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London: Terror Britannicus

Die Häupter des Schreckens

Worin die Charaktere sich kennen und schätzen lernen und zu Weihnachten auf ein Anwesen bei London eingeladen werden, wo es winterlich und friedlich ist. Doch als sich zur Geisterstunde ein geheimnisvoller Selbstmord ereignet, nehmen die seltsame Ereignisse ihre Lauf.

21.12.1921
Der Beginn sollte bald kommen...
21.12.1921
Vor der Lesung in High Chimneys schlägt Miss Bainsbury-Seale vor, der Gruft einen Besuch abzustatten. Diese erweist sich als überraschend große Katakombe in romanischer Schlichtheit. Zum Entsetzen von Miss Bainsbury-Seale sind noch mumifizierte Leichen von Nonnen in den offenen Sarkophagen. Die Marchioness erzählt von einem Doktor Saunders welcher über den ungewöhnlich guten Zustand der Mumien berichten wollte. Danach macht man sich auf gen High Chimneys. Nach einer Begrüßung durch Algeron Carmichael Doyle begibt man sich in ein kombiniertes Schlaf- und Arbeitszimmer wo viele andere Gäste der Geschichte vom roten Wicht lauschen wollen. Mrs. Doyle lässt sich mit starken Kopfschmerzen entschuldigen. Mr. Doyle erzählt, dass er im Herbst 1903 angerufen worden sei von jemandem mit seltsamer Stimme und man habe ihm angeraten, von ganz oben im Haus die Treppe des Magiers im Wald mit einem Fernglas zu beobachten. Dort habe er dann einen Mann – vermutlich den Journalisten welcher sich sehr für den Magier interessierte – die Treppe hinaufgehen sehen. Neben diesem sei eine etwa hüfthohe, rot gekleidete Gestalt gegangen. Beide seien in den damals noch vorhandenen Verschlag am Ende der Treppe gegangen welcher daraufhin zerbarst, dann habe er den Journalisten zu Tode stürzen sehen. Auch Sandor Kalanda verschwand an diesem Abend – seine Leiche wurde erst Monate später gefunden.
Zudem erzählt er die Sage vom roten Wicht wonach vor langer, langer Zeit ein Hofnarr mit nur der Prinzessin als Freund gelebt haben soll. Während die ganze Welt ihn verspottete habe allein sie zu ihm gehalten und ihn geschützt. Doch als er sich in einer Nacht dem Bett der Prinzessin – nebenbei dem gleichen Bett in dem gleichen Zimmer wie dem in welchem man sich nun befand – näherte erschrak diese darob sehr und jagte ihn fort, warf gar mit ihrem Kamm nach ihm und traf ihn, dann war er auch schon verschwunden. In einer folgenden Nacht wurde die Prinzessin ermordet mit ihrem eigenen Kamm. Da eine Katzenklappe Zugang zum ansonsten bewachten Schlafzimmer bot war der Täter rasch gefunden und man richtete und begrub den roten Wicht kopfüber im Wald.
Hier hallt ein Schrei durch das Haus und alles wird dunkel, in einem der Nebenräume findet man Mrs. Doyle: erschossen, eine Pistole am Boden liegend. Man entdeckt, dass es keinerlei Schmauchspuren am Kopf der Toten gibt wie es bei einem Selbstmord der Fall wäre. Zudem ist die Hauptsicherung eindeutig entfernt worden. Der herbeigerufene Constable nimmt die Personalien der Gäste sowie die gemachten Beobachtungen auf und schickt alle nach Hause. Mr. Twining muss bemerken, dass aus seinem Wagen eine Pistole – nicht die gefundene – entwendet wurde.
