Heilkräuter

Das Leben als Held ist Aventurien ist gefährlich; ständig lauern Gefahren am Wegesrand. Und meist werden die Helden bei ihren Abenteuern verletzt - oder fangen sich gar schreckliche Krankheiten ein. Heilung ist also nicht nur für Peraine-Geweihte und Medici ein wichtiges Thema, sondern auch für Helden. Eine kleine Reise-Apotheke mit einigen Heilkräutern neben den beinahe obligatorischen Tränken ist also zu empfehlen.

Hier ist ein kleines Brevier der 20 bekanntesten Heilkräuter Aventuriens.

Name

Beschreibung

Wirkung

Vorkommen

Preis

Alganwurzel Der gedrungene Arganstrauch mit seinen kleinen, länglichen und auffällig blaustichigen Blättern wächst gern an schattigen und feuchten Standorten. Je frischer die Wurzel, desto stärker sind die lebensfördernden Wirkungen der Pflanze, die als Heilmittel gegen jedes Übel eingesetzt werden kann. Am besten wird die Wurzel roh verzehrt, jedoch ist es auch möglich, einen Absud zuzubereiten der sich etwa zwei Wochen hält, jedoch eine geringere Wirkung aufweist. Frische Alganwurzel gibt 1W20+10 LP zurück. Ein Absud der Pflanze gibt 2W6+3 LP. Die Pflanze kommt im Regengebirge, auf den Waldinseln und im Mysobgebiet vor. 20D pro Portion

Atanax Atanax nennt man das Gebräu, das aus der Rinde der Atan-Kiefer, einer Krüppelkiefer die nur im Ehernen Schwert in Höhen von mehr als 2000 Schritt vorkommt, gewonnen wird. Der Baum erreicht selten einmal eine Höhe von mehr als anderthalb Schritt, ist meist vom Wind gebeugt und schwer von anderen Krüppelkiefern zu unterscheiden. Die Rinde lässt sich zu jeder Jahreszeit gewinnen, jedoch sollte man drauf achten den Baum nicht seines ganzen Schutzes zu berauben, da er sonst eingeht. Die Rinde muss drei tage im Klaren Wasser eingekocht werden, wobei die Zugabe von ein wenig Salz den Lösungsprozess beschleunigt. Aus der Rinde einer Atan-Kiefer lassen sich so fünf Portionen Atanax, ein bräunlicher, sehr bitter schmeckender Sud, gewinnen. Das Gebräu hält sich in dunklen Gefäßen bis zu einem Jahr lang. Atanax ist fiebersenkend und fördert den Gesundungsprozess bei vielen Krankheiten. Der entsprechende Schadenswurf wird um 2 Punkte vermindert. Die Pflanze kommt im Ehernen Schwert vor. 12S pro Stein Rinde / 10D pro Portion

Belmart Belmart nennt man die vielfach gerippten, dunkelgrünen Blätter eines kugeligen Busches, der am häufigsten in den Schatten von Wälder zu finden ist. Das frische Blatt, das von Peraine bis Boron zu finden ist, bewirkt eine enorme Steigerung der Abwehrkräfte des Körpers. Leider wurde noch keine Methode gefunden, diese Wirkung über längere Zeit zu bewahren. Einzig das Trockenen der Blätter ermöglicht eine längere Lagerung von etwa vier Monden. Die Wirkung von Krankheiten wird für einen Tag neutralisiert. Es ist kein Schadenswurf nötig. Bei Giften wird eine Stufen-Probe für das Gift abgelegt, ob es seine Wirkung entfalten kann. Getrocknetes Belmart vermindert den täglichen Schadenswurf bei Krankheiten um 3 Punkte und stoppt die Wirkung von Giften bis zur fünften Stufe. Die Pflanze kommt in ganz Aventurien nördlich der Linie Grangor - Elburum vor. 12D pro Portion

Chonchinis Unter dem Namen Chonschinis kennen wir eine Pflanze mit ledrigen, fast auf dem Boden liegenden, dunkelgrünen Blättern in deren Mitte eine blassrosa Blütendolde entspringt. Die ledrigen Blätter werden leicht angeritzt und auf Brand- oder Ätzenden gelegt, wo sie deutliche Schmerzlinderung bringen. Will man Chonchinis weiterverarbeiten, empfiehlt es sich, die Blätter im Efferd zu ernten, weil sie dann die größte Menge der heilkräftigen Milch enthalten. Diese lässt man aus den angeritzten Blättern tropfen, mischt sie mit einer Salbengrundlage (und vielleicht etwas Wirselkraut) und erhält so eine Brandsalbe, die sich etwa zwei Jahre lang hält, wenn man sie in einem geschlossenen Tiegel aufbewahrt. Auf Brand- oder Ätzwunden gelegt, bringt Chonchinis 5 LP. Die Pflanze kommt in Mittlaventurien zwischen Gareth und Selem vor. 7D  pro Portion

