www.Kulturschnitte.de



Akodo Hojato

Akodo Hojato

Hojato ist der älteste Sohn und Erbe des Lords Akodo Hiruto, eines niederen Adeligen des Clan des Löwen. Die Familie herrscht über Ländereien an der nordöstlichen Grenze der Löwen-Territorien. Eintausend Jahre lang waren die Löwen die starke rechte Hand des Kaisers, haben den Smaragdthron gegen alles Übel geschützt und das Gros der unbezwingbaren Armee des Kaiserreichs gestellt. In Hojatos Adern fließt das Blut von Samurai aus dreihundert Generationen. Es gibt keine größeren Krieger als die Kinder Akodos.

Doch Akodo war mehr als nur ein herumziehender Schwertkämpfer. Seine Lehren waren die Grundlage des Bushido, des Wegs des Schwertes. Mehr als alles andere bringt die Meditation über Akodos Schriften Hojatos Seele zum Klingen. Viele Stunden lang hat er alleine im Dojo und im Tempel verbracht. Er weiß, dass manche munkeln, dass es ihm an Wille und Ausstrahlung fehlt, um die Familie zu führen, wenn sein Vater sich eines Tages zurückziehen sollte – doch das stört ihn nicht. Alle Ruhe, allen Sinn findet er im Bogen, den seine Katana durch die Luft zieht.
Doch das Kaiserreich ist in Aufruhr. Es heißt, es wird Krieg zwischen den Clans des Kranich und des Löwen geben. Die Besitztümer der Familie grenzen an die Ländereien des Kranich und auch an die des Phönixclans, der Verbündeten des Kranich. Obwohl der Clan des Phönix sich öffentlich zu Friedfertigkeit und Gewaltverzicht bekennt, haben sie doch im Geheimen die Armeen des Kranichs mit Vorräten versorgt.
Ein Krieg mit dem Clan des Kranich scheint auf Dauer unvermeidlich. Auch wenn der Kranich sich für den Augenblick zurückgezogen hat, weil er seine Nachschubmöglichkeiten verloren hat, ist der Krieg bei Weitem noch nicht abgewendet. Andere mögen Landkarten studieren und Strategien erörtern – Hojato weiß, dass es nur Ehre und Bushido bedarf, um den Krieg zu gewinnen. Denn er ist ein Samurai und kann nicht scheitern.
Hojato hat einen immens tiefen und starken Glauben. Wäre er in eine niedere Familie geboren worden – oder in friedlicheren Zeiten – wäre aus ihm vielleicht ein Mönch geworden, ein Priester oder ein Philosoph. Aber er ist als Löwe geboren worden und sein Glaube dreht sich um die Lehren Akodos. Er ist eher der stille Typ. Von der Welt außerhalb des Dojo - außerhalb der makellosen Bahn der Klinge und der idealisierten Samurai des Bushido - weiß er nicht viel.