22.12.1921
Mr. Perucchi findet ein Päckchen mit hölzernen Spielzeugpferdchen in seiner Manteltasche. Im Pub erfahren die Charaktere sowie Mr. Tatteridge, dass in der Nacht eine Miss Osmond verstorben sei, vermutlich nahm sie eine Überdosis Veronal. Mr. Klack erzählt zudem von zwei älteren Damen von denen eine während des Krieges den roten Wicht gesehen haben will – Miss Croft und Miss Armindale. Bei einem Besuch der Damen erzählen diese von dem Wicht und von Mrs. Doyle welche dieses Haus sehr rasch verlassen und alles bis auf einige wenige Kisten aus dem Besitz ihres einstigen Gatten – des Magiers Sandor Kalanda – verkauft hatte mit welchen sie nichts zu schaffen haben wollte. Unter den zurückgelassenen Gegenständen finden sich neben diversen Apparaten eigener Fertigung aber unbekannten Zweckes (mutmaßlich für Bühnenauftritte) unter anderem ein Grammophon, eine Schallplatte mit einem befremdlichen Telefonanruf ähnlich dem aus der zuvor gehörten Geschichte sowie ein Sprungtuch. Es drängt sich rasch die Vermutung auf, dass der tragische Vorfall mit dem Journalisten nur eine gekonnte Inszenierung für Mr. Doyle war.
Zwischenzeitlich hat Mrs. Ealing auch ein Päckchen unbekannter Herkunft erhalten – mit einem hölzernen Karren. Mr. Blunt kümmert sich indes um Miss Bainsbury-Seale. In der Bibliothek findet sich ein Buch über französische Familien – die Namen der den seltsamen Päckchen beigefügten Zettel stammen von Scharfrichtern aus der Zeit der französischen Revolution. Graf Nikolaij erinnert sich daran gelesen zu haben, dass sich zu jener Zeit die Royalisten auf dem Gang zur Guillotine eine rote Nelke ansteckten.
Gemeinsam mit Mrs. Ealing und Mr. Tatteridge werden Gedankenspiele gespielt und versucht, Gründe für die Auswahl der Personen der seltsamen Geschenke zu finden – doch abgesehen davon, dass alle Gäste der Marchioness sind lassen sich keine Anhaltspunkte für Gemeinsamkeiten finden. Der Butler John erzählt, dass ihm die Gästeliste erst am Tag vor der Ankunft von der Marchioness bekannt gegeben wurde doch dass die Adressen an sich jedem im Haus zugängig gewesen sein könnten. Um mehr über Sandor Callander zu erfahren wird geplant, seinen ehemaligen Agenten zu kontaktieren. Auf Anraten von Miss Bainsbury-Seale wird man eines der Varietés in London aufsuchen in welchem er Auftritte hatte. Mrs. Ealing, Mr. Teddington sowie die drei Charaktere machen sich mit der Bahn auf den Weg nach London. Unterwegs wird über das Motiv für den Mord an Mrs. Doyle nachgesonnen und neben einem potentiellen Erben wird auch die Möglichkeit angedacht, dass ein nicht verstorbener Mr. Kalanda die Person tötete, welche ihn identifizieren könnte. Im Zeitungsarchiv der Times findet sich eine genauere Berichterstattung über die Vorfälle im Winter 1903, komplett mit mehreren Zeugenaussagen und dem Namen des getöteten Daily Mirror Reporters: Pierre Berger. In den Archiven des Daily Mirrors ist weiterhin vermerkt, dass der Reporter gebürtiger Franzose war und an den Folgen eines Sturzes aus großer Höhe verstorben sei.
Mr. Twining spricht indes mit einem Pförtner des Varietés welcher bereits zur Zeit von Sandor Kalanda dort gearbeitet hat. Dieser weiß zu erzählen, dass der Bühnenmagier einen seltsamen ausländischen Akzent hatte, dass seine Frau zudem seine Bühnenassistentin war aber dass diese nicht wirklich durch Liebe aneinander gebunden waren – und dass Mr. Berger bohrende Fragen über beider Vergangenheit gestellt habe. Aus Erkundigungen von Mr. Tatteridge erfährt man zudem, dass Sandor Kalanda bürgerlich Lázló Nagy hieß und ein gebürtiger Ungar war, seine Frau hieß Elisabetha Nagy, geborene Erszébet Harvel.
Das kriminalistische Theaterstück erweist sich als unterhaltsam: der Clou waren drei Teetassen mit einem mit Hilfe einer Stimmgabel künstlich herbeigeführten, gleichartigen Sprung welche sie zum Verwechseln ähnlich machte obgleich dies unwahrscheinlich schien. Nach dem Theaterstück – während Mr. Tatteridge und die drei Charaktere auf ein zweites Taxi warten nachdem sie das erste Mrs. Ealing und Miss Bainsbury-Seale sowie Mr. Blunt überlassen hatten – beobachtet Mr. Perucchi wie eine Zündholzschachtelverkäuferin im Gespräch mit einem Gentleman plötzlich beinahe zu Tode erschrickt und zusammenbricht. Der anscheinend besorgte Gentleman stellt sich als Baronet of Mountclatton vor und bietet sofort an, die Frau in seinem Bentley ins Krankenhaus zu bringen. Ebenso besorgt folgt man ihm im Taxi und stellt fest, dass man zu einem Sanatorium fährt obgleich verschiedene Hospitäler näher gelegen wären Mr. Perucchi erinnert sich daran, dass er einen sehr ähnlichen Bentley aus den Erzählungen von Mr. Hodinott aus dem Ort kennt. Ein wenig verwirrt macht man sich auf den Rückweg.
23.12.1921
Am frühen Morgen erreicht Mr. Twining ein Telegramm aus London von mysteriöser Herkunft welches auf einen angeblich wichtigen Gegenstand im Auktionshaus Southebys verweist. Nach eher halsbrecherisch zu nennender Fahrt langt man dort gerade noch rechtzeitig an und entnimmt der Auktionsliste, dass es sich um ein Inventarverzeichnis von Mme. Tussaud aus dem Jahr 1795 handelt. Neben den drei Charakteren bieten ein älterer Herr im Rollstuhl sowie ein junger Gentleman auf den Gegenstand. Mit einer bedeutenden Summe ersteigert Mr. Twining das Buch woraufhin der sichtlich erboste Rollstuhlfahrer sich als Professor Pendriotis an die Charaktere wendet. Er lässt sich beruhigen und lädt alle zum Mittagessen in seinem Haus in der Kings Road ein. Unmittelbar darauf wird der junge Gentleman aus der Auktion im Vorflur von zwei Schlägern überfallen welche ihm seine Aktentasche entreißen. Mr. Twining wird bei der bedauerlicherweise erfolglosen Verfolgung leicht verletzt als er sie im dichten Londoner Verkehr abbrechen muss. Graf Nikolaij gibt dem jungen Mann seine Karte für eventuelle Rückfragen. Man einigt sich darauf, die am gestrigen Abend ohnmächtig gewordene Frau im Sanatorium zu besuchen. Diese stellt sich als Mildred Johnson vor – und erinnert sich an ihren Verlobten Alexander Mills, einen einstmals aufstrebenden Theaterdarsteller – der 1901 verschwunden sei und ihr nun wie in einem schlechten Traum begegnete.
Man sucht sich einen ruhigen Platz in einem Pub und beginnt, in dem Buch zu blättern, Ein Name fällt auf – möglicherweise ein Vorfahr des Baronet? Dann bricht man gen Professor Pendriotis auf um seine Einladung anzunehmen.
Dieser stellt seine bemerkenswerten Kunstwerke vor und bedauert es sehr, dass Mme. Tussaud nicht wie er selbst den künstlerischen Aspekt herauszustellen beliebte sondern vielmehr eine in seinen Augen geradezu profane Ablichtung der Realität bevorzugte. Er erwähnt zudem, dass die Figuren aus der Zeit der französischen Revolution noch existieren müssten – und lädt alle zu seiner Ausstellung im neuen Jahr ein. Es wird das Wachsfigurenkabinett „Tussaud’s“ besucht, leider sind die gesuchten Figuren jedoch derzeit im Lager und dort erst nach den Feiertagen wieder einsehbar. So kehrt man zurück nach Anningham um dort Mr. Thurston Shaw-Lefevre, dem Viscount of Everslay, einem weiteren Gast der Marchioness, zu begegnen. Unmittelbar darauf werden alle nach und nach zur Kostümprobe gebeten, thematisch wählte die Marchioness den Spätbarock. Mrs. Ealing und Mr. Tatteridge stoßen etwas später hinzu.
Gegen Abend erkundigt sich Butler John, ob man Mrs. Ealing kürzlich gesehen habe. Der Viscount meint gesehen zu haben, wie eine einzelne Person in das Labyrinth im Garten gegangen sei. Mr. Perucchi und Graf Nikolaij folgen John und beginnen damit, das Labyrinth systematisch abzusuchen. Mr. Perucchi findet die ohnmächtige Mrs. Ealing schließlich und über sie gebeugt eine nach seinen Angaben „sehr seltsame Gestalt die aussah wie ein belebter Busch“. Nach kurzem aber heftigen Schlagabtausch verschwindet die Gestalt in der Hecke des Labyrinths kurz bevor der Butler und der Graf ankommen. Gemeinsam trägt man die Ohnmächtige in das Haus wo sie wenig später (nachdem ein Arzt gerufen und die Marchioness informiert wurden) erwacht. Sie erinnert sich daran, zwei Personen mit Schaufeln unauffällig in das Labyrinth gefolgt zu sein – dann muss sie hinterrücks überfallen und ohnmächtig geworden sein. Sie erholt sich unter ärztlicher Aufsicht, abgesehen von einigen Abschürfungen und Kratzern geht es ihr und Mr. Perucchi anscheinend gut. Im Raucherzimmer weiß der Viscount zu erzählen, dass es weder ein Adelsgeschlecht der Mountclatton noch eines der Montclatton gibt – Letzteres verlor seinen letzten Spross während der französischen Revolution auf dem Schafott. Nach Burke’s Peerage erscheint ihm zudem der Anspruch der Marchioness auf den Titel ein wenig fragwürdig…
Der Graf findet in seiner Manteltasche ein rotes Büchlein, ein Geschenk vom mysteriösen „G. Crowdwatcher“ welcher einen speziellen Absatz markierte. Die Schrift scheint die gleiche wie die auf den den befremdlichen Geschenken beigefügten Kärtchen zu sein, der Absatz verweist auf drei kopflose Heilige der römisch-katholischen Kirche.
Das Fest der Marchioness: es wird im Stile des Spätbarocks getanzt und man versucht sich trotz der düsteren Ereignisse zu amüsieren. Wie sich in Gesprächen mit den anderen Gästen aus dem Dorf herausstellt ist die Marchioness seit gut 12 Jahren Eigentümerin des Anwesens. Nachdem Mr. Twining zufällig eine Mitteilung über ein auf die Gastgeberin wartendes Telefongespräch mitbekommt und dies seinen Gefährten mitteilt hören Mr. Shaw-Lefevre und Mr. Perucchi am anderen Apparat im Eingangsbereich, dass sich die Marchioness mit einem gewissen „Alban“ unterhält und mit diesem ein Treffen „um drei Uhr“ vereinbart, zudem verabschiedet sich der andere Gesprächsteilnehmer von einer gewissen „Denis“. Dies wird später in gemeinsamer Runde als wahrscheinlicher Hinweis auf die drei kopflosen Heiligen aus dem vom umsichtigen aber nach wie vor geheimnisvollen Crowdwatcher gesehen.
Man entschließt sich aufgrund der zwei Gestalten im Labyrinth von einer Verschwörung auszugehen und zudem einen direkten Zusammenhang zur Marchioness zu vermuten, zudem wird eine dritte Person welche Justin oder Just heißen müsste erwartet. Man entfernt sich gen Mitternacht von der Feier um das Labyrinth aufzusuchen. Auf der Suche nach einer Art Waffe findet man ein Versteck im Geräteraum des Gärtners in welchem sich eine alte aber gebrauchsfähige Guillotine befindet – welche anhand der Gebrauchsspuren ihre Funktion schon mehrfach unter Beweis stellen musste. Nach eher unwohligem Schaudern wird dessen Klinge entwendet und in der Bibliothek hinter Büchern verborgen. Danach geht es dann in das Labyrinth während langsam ein dichter Bodennebel aufsteigt. In der Mitte des Labyrinthes finden sich fünfzehn frisch ausgehobene Erdlöcher und genauso viele Kisten welche sterbliche Überreste von Menschen enthalten – denen jedoch der Kopf fehlt. Zudem lassen sich achtzehn Urnen mit Daten finden welche alle bis auf die jeweils jüngste (?) leer sind und zuvor auf dem Boden hier in der Mitte des Labyrinthes gestanden haben müssen.
