tochter von Akodo Hiruto, eines Daimyo des Clans des Löwen. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt – ein böses Omen für ihr künftiges Leben. Dennoch war zu erwarten, dass sie eines Tages einem anderen Samurai als Ehefrau versprochen würde, um ein Bündnis mit einer anderen Familie oder einem anderen Haus zu festigen. Doch dann zeigte sich, dass sie eine seltene Gabe hat. Sie ist eine Sodan-Seizo, eine Ahnenpriesterin, geboren mit der Gabe, mit den Ahnen Kontakt aufzunehmen, mit ihnen zu sprechen und sogar sie in diese Welt zu rufen. - Die Welt der Geister steht ihr offen. Die meisten der Sodan-Seizo entstammen der Kitsu-Familie, aber selten zeigt sich die Gabe auch in Mitgliedern anderer Familien.

Mit sieben Jahren verließ sie daher ihre Familie und reiste durch die Länder des Löwen nach Kyuden Kitsu, zu den Hallen der Ahnen, wo sie in der Priesterschule der Kitsu ausgebildet wurde. Dort hat sie gelernt, eine Maske aus Schilf und Schlamm zu formen und diese Maske zu tragen, wenn sie in die Welt der Toten hinabsteigt, um mit den Verblichenen zu reden. Sie hat gelernt, die Geister der Verstorbenen zu spüren und mit ihnen zu reden und wie man aufgebrachte und rastlose Ahnen besänftigt. In der Schule, inmitten all der Kitsu, fühlte sie sich als Akodo stets als Außenseiterin, aber die Erinnerungen an das Zuhause und die freundliche Begegnung mit einigen Toritaka halfen ihr, diese Zeit durchzustehen.
Nach der bestandenen Gempukku-Zeremonie wurde ihr erlaubt nach Hause, an den Hof ihres Vaters zurückzukehren. Als kleines Kind hatte sie die Burg ihres Vaters verlassen und als erwachsene Frau und voll ausgebildete Sodan-Seizo kehrte sie zurück. Es war eine seltsame Heimkehr. Ihre Brüder hatten vor zehn Jahren noch mit Holzschwertern gespielt und nun waren sie tüchtige und erfahrene Krieger. Und auch wenn ihre Familie sie willkommen hieß, waren sie doch ein wenig wie Fremde.
Die Familie, deren Länder direkt an der Grenze zum Kranich und Phönix liegen, befanden sich wieder einmal im Konflikt mit dem Clan des Kranichs und dem Clan des Phönix. Und auch wenn Ijako nicht in den Wegen des Krieges ausgebildet war, war es doch ihre Pflicht, sich als loyale Tochter des Hauses Hirotu und vor allem gegenüber ihrem Vater und ihren Brüdern zu beweisen.
Ijako ist eine stille, ernsthafte junge Frau. Gezwungen, als Kind ihre Familie zu verlassen, hat sie sich die längste Zeit ihres Lebens auf ihre Studien konzentriert, und kennt so die Welt der Toten besser als die Welt der Lebenden... Aber auch wenn sie unsicher ist, wie sie sich in der Welt der Lebenden zu verhalten hat, ist doch ausgesprochen neugierig auf diese Welt. Und auch wenn sie auch immer noch lieber still ist, um sich nicht "in die Nesseln zu setzen", steigt langsam ihr Selbstvertrauen, nachdem sie nun schon mehrere Male beweisen konnte, dass es ihr weder an Mut noch an Opferbereitschaft, weder an Loyalität noch Ehre fehlt.