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Die Prophezeiungen

Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos
Orakelsprüche von Fasar
Thennas Weihe-Vision
Aaminahs Prophezeiungen mit den Weidener Hexenrunen

bisherige Deutungsversuche


Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

1. Spruch: Von der Zweiheit der göttlichen Ungaben
Zweimal, nicht einmal wird der Zwist der Zwillingsbrüder offenbar, und der Geber der Gestalt unterliegt, damit der Nehmer der Welt unterliegen muss.
Zweimal, nicht einmal werden die tumben Söhne Ogerons dem Kreuz des Nordens folgen.
Zweimal, nicht einmal werden die Botschafter von Ordnung und Einheit zweiteilen Ordnung und Einheit.
Zweimal, nicht einmal werden die Legionen des Roten Mondes vor das Haus der gelben Sonne treten.
Zweimal, nicht einmal wird der Rabe nach dem Thron des Herren über Zwölf greifen.

2. Spruch: Von Drachen und Kaisern
Wenn sich Drachenblut mit Menschenblut auf einem Berg von Gold verbindet.
Wenn sich wegen des Schicksals der Zwillingskaiser nicht erfüllen kann das Schicksal der Kaiserzwillinge.
Wenn der alte Elfenkönig und der neue Elfenkönig mit Schiff und Ross heimgekehrt und bewiesen, dass der Elfenkönig nimmermehr wahr.
Wenn der alte Kaiser dem neuen Kaiser nachfolgt.
Wenn in der Neunflüssigen ¹ ein Alter Drach bar eines Karfunkels und ein Alter Karfunkel bar eines Drachen weilen.

3. Spruch: Von den Handlangern des Untergangs
Wenn der Diener jenseits des Todes den Meister außerhalb des Todes ruft.
Wenn die Verderberin der Leiber einen Leib dem Verderber der Welten verschafft.
Wenn die verlorenen Scharen der Gestaltlosen annehmen die Gestalt der Schar der Verlorenen.
Wenn aus kristallenem Herz der geraubte Schlangenfürst spricht.
Wenn die Bäume auf der See wurzeln, die Festungen über das Land wandeln, und die Belagerungstürme ² über den Himmel ziehen.

4. Spruch: Von den sieben Gezeichneten
Wenn der allein Ahnende mit dem almadinen Auge angekommen.
Wenn der Bote des wandelnden Bildes zum Bündnis bittet.
Wenn das kühne Tier mit dem Krötensinn seinen Kürschmeister gekürt.
Wenn fünf firnglänzende Finger den Fluch der Felder gefunden.
Wenn nur mehr die stählerne Stirn den schrecklichen Schatten standhält.
Wenn das geflügelte Geschoss dem Grauen der Götter gilt.
Wenn aus sieben Schalen Schärfe schäumt, dagegen kein Schrecknis gewachsen ist.

5. Spruch: Vom Ende des Zeitalters
Dann wird in den Kerker der feurige Blick des Weltenschöpfers fallen.
Dann wird die rote Saat der Gor aufgehen.
Dann wird die Letzte Kreatur geboren und gebären.
Dann werden Löwin und Einhorn zu Zweien ins Tal der Finsternis gehen.
Dann werden die Wasser blutig und die Brunnen sauer, der Regen brennend und das Land schimmelig.
Dann wird die Brut den Boden verschlingen.
Dann wird der Rausch der Ewigkeit über die Schöpfung wehen.


¹ Neunflüssige: höchstwahrscheinlich die neun Arme des Mhanadi in Khunchom
² Übersetzungsproblem: "Ghulshachim (Tulamidya)" = Geier, böse Geister, auch: Belagerungsgerät, Katapulte


Orakelsprüche von Fasar

Dies ist die Kunde von den Zeiten, wenn sich das Angesicht der Welt wandeln wird.