Nachdem eine Abschrift der auf den Urnen angegebenen Daten angefertigt und alles in Augenschein genommen wurde macht man sich auf den Rückweg – um sich unerwartet in einer Sackgasse wieder zu finden. Dann greift mit einem Male ein augenscheinlich lebendes Gebüsch nach dem Viscount und beginnt, ihn in sich hineinzuziehen! Erst die Flammen aus dessen zerbrochener Laterne und der gemeinsame Einsatz aller Anwesenden vertreiben das Wesen und man hastet zurück und erholt sich kurz aber eindeutig konsterniert im Raucherzimmer bevor man sich wieder auf den Ball begibt.
24.12.1921 (kurz nach Mitternacht)
Während die anderen versuchen, sich auf dem Ball nicht zu sehr die Blöße zu geben besah sich Mrs. Ealing das Zimmer der Marchioness und fand dort einen bedauerlicherweise verschlossenen Safe – zudem sah sie auf dem Rückweg über den Innenhof eine Gestalt welche von einem langen Mangel verhüllt den Weg in den Westflügel suchte. Sie lässt sich die jüngsten Erlebnisse erzählen und berichtet von ihrem Gespräch mit dem Arzt – demnach sei der Revolver aus dem Besitz von Mr. Doyle mit Hilfe eines Elektromagneten und zweier Belegnägel gehalten worden und über einen Auslöser im Pfosten des Bettes genutzt worden, auf dem Mr. Doyle während seiner Lesung saß. Zudem habe die Sekretärin im Verhör angemerkt, dass es in beiden Zimmern vor einigen Wochen Umbauten gegeben habe.
Mrs. Ealing, Mr. Shaw-Lefevre und Mr. Twining verabschieden sich nach und nach von der Feier wobei Letzterer John noch um ein Schmerzmittel bittet – um etwas später der mysteriösen Gestalt nachzugehen während der Graf die anderen Gäste sowie die Marchioness zu unterhalten gedenkt bis diese das Fest verlässt um ihr dann – so der Plan - gemeinsam mit Mr. Perucchi unauffällig zu folgen. Im Stall findet das Trio letztlich „Billy“, einen merklich angetrunkenen Landstreicher der vage von Seelenwanderungen und Personen spricht, die „von Mann zu Frau werden!“ Bevor man jedoch genauere Nachfragen an ihn richten kann wird er erst einmal seinen Rausch ausschlafen müssen. Bei der Durchsuchung von Mr. Blunts und Miss Bainsbury-Seales Zimmer finden sie zudem unter dem Kopfkissen von Miss Bainsbury-Seale die verschwundene Pistole von Mr. Twining.
Nachdem die Marchioness ein alle Anwesenden beeindruckendes Spinettkonzert gegeben hat folgen ihr der Graf, Mr. Tattridge und Mr. Perucchi bis hinaus zur Pferdekoppel wo sie sich in aller Heimlichkeit mit einem Mann trifft welcher augenscheinlich einen bereits bekannten grauen Bentley fährt und sich mit der Marchioness in einem leicht altertümlichen aber akzentfreien Französisch unterhält. Die beiden treffen die Abmachung, „übermorgen gemeinsam mit Justin die Rote Messe abzuhalten“. Danach trennen sich die beiden und die drei Gentlemen folgen etwas später ins Haus. Wenig später treffen sich alle in der Bibliothek und tauschen die gewonnenen Informationen aus, man entledigt sich der Kostüme und bringt diese in den Ankleideraum – um danach eine unruhige und kurze Nacht Schlaf zu finden.
24.12.1921
Der Viscount findet in seiner Manteltasche eine Schere mit einem der bereits vertrauten, makaberen Grußkärtchen, Mr. Twining etwas später in seinem Wagen eine Schüssel mit klaren wenn auch bereits gefrorenem Wasser nebst einer weiteren Karte. Danach eilt man nach High Chimneys um dort die angebliche Mordkontraption zu untersuchen bevor es zu Mr. Doyles Anhörung kommt.  Mr. Shaw-Lefevre und der Graf zweifeln an der Zielgenauigkeit und der Funktionalität der Konstruktion – doch ist es Mr. Twining der auf die markante Tatsache hinweist, dass ein Elektromagnet wie in der Vorrichtung zwingend notwendig bei dem bezeugten Stromausfall nicht funktioniert haben wird. Es bleiben also die Fragen: wer installierte das Ganze unbemerkt und wer tötete aus welchem Grund Mrs. Doyle? Es wird vermutet, dass ein zurückkehrender und bislang tot geglaubter Ehemann ein potentieller Erbe wäre – doch müsste man dazu das Testament prüfen.
