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Thula vom Hohenstein

Das Seelentier von Thula.

Thula vom Hohenstein

hatte eine schöne und unbeschwerte Kindheit mit zwei älteren Brüdern, einem Vater von Beruf Alchimist und einer Mutter aus dem Auelfenvolk in Mendena, einer kleinen Stadt im Osten des Mittelreichs.

Mit 10 Jahren Studium auf der Bannakademie zu Ysilia unter der Spektabilität Jalna Ingrimsdottir. Dort hat Thula nicht nur studiert, sondern sich auch den Angelegenheiten der einfachen Bürger von Ysilia angenommen und beim Wiederaufbau der Stadt, die während des Zugs der Oger fast völlig zerstört wurde, geholfen. Thula wird dort noch viele Freunde unter den Kollegen und dem einfachen Stadtvolk haben. Nach bestandener Prüfung hat Thula dort noch ein paar Jahre länger studiert und die Eleven unterrichtet.
Während dieser Zeit konnte Thula ihre Familie immer mal wieder sehen. Mendena ist ja nicht sooo weit entfernt; außer gelegentlichen Besuchen gab es auch immer eine rege Korrespondenz.
Durch eine interessante Korrespondenz mit einem der Magister der Pentagramm-Akademie zu Rashtul über das Element Luft hat Thula die Möglichkeit erhalten, dort die weiteren Geheimnisse der Beschwörung zu erlernen. Mit all ihrem zusammengesparten und von ihrer Familie geborgtem Geld konnte sie sich die Reise und das Studium dort leisten. Dort war zu dieser Zeit noch Dschelef ibn Jassafer, ein sehr begabter Elementarmagier, Leiter der Akademie, bis er von seiner eigenen Tochter Belizeth Dschelefsunni, eine sehr begabte Dämonenbeschwörerin, im traditionellen magischen Duell besiegt und vertrieben wurde. Danach wurde sie die Spektabilität von Rashdul. Thula weiß, dass der gute Dschelef ibn Jassafer über etwas sehr besorgt war und sich sehr tief in seine Forschungen, die irgendetwas mit Kraftlinien, Kraftnodices und einer Veränderung (Hat Thula ihn da richtig verstanden?) der Elemente zu tun hat. Vermutlich ist er nach seiner Verbannung gestorben, zumindest glaubt das seine Tochter und auch die meisten der Rashduler Kollegen. Belizeth Dschelefsunni ist eigentlich eine ganz nette und vor allem fähige Frau - gäbe sie sich doch nur ein wenig weniger mit Dämonen ab...
Thula wird dort noch viele Freunde unter den auf die Elemente ausgerichteten Kollegen und Studenten haben.
In Ysilia, wo Thula im Peraine 23 Hal ankommst, sind ihre alten Kollegen erfreut sie zu sehen und laden sie ein an der Forschungsgruppe "Dragenfelder Wüstenei" mitzuarbeiten. Nach einiger Zeit bekommt sie den Auftrag die mysteriösen Augenzeugen aufzusuchen und sich die Geschehnisse noch einmal aus erster Hand berichten zu lassen, da die Inquisition unterstützt von den Bannstrahlern nur zensierte Informationen weiterreichen. Also macht sie sich auf den Weg nach Thorwal, wo diese Gestalten inzwischen sein sollen.
8. Hesinde 24 Hal

Magus Reiterwenger, geehrter Freund,

ich schreibe Euch aus Thorwal, um Euch mitzuteilen, dass ich den Augenzeugen auf der Spur bin. Heute traf ich Ihre Spektabilität, Cellyana von Khunchom. Die Akademie war anscheinend schon von den Vorgängen im Bornland unterrichtet worden, maß den Äußerungen jedoch nicht zu viel Bedeutung zu. Es scheint sich um einen Haufen unbedeutender Dahergelaufener zu handeln, nach denen wir suchen. Mögen die Götter wissen, wie Ihre Absichten sind. Jedenfalls operieren sie nicht im Geheimen, da sie sehr freizügig mit Ihren "Erlebnissen" aufschneiden. 
Angeblich tragen zwei von Ihnen ein magisches Mal.

Gedeon, ich werde mich unverzüglich auf den Weg nach Standeby machen, denn dorthin sind die Gestalten unterwegs. Ich möchte Deine Zeit nicht mit Gerüchten vergeuden und werde mich wieder melden, wenn ich mit den Zeugen selbst sprechen konnte.

Mit kollegialem Gruße,
Thula vom Hohenstein
Adepta Major der Akademien Ysilia und Rashtul, Trägerin des Sigels der grauen Gilde des Geistes
17. Hesinde 24 Hal

Gedeon, es ist alles einfach ungeheuerlich! 

Die verrücktesten Dinge habe ich in den letzten Tagen erlebt und es fällt mir schwer, diesen Bericht auf meine wesentliche Aufgabe - Dir von den Augenzeugen zu berichten - zu beschränken. Lass mich nur soviel sagen, ich habe Echsenmagie gesehen! Alles weitere berichte ich gerne bei einem guten Schluck Wein in Ysilia.
Jetzt muss ich versuchen, meine Gedanken zu ordnen, die Zeit ist knapp, denn schon bald geht die Reise weiter nach Kuslik. So höre, was ich Dir zu schreiben habe:
Bei den zu Observierenden handelt es sich um eine Hesindegeweihte, einen Kämpfer, einen Artisten und eine Sharisad. Leider konnte ich den fünften im Bunde, nicht antreffen, da es sich um einen Druiden handelt, der seinesgleichen aufgesucht hatte, bevor ich ihn kennenlernen konnte. Diese Leute haben mir Unglaubliches erzählt, doch zunächst die Dinge derer ich mir sicher bin: Drei der Genannten besitzen mächtige Artefakte. Besitzen ist in diesem Zusammenhang nicht der geeignetste Ausdruck, vielmehr sind sie mit ihnen verbunden.
Die Sharisad trägt eine Tätowierung auf dem Rücken, die es ihr ermöglicht, das Seelentier einer jeden Person zu erfahren, wie sie sagt. Die Geweihte trägt einen Halsreif in der Form einer Schlange. Diese kann mächtige Antimagie wirken. Ich bin selbst Zeuge beim Einsatz und ob der Wirkung dieser beiden Artefakte geworden. 
Der Druide jedoch trägt laut der Gruppe einen almadinen Stein in seiner linken Augenhöhle, dessen Bedeutung oder Wirkungsweise ich nicht kenne.
Und jetzt Ihre Aussagen, die nahezu ungeheuerlich scheinen, die ich nicht bestätigen kann, die aber auch nicht von mir –außer durch den Einsatz meines Verstandes-widerlegt werden können:
Sie behaupten, sich diese magischen Gegenstände nicht selbst angeeignet zu haben, sondern dass sie sozusagen von den Gegenständen in den abstrusesten Situationen auserwählt wurden. Gedeon, ich habe einiges über die möglichen Vorkommnisse in der Wüstenei gehört! Angeblich hat Liscom von Fasar (DER Liscom) ein Tor in den Limbus geöffnet, um – jetzt wird es phantasitsch - THARSONIUS VON BETHANA zu beschwören. 
Die Magie, die dort gewirkt wurde, beeinflusste auch die Augenzeugen. So haben sie mir versichert, dass ihre Körper in dem Maße alterten, wie das Land um sie herum! Und der Druide trug angeblich fortan ohne eigenes Zutun das Rubinauge.

Das Artefakt der Geweihten gehörte Ihrer Aussage nach einst Eschinn vom Quell und es kam in ihren Besitz, als wundersame Dinge in im Kloster „Arras De Mott“ vor sich gingen.

Die Sharisad, deren Rücken , so meint man, die Kunst eines thorwalischen Bilderstechers ziert, hat die Tätowierung angeblich von einer Hexe namens Luzelin übertragen bekommen, bevor sich diese in einen Vampir verwandelte! Die Gruppe befand sich angeblich gerade auf dem Weg zu „Nachtschattens Turm“, um dort, wohl ungewollt, einer weiteren Beschwörung beizuwohnen.

Und wenn Dir das alles nicht reicht, kann ich Dir noch einen Geschichte erzählen, die kein Barde je besser erfinden könnte, um seine Zuschauer zu gruseln. Eine gewisse Pardona soll, kurz bevor sie sich in einen Gletscherwurm verwandelte, T. einen Körper verschafft haben, mit dem er jetzt unter uns weilt….

Magus, unter uns Kollegen, bei der wiederholten Durchsicht dieser Zeilen, kommen mir Zweifel auf, ob ich diesen Brief überhaupt senden soll. Erst jetzt wird mir klar, wie märchenhaft dies alles klingt. Wahrscheinlich färbt eine gewisse Hysterie und Faszination für diese Geschichten von den Abenteurern auf mich ab, derer mein analytischer Verstand sich nicht erwehren kann. Trotzdem meine ich, dass ich einer ungeheuren Sache auf der Spur bin. Alles klingt so unglaublich, dass ich einfach mehr Informationen sammeln muss. Entweder decke ich eine Art der Massenbeeinflussung auf und schaffe es, die armen Leute von ihren faszinierenden Hirngespinsten zu befreien oder ich kann sie als sehr gute Scharlatane und Wichtigtuer entlarven. Ich hoffe dies zu schaffen, bevor ich mich der Lächerlichkeit preisgebe, zu GLAUBEN, was man mir auftischt und, meinen guten Ruf verlierend, als Phantastin hingestellt zu werden. Mir ist durchaus klar, dass dies alles nicht zu begreifen ist, und ich hoffe inständige, die Vorkommnisse mit rationalen Argumenten erklären zu können. Doch sollten diese Gespinste wahre Ansätze haben, ängstigt mich das, denn dann stehen uns düstere Zeiten bevor.

Ergebenst,
Thula vom Hohenstein
Adepta Major der Akademien Ysilia und Rashtul, Trägerin des Siegels der grauen Gilde des Geistes

P. S.: Man hat angeblich Dschelef ibn Jassafer in Weiden gesehen. Wenn er lebt, wäre jedenfalls dies eine gute Nachricht!