Wenn der Drache seinen Karfunkelstein verliert, wird sich die Kunde verbreiten von SEINER künftigen Macht und SEIN Diener stirbt und kann doch nicht sterben.
Wenn der Sohn des Raben von der Tochter der Schlange niedergestreckt wird, erhebt sich wieder das leuchtende Zelt, und der Herrscher des Zeltes wird sein der dritte seines Namens.
Wenn der Kaiser aus Borons Schlund ins Goldene Land vertrieben wird, werden die Legionen des Blutgottes ins Herz des Greifen stoßen, und ein Sohn des Fuchses wird den Namen seines Oheims und seiner Muhme tragen.
Wenn der Tote den Toten beschwört, werden sich auftun die Sphären, und es wird sein ein Heulen und Zähneknirschen unter den Zauberern und Gegenzauberern und den Leuchtenden Erleuchteten.
Dann wird erscheinen der Erste der Sieben Gezeichneten und sein Zeichen wird sein der Rubin und das Wissen um SEINEN Namen.

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Wenn die alte Tochter eine neue Mutter gefunden hat, wird die Betrügerin betrogen und die alte ewiggebärende Herrin wird sich gebären eine neue ewige Dienerin, und sie wird IHN erwarten in Unrast und IHM aufwarten in Undank.
Wenn acht Hörner sieben Winde bannen und acht Gehörnte sieben Plagen rufen, wird die Nacht grün sein und der Tod rot, und Wahnsinn und Blut tragen sie vor sich her, und Blut und Wahnsinn folgen ihnen auf dem Fuße.
Wenn die falsche Schlange den Kopf verliert, wird das funkelnde Verderbnis erneut funkendes Verderben verbreiten, und der Drachen Herzen werden rasend schlagen in Einmut und Zwietracht und Liebe und Hass und Leben und Tod.
Wenn der Einhändige Erschaffer und die Erschaffung der Vielhändigen um sich die vergessenen Scharen scharen, werden sie vielgestaltig Schande über vielfach geschändeten Ort bringen und beide werden ihren Meister finden.
Dann wird erscheinen der Vierte der Sieben Gezeichneten, und sein Zeichen wird das der Linken sein und das Wissen um SEINE List.

Wenn der unheilige Verführer Einzug hält in die heiligen Hallen der Verführung, wird sich die stetig Entfesselnde mit dem stets Gefesselten verbinden, und die Ketten werden gelockert werden, auf dass SEINE Stunde schlage und SEINE Zeit komme.
Wenn die Finsterkrone in der Weltenwunde bohrt und siebenstrahlig Schatten wirft, wird die Schwester ihrer Königin folgen und glorreich Einzug halten in die hehren Hallen, und ihr geflügelter Retter wird ihr Schicksal sein.
Wenn der Boden unter toten Schritten schreit und der Himmel in den Schwingen des Untodes kreischt, werden die versprengten Glieder der sphärensprengenden Bestie zucken, die Luft roten Samen spucken und die Erde ihre Kinder schlucken.
Wenn dem größten Grauen Tür und Tor geöffnet werden, wird die Not groß sein und die Zeit knapp, und der Nehmer der Welt wird dem Geber der Gestalt weichen, und es wird sein ein Jubeln und Triumphieren unter denen, die da siegreich waren und ein grimmer Trotz unter denen, die da das Erbe für den Spross des Gefallenen tragen.
Dann wird erscheinen der Fünfte der Sieben Gezeichneten, und sein Zeichen wird sein die Stirn und das Wissen um SEINEN Frevel.

Wenn die Meister der Sechs ihre Tore öffnen, werden die Sphären in Aufruhr sein und ihre Herren in Zorn geraten, und ihre Diener werden durch die Lande streifen, um Ausschau zu halten nach IHM und sich bereit zu machen für IHN.
Wenn der Ruf des Falschen Goldes lockt und der Reif der Niederhöllen das Land erdrückt, wird die Kalte Kuppel bersten unter der Last und kalter Hass wird geschürt, kaltes Grausen gespürt und kalte Rache geübt werden, wenn die Schar der Geflügelten verheert das Heer des Gezeichneten.
Wenn der Hüter des Verbotenen Wissens den Hüter des Verbotenen Ortes stürzt, wird der gerupfte Balg des Wächters der Zweiten künden von der Dritten, und das Lied des Friedens wird unerreicht erklingen in unerhörten Höhen.
Wenn der Geifer der Siebten in den Nabel der Dritten tropft, wird der Anbeginn der Schöpfung das Ende der Welt schauen, und der nimmermüde Blick des Schöpfers wird erschöpft in den Kerker fallen und mit sich reißen all das, was seine Kinder Ordnung heißen.
Dann wird erscheinen der Sechste der Sieben Gezeichneten, und sein Zeichen wird sein die Lanze und das Wissen um SEINEN Plan.

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Die Version der Orakelsprüche ist eine inoffizielle Ausarbeitung - zwar gibt es einige Verse auch in den Abenteuerbänden, aber komplett wurde diese Prophezeiung nirgendwo offiziell abgedruckt. In dieser Form gefunden habe ich sie auf der wirklich großartigen Seite des Borbarad-Projekts.

Thennas Weihe-Vision

Ich sah zwei Gestalten, die miteinander rangen. Männer waren es, doch groß und schrecklich und schön. Götter eher, denn Männer - Alveranier. Ihre Gestalt schien sich zu verändern, mal elfisch, mal echsich, mal mit felinen Köpfen... Ein Bär bat mich um Hilfe; ich zog ihm einen Pfeil aus dem Leib und obwohl er gesundete, starb er am Pfeil... Ein Löwenmann umgeben von einer rotleuchtenen Korona blickte mich streng an und befahl, dass ich die Sieben retten müsse und nicht ihn... In einer großen Bibliothek sah ich einen Magier in Weiß, einen Magier in Grau, einen Magier in Schwarz, eine wunderschöne Frau, einen Rothaarigen mit Wolfsmütze, einen Wilden aus den südlichen Urwäldern, die sich alle die Hände reichten... Ich sah eine Schlacht, voller Grauen und Tod. In dieser Schlacht wurde meine Liebe getötet. Und die Schrecken waren nicht aus unserer Sphäre. Zuerst flog ich als Vogel darüber und dann war ich mitten drin... Und ich das Labyrinth. Schöner und prachtvoller als alles, was sich mein Geist vorstellen vermag. Leuchtend, grün und gelb, voller Bücher, voller Rätsel, voller Antworten. Überall leuchtende Steine. Und die Schlange, die alles umfängt.


Aaminahs Prophezeiungen mit den Weidener Hexenrunen

Frage nach dem dritten Gezeichneten: 
Kröte & Drachen
Verbotene Erde oder auch Bannlande
Das Szepter oder Zeichen der Herrschaft

Frage zu der Arras-de-Mott-Angelegenheit:
Eine gefährliche Schlange, die aber Weisheit bringt
Feuer, Humus, Wasser, Luft, Erz, Eis
Dämonen

Frage zur allgemeinen Lage in Rhodenstein:
Verrat des Löwen

Frage nach Morgens Mutter:
unschuldiges oder auch unsinniges Opfer

Frage nach Morgens Meister:
Diener einer Siebener-Krone oder Diener von sieben Kronen
Versuchung oder auch Verheißung

Frage nach Löwenbrandt:
Gefahr im Osten oder Gefahr aus dem Osten

Frage nach dem Unglück in Standeby:
Im Zentrum die auf dem Kopf stehende Effert-Rune
Hat etwas mit 7 zu tun. Zeitangabe? Entfernung? Oder ganz etwas anderes?
Magier-Rune. 7 Magiere? Nein, scheint auch falsch.
Hat etwas mit Schlangen zu tun (aber nicht der göttlichen Schlange)
Wasser-Land-Mischung: Insel? See? Steilküste?
Irgendetwas „Altes“: ein altes Problem? etwas altes, das das Problem auslöst?