Donf Diese Sumpfpflanze besteht fast nur aus einem ein Schritt langen, fingerdicken Stängel und einer einzigen, violetten Blüte. Der Stängel enthält viele heilkräftige Stoffe und sollte unverarbeitet gegessen werden. Da dies meist nicht möglich ist, findet man in Apotheken häufig Donfstängel, die in Alkohol eingelegt und in einem licht- und luftdichten Gefäß verpackt sind. Bei dieser Aufbewahrungsart hält sich Donf etwa ein Jahr lang. Donf hilft gegen verschiedene Krankheiten, besonders Paralyse und Sumpffieber Die Pflanze kommt in ganz Aventurien südlich von Garasim vor. 20D pro Portion

Egelschreck Der Egelschreck kann leicht mit dem Fetten Wegerich verwechselt werden. Man findet diese feuchtigkeitsliebende Pflanze fast in ganz Mittelaventurien. Die dunkelgrünen, aromatisch riechenden Blätter werden verrieben und zu einer Salbe verarbeitet. Eine Paste aus Kalk und zerstoßenen Egelschreckblättern stoppt Blutungen und vertreibt, wenn sie auf den Körper aufgetragen wird, verschiedene Parasiten. Die Paste ist gut 8 Monde haltbar. Egelschreck wird am besten im Spätsommer geerntet. Der Egelschreck stoppt Blutungen, vertreibt einen Tag Lang Wanzen und andere Parasiten Die Pflanze kommt in ganz Aventurien zwischen Selem und Lowangen vor. 2D pro Portion

Gulmond Das Blatt des Gulmondstrauchs ist für seine Kraft und Ausdauer steigernde Wirkung bekannt. Aus den etwa handtellergroßen, fleischigen Blättern wird meistens ein Tee bereitet, jedoch kommt es auch vor, dass die frischen Blätter mit ein wenig Kreide zusammen gekaut werden. Dies ist vor allem bei den Hirten im Svelltal und bei den Orks beliebt. Die Blätter bleiben bis zu zwei Tagen frisch und können getrocknet bis zu 18 Monde lang aufbewahrt werden. 3 frische Gulmond-Blätter bringen zerkaut für 12 Stunden KK+1, AU+5 und 1 LP; Tee aus 3 frischen Blättern bringt für 8 Stunden KK+2, AU+10 und 2 LP; Tee aus 5 getrockneten Blättern bringt für 8 Stunden  KK+1, AU+5 und 1 LP; Doppelter Gulmond (Tee aus 6 frischen Blätter, der auch Minze enthält) schließlich bringt für 4 Stunden KK+3, AU+15, 2 LP. Allerdings muss man am nächsten Tag mit schwerem Kater (KK und GE für einen Tag je -1) rechen. Die Pflanze kommt in ganz Nordaventurien, vor allem aber im Svellttal vor. 6D  pro Portion / 8D für guten Doppelter Gulmond

Hiradwurz Der oberirdische Teil von Hiradwurz ist ein unscheinbares, hellgrünes Kraut. Die etwa 1/2 Spann lange, möhrenähnliche, weiße Wurzel ist jedoch als Gegenmittel gegen Schlangengifte bekannt. Sie kann entweder roh verzehrt werden oder als alkoholischer Auszug, der sich etwa ein Jahr lang hält. Hiradwurz hebt die Giftwirkung aller Schlangengifte auf und bringt bis zu 15 LP, die durch Schlangengift verloren gingen, zurück. Die Pflanze kommt am Nordrand der Khom, in Aranien und Mhadanistan vor. 12D pro Portion

Joruga Joruga ist eine fingerlange, fahlgelbe Wurzel, deren überirdische Teil stark an Selleriekraut erinnert. Die Pflanze liebt schattige Plätze. Aus der Wurzel kann durch einfaches Kochen, ein Sud gewonnen werden, der etwa 1 Monat genießbar bleibt. Die Wurzel selbst beginnt ca. 3 Tage nach dem Ernten zu verfaulen. Jorugasud verhindert etwa 1 Woche lang die Ansteckung von Tollwut. Die Pflanze kommt in Nostria, Andergast, Albernia und Nordmarken vor. 18D pro Portion

Lulanie Die Lulanie ist eine Blume die der Mohnblume ähnelt, jedoch mit Vorliebe in Wäldern wächst und einen feinen Blütenstaub besitzt, der bei bestimmten Krankheiten eingenommen werden muss. Der Staub ist mehrere Monde ohne Wirkungsverlust haltbar. Der Blütenstaub der Lulanie wirkt förderlich auf die Heilung der Krankheiten Lutanas und Rascher Wahn. Die Pflanze kommt in ganz Mittelaventurien zwischen Trallop und Punin vor. 13D pro Portion

Menchal Sowohl am Rande als auch im Herzen der Khomwüste findet sich der Menchalkaktus, eine etwa zwei Spann durchmessende graue Kugel, deren Haut so zäh ist wie eine gute Lederrüstung. Das Fruchtfleