Die Welt der Magier

Ein Magier ist in der Regel ein magisch begabter Mensch, der Zauberformeln und Rituale  wirken kann. Es gibt aber auch sehr wenige gildenmagische Elfen und Zwerge.
Magier erhalten ihre Ausbildung an Magierakademien, seltener als Schüler privater Lehrmeister; sie sind in Gilden organisiert, lassen sich für ihre Dienste gut bezahlen, betreiben gezielt magische Forschung, geben ihr Wissen in Büchern weiter und sind nicht zuletzt durch ihre Organisation und damit quasi-hierarchische Struktur in den großen Reichen fast als einzige Magieanwender in den zivilisierten Gegenden Aventuriens akzeptiert und je nach Region - und regionaler Vorgeschichte - hoch angesehen oder gefürchtet.
In ihrer Ausbildungszeit lernen sie nicht nur die Kunst Zauber zu wirken, sondern erhalten auch allgemeine akademische Ausbildung, was sie neben den Hesindegeweihten zu der Bildungselite Aventuriens macht.

Ein Magierlehrling wird in den ersten drei Jahren seiner Ausbildung Eleve, in den nächsten drei Jahren Novize und danach bis zu seiner Prüfung Studiosus und Adeptus minor genannt, ein junger Magier Adeptus major, ein Gildenmagier Magister oder Meister und ein Akademievorstand wird mit Euer Spektabilität angeredet.
Erzmagier oder Archomagus ist ein hoher Ehrentitel für Magier, die mehr als herausragende Leistungen auf ihrem Gebiet erbracht haben. Derzeit in Aventurien lebende Erzmagier sind Dschelef ibn Jassafer, Elcarna Erillion von Hohenstein, Haldana von Ilmenstein, Oswyn Puschinske, Racalla von Horsen-Rabenmund, Rakorium Muntagonus, Robak von Punin und Thomeg Atherion.

 
Gilden über die Magiergilden in Aventurien
Magierorden über die Magierorden
Akademien über die Magierakademien in Aventurien
Zauberbücher über (magische) Bücher in Aventurien
Das Akademie Siegel-Projekt ein tolles Internet-Projekt, das sich mit Gildenmagiern befasst

Magiergilden

Es gibt drei große Magiergilden, die sich in Lehre, Form und Weltanschauung unterscheiden: Den Bund des Weißen Pentagramms, die Große Graue Gilde des Geistes und die Bruderschaft der Wissenden, grob vereinfacht nennt man Angehörige der Gilden auch Weiß-, Grau- und Schwarzmagier.
Die Magiergilden sind Zusammenschlüsse von Magiern, die nach den Schrecken der Magierkriege, 402 vor Hal entstanden sind, um eine friedliche Koexistenz mit Nichtmagiern zu garantieren. Die Gilden existieren gleichermaßen, um die Magier unter Kontrolle zu behalten und um sie zu schützen. Der Codex Albyricus beschäftigt sich fast ausschließlich mit gildeninternen Regularien.
So dürfen Magier nur bei persönlicher Anwesenheit verurteilt werden und haben einen Anspruch auf einen Rechtsbeistand ihrer Gilde. Die weiße Gilde hat im Mittelreich die Pflicht, verhaftete Mitglieder frei zu kaufen und vor einem eigenen Gericht zu verurteilen (was für den Verhafteten nicht zwangsläufig eine mildere Strafe bedeutet), die graue Gilde darf immerhin ein Lösegeld anbieten, das aber vom Richter abgelehnt werden kann.


Der Bund des Weißen Pentagramms

Der Bund des weißen Pentagramms, auch die Weiße Gilde genannt, ist der Zusammenschluss der Magier der rechten Hand, gemeinhin als Weißmagier bezeichnet. Durch den starken Einfluss der zwölfgöttlichen Ordnung sind sie sehr organisiert und streben nach Einhaltung alveranischer und derischer Ordnung. Es ist die einzige magische Organisation, die die Kirche des Praios zumindest akzeptieren könnte. Die Mitglieder dieser Magiergilde sind starke Anhänger der zwölfgöttlichen Ordnung und Befürworter von Recht und Gesetz.
Ihr Symbol ist ein weißes Pentagramm auf Gold.
Saldor Foslarin ist der Convocatus Primus, der Gildenvorstand des Bund des weißen Pentagramms. Der Convocatus Primus ist in Personalunion der oberste Befehlshaber der Pfeile des Lichts. Das Collegium Canonicum, der Rat der Weißen Gilde, hat zwölf Mitglieder.
Zum Bund des Weißen Pentagramms gehören die Magierakademien Akademie Schwert und Stab zu Gareth, Akademie der Herrschaft zu Elenvina, Akademie der magischen Rüstung zu Gareth, Akademie des Magischen Wissens zu Methumis, Akademie von Licht und Dunkelheit zu Nostria, Anatomische Akademie zu Vinsalt, Halle der Metamorphosen zu Kuslik, Halle des Lebens zu Norburg, Halle des vollendeten Kampfes zu Bethana, Informations-Institut zu Rommilys und die Schule der Austreibung zu Perricum.


Die Große Graue Gilde des Geistes

Die Große Graue Gilde des Geistes oder kurz die Graue Gilde gilt als die gemäßigste und toleranteste der drei großen Magiergilden.
Ihre Mitglieder werden landläufig als Graumagier bezeichnet. Forschung, Erkenntnis und Erleuchtung sind ihr höchstes Ziel. So kann man sie auch als "öffentliche" Lehrer für allgemeines Wissen antreffen.
Ihr Symbol ist ein schwarzes Auge, halb geschlossen, umgeben von einem Hexagramm.
Prishya von Garlischgrötz ist der Convocatus Primus, der Gildenvorstand der Große Graue Gilde des Geistes.
Zur Große Graue Gilde des Geistes gehören die Magierakademien Akademie der Erscheinungen zu Grangor, Akademie der Geistreisen zu Belhanka, Akademie der Hohen Magie zu Punin, Akademie der Verformungen zu Lowangen, Drachenei-Akademie zu Khunchom, Halle der Antimagie zu Kuslik, Halle des Quecksilbers zu Festum, Kampfseminar Andergast, Konzil der Elemente zu Drakonia, Pentagramm-Akademie zu Rashdul, Schule der Beherrschung zu Neersand, Schule der Hellsicht zu Thorwal, Schule der Vierfachen Verwandlung zu Sinoda, Schule des Seienden Scheins zu Zorgan, Schule des direkten Weges zu Gerasim, Stoerrebrandt-Kolleg zu Riva und die Zauberschule des Kalifen zu Mherwed.


Die Bruderschaft der Wissenden

Die Bruderschaft der Wissenden, auch Schwarze Gilde, ist der Zusammenschluss der Magier der linken Hand, landläufig auch als Schwarzmagier bezeichnet, die von den anderen fast immer mit mühsam verborgener oder offen zur Schau gestellten Skepsis bedacht wird. Hierbei handelt es sich um einen eher lockeren Zusammenschluss der schwarzen Akademien, denen die Eigenständigkeit der Akademien über alles geht. Der Gildenrat hat kaum Befugnisse und ist wegen innerer Konflikte seit Jahren nicht mehr zusammengetreten.
Der Grundsatz lautet "Wissen ist Macht", und diese Macht wissen sie einzusetzen. Den Mitgliedern dieser Magiergilde wird immer wieder Skrupellosigkeit und Bosheit vorgeworfen, doch meist handelt es sich bei ihnen nur um Individualisten mit Drang zu freier Forschung. Der Nimbus des Bösen, mit dem sie sich oft umgeben, dient meist nur der Ungestörtheit. - Ausnahmen bestätigen die Regel...
Ihr Symbol ist eine weiße Linke Hand auf Schwarz.
Salpikon Savertin ist der Convocatus Primus, der Gildenvorstand der Bruderschaft der Wissenden. Gleichzeitig Spektabilität der Schule der variablen Form zu Mirham, hat er es mit diplomatischem Geschick geschafft, die individualistischen Magier des linken Weges zu bündeln und zu führen. Er ist stets als Botschafter der Gilde unterwegs und versucht, das Bild des bösen Schwarzmagiers etwas grau einzufärben. Er arbeitet daran, die Schwarze Gilde zu einen.
Zum Bund des Weißen Pentagramms gehören die Magierakademien Akademie der Geistigen Kraft zu Fasar, Dunkle Halle der Geister zu Brabak, Halle der Erleuchtung von Al'Anfa, Halle der Macht zu Lowangen und die Schule der variablen Form zu Mirham.

Magierorden

Die Gildenmagier sind aber nicht nur in ihren Gilden organisiert, sondern haben auch noch viele Orden gegründet, die bestimmte Ziele verfolgen.
Einige - vermutlich die wichtigsten - sind hier aufgeführt:


Die Pfeile des Lichts

Neun Jahre nach der Gründung der ersten auf Reichstreue eingeschworenen Akademie von Schwert und Stab zu Beilunk, entsteht dort eine kleine, aber tatkräftige Elitetruppe, die sich zur Aufgabe macht, Schwarzmagier aufzuspüren und - ungesetzlicherweise - zu eleminieren.
Bald verbessert sich die Organisation der Pfeile zusehends. Mit steigender Effektivität werden überall im Reich Dämonenbeschwörer und Schwarzmagier aufgestöbert und nur in den seltensten Fällen nicht der direkten Strafe unterzogen.
Nach gut 50 Jahre veranlasst der Bund des Weißen Pentagramms die Aufnahme der "Sagittarium Luminis" , wie sie von nun an heißen sollten, in das Verwaltungs- und Rechtssystem der weißen Gilde.
Kaiser Reto schließlich steht ihnen das Inquisitionsrecht zu; die Pfeile des Lichts können selbst ein Urteil über einen Übeltäter fällen... Dieser Umstand bewegt die weiße Gilde nun auch die Hilfe der Pfeile in den Schlachten um Maraskan zu genehmigen.
Bald nach der Thronbesteigung Hals wird Saldor Foslarin der oberste Befehlshaber.


Ordo Defensores Lecturia (ODL)

Die Gründung des Ordens der Verteidiger der Lehre von den Grauen Stäben zu Perricum oder Ordo Defensores Lecturia (ODL) geht auf Rohal den Weisen zurück, der seine Vertrauten vor 420 Götterläufen in Perricum versammelte, um gegen Borbarad vorzugehen. Der auserwählte Ordenshochmeister erhielt Rohals eigenen Zauberstab, die vier übrigen, zu Großmeistern berufenen Anführer bekamen von Rohal persönlich geschaffene, beseelte Stäbe aus unterschiedlichem Holz. So entstand der Orden der Grauen Stäbe von Perricum.
Der Orden dient der Grauen Gilde als Wächter, Verteidiger und "Inquisition" in den eigenen Reihen. Die Ordensführung residiert in der Ordensburg vor Perricum. Insgesamt gibt es in Aventurien 25 Niederlassungen an Akademien oder als eigenständige Herbergen und Anlaufstellen. Diesen übergeordnet sind die Ordensburgen in Perricum, Lowangen, Vallusa, Neetha und Anchopal. Zu den Ordensmitgliedern gehören sowohl Weiß- und Graumagier als auch Laien.
Der Stab Rohals des Weisen selbst mit einem Onyx an der Spitze und sein Träger residiert in Perricum. Der Stab Cedraion besteht aus Zyklopenzeder und wird von Adaon Garlischgrötz getragen, der in Neetha residiert. Zu Lowangen gehört der Stab Robureon, der aus Steineiche gefertigt ist. Tarlisin von Borbra führt den Stab Ferruginion, der aus Eisenholz besteht, und residiert in Anchopal. Der Stab Sangulmeon ist aus dem Holz der Blutulme geschnitzt und steht dem Großmeister der Ordensburg Vallusa zu.


Ordo Custodum in nomine Rohale (OCR)

Der Orden der Wächter vom Magischen Recht in Rohals Namen ist eine Vereinigung von Magiern, die sich der Antimagie verschrieben haben und für eine besonders rigorose Auslegung des Weges der Rechten Hand bekannt sind. Bereits scheinbar harmlose Schelmereien oder die Unsichtbarkeitszauber der Elfen gelten ihnen als erster Schritt zu namenlosen Beschwörungsriten – keineswegs Ansichten, die in der Rohalschen Tradition stehen. Dass sich der Orden schon sehr bald nach seiner Gründung soweit von der Harmonielehre seines Namenspatrons abrückte, hat seine Ursachen vermutlich in den erlebten Grauen der Magierkriege.
Die Ordensmitglieder teilen sich in die drei Zirkel: die Wissenden  beschäftigen sich vornehmlich mit der antimagischen Forschung in den Ordenshäusern, die Wehrenden sind Kämpfer wider alle üble Magie und die sieben Wachenden bilden einen führenden Rat, der aus seiner Mitte auch den Ordensmeister bestimmt.
Die übliche Ordenstracht spiegelt diesen Wandel hin zum Bund des Weißen Pentagramm wieder: Neben dem Namen erinnert nur noch das graue Skapulier an die ursprüngliche Ausrichtung des Ordens, Kutte und Handschuhe aber sind im reinsten Firnweiß gehalten.


Der Orden zur Förderung und Lenkung der Magischen Künste des Mephal von Punin (OM)

Die Mephaliten, die keine feste Ordenstracht und auch keine strengen Ordensregeln besitzen, ziehen auf der Suche nach magiebegabten Kindern durch das Land, um diese für den Weg der rechten Hand zu gewinnen; mit anderen Worten sie sobald sie gefunden sind, bei der nächstgelegenen Akademie, die zum Bund des Weißen Pentagramms gehört, zu melden. Viele Akademien haben sogar einen Mephaliten fest in ihren Diensten, der die nähere Umgebung bereist und speziell für sie hoffnungsvolle Zöglinge auswählt.
Das Haupthaus der Mephaliten steht bei Rommilys, nachdem das Puniner Kloster des Gründers vor neunzig Jahren durch einen Brand vernichtet wurde.


Bruder- und Schwesternschaft zur Förderung der Heilzauberei

Anconius von Baburin gründete im Jahre 625 BF in Aranien den Magierorden der Bruder- und Schwesternschaft zur Förderung der Heilzauberei. Sie Mitglieder werden kurz Anconiter genannt und haben sich ganz der Heilung - magisch oder mundän - verschrieben. Ordenshäuser gibt es in ganz Aventurien.