Das Gasthaus welches behelfsmäßig als Gerichtssaal fungiert ist ob des Inquests bemerkenswert gut besucht. Der Constable und der Butler machen die erwarteten Aussagen, das Stubenmädchen sagt aus, dass sie Mrs. Doyle wie üblich den Tee bringen wollte, doch als sie aus der Küche hinauf zu deren Zimmer ging und die Tür unüblicherweise geschlossen sah, war sie zuerst irritiert und öffnete sie dann vorsichtig, näherte sich in dem dunklen Zimmer dem Bett, stellte das Tablett ab und bemerkte erst dann, dass Mrs. Doyle Opfer eines Mordes geworden war. Die Köchin hörte den Schrei des Hausmädchens und wollte Licht machen, welches kurz anging, um dann zu verlöschen. Die Privatsekretärin Chisholm sagt aus, dass ihr vor zwei Wochen frische bauliche Veränderungen aufgefallen waren, das Hauspersonal wusste nichts von geplanten Umbauten. Dem Viscount fällt bei verdutztem genaueren Hinsehen der Adamsapfel der vorgeblichen Sekretärin auf – es drängt sich die Vermutung auf, dass es sich um den verkleideten Sandor Kalanda handelt. Mrs. Ealing, Mr. Tattridge sowie Mr. Twining suchen Schergen-Billy und finden ihn in der Sakristei, er scheint wieder nüchtern zu sein und ein wenig unbedarft will er sich nur daran erinnern, am Vorabend in High Chimneys „die Sekretärin“ gesehen zu haben. Graf Nikolaij, der Viscount und Mr. Perucchi untersuchen indes das Zimmer in dem die Vorlesung stattfand – finden jedoch nichts. Es kommt die Vermutung auf, dass der verkleidete Sandor Kalanda eine Komplizin gehabt haben muss, die in gleichartiger Aufmachung im Vorlesezimmer saß während er seine ruchlose Tat beging. Die Köchin erinnert sich daran, dass Miss Ormond von Miss Chisholm beiseite genommen und mit einem Kakao beruhigt worden ist. Es wird danach vermutet, dass der armen Miss Ormond damit die später tödliche Dosis Schlafgift verabreicht wurde, welche sie hier bereits benommen machte.
Nachdem man sich in der Sakristei überzeugt hat, dass Miss Ormond in Verkleidung so wie der verkleidete Sandor Kalanda wirken könnte, eilt man gemeinsam zurück gen High Chimneys und konfrontiert die vorgebliche Sekretärin. Diese protestiert erst heftigst, wirft dann plötzlich eine Blendbombe und versucht zu entkommen! Nach eifriger Verfolgungsjagd gelingt es einem rennfreudigen Mr. Shaw-Lefevre, einer beherzten Mrs. Ealing und einem zielgenauen Mr. Twining den Flüchtigen zu stellen. Dieser wird dann mit den neuen Aussagen über den Tathergang den Behörden übergeben was letztlich Mr. Doyle rehabilitiert. Am Nachmittag sind alle notwendigen Aussagen getätigt, die Theorien des bisherigen Verdachtes bestätigt und Mr. Perucchi sieht bereits dem abendlichen Wechselläuten freudig entgegen.
Auf dem Weg zurück nach St. Joan’s erwähnen Mrs. Ealing und Mr. Tattridge, dass sie eine größere Menge Treibstoff in der Garage bemerkt hätten – mit Hilfe dessen man sich der Kreaturen im Heckenlabyrinth in aller Wärme annehmen könnte. Unter Anleitung von Mr. Tattridge werden mehrere Brandsätze nach russischem Vorbild (ein wenig zum Leidwesen von Graf Nikolaij welcher jedoch den praktischen Nutzen unumwunden zuerkennt) gefertigt und man dringt vorsichtig in das Labyrinth ein. Der Gang zu dem zentralen Bereich mit den Gräbern ist unerwartet versperrt und in der Tat durch eben jene gesuchte Buschkreatur! Nach einigen beherzten Würfen vergeht diese mit infernalischem Kreischen in den lodernden Flammen. Viscount Eversley bemerkt jedoch wie durch die noch lodernden Flammen zwei Gestalten langsam herangewankt kommen: sie tragen die noch erkennbaren Überreste von Nonnenkleidung! Dankbarerweise brechen sie ebenfalls im Feuer zusammen – zeigten sich davor jedoch besorgniserregend unbeeindruckt von Mr. Twinings wohlgezieltem Schuss.
Danach zieht man sich zur Besprechung zurück, Mr. Tattridge bezeichnet diese wandelnden Leichnahme als Zombies und erläutert, dass diese möglicherweise von einer okkulten Vereinigung gerufen worden sind. Zudem sei zu mutmaßen, dass ein mit okkulten Kräften ausgestatteter „Magier“ dann auch aller Wahrscheinlichkeit nach Leiter der Roten Messe sein werde. Es wird betont dass – gleich was man tue – man an ein Danach denken sollte und alles Geschehene möglicherweise den Behörden erklären muss. Die Befürchtung, dass Mrs. Bainsbury-Seale und Mr. Blunt bereits von Mitgliedern der okkulten Vereinigung entführt wurden entpuppt sich glücklicherweise als falsch den Erstere erinnert an das Wechselläuten. Nach einem festlichen Gottesdienst geht man Weihnachtslieder singend zurück, es gibt ein kleines Buffet und unter dem Weihnachtsbaum finden sich Geschenke. Graf Nikolaij nutzt die Gelegenheit um auch seine Geschenke aus seinem Zimmer zu holen – sowie Mr. Twinings Pistole aus dessen Räumlichkeiten welche er im Korridor versteckt. Als er wieder zurück ist klopft es und drei Herren treten ein – darunter Montclatton und ein Herr der ein wenig an das unvollendete Kunstwerk bei Professor Pendriotis erinnert. Montclatton und die Marchioness ziehen Waffen und wollen, dass man sich in den Keller hinab begibt. Auf dem Weg dorthin – der dritte Mann geht voran – lässt sich der Graf unvermittelt fallen. Als ihm Mr. Twining aufhilft nutzt dieser die Gelegenheit nach seiner Pistole zu greifen und nach dem Aufstehen den dritten Mann zu bedrohen. Das entstandene Patt wird erst vom Grafen der eine bei dem dritten Mann gefundene Spritze gegen diesen einsetzt und danach vom durch die Vordertür kommenden John unterbrochen der in seinen Händen eine Tommy Gun hält und sich auf die nachfragende Vermutung von Viscount Eversley auch als Crowdwatcher vorstellt. Er habe nun alle notwendigen Unterlagen beisammen und bittet alle anderen eindringlich darum, die Waffen fallen zu lassen. Mr. Twining sieht sich jedoch nicht versucht, der Aufforderung unmittelbar Folge zu leisten – sondern eröffnet das Feuer auf John – welcher seinerseits das Feuer erwidert. Im Kreuzfeuer fallen Montclatton, die Marchioness und John – während Mr. Blunt schwer verletzt wird aber durch den raschen Einsatz von Mrs. Ealing vor dem unmittelbaren Tod bewahrt werden kann. Im Keller finden sich zwei weitere der umherwandelnden Nonnenzombies derer man sich entledigt – dort findet sich auch die aufgebaute Guillotine und ein Buch mit der lateinischen Beschreibung eines dunklen Rituals dessen sich der Viscount annimmt. Der Polizei kann man die Ereignisse um diesen Abend als Mordkomplott von augenscheinlich Verrückten erklären – dann zieht man sich nach London zurück. Der Einladung von Mr. Tattridge in einen Club dessen Mitglieder ebenfalls okkulte Erfahrungen gemacht haben folgt man gern, Mr. Twining und Mr. Perucchi nehmen zudem die Einladung in ein Tattridge bekanntes Sanatorium dankend an, um sich dort ein wenig von den gänzlich unerwarteten Strapazen zu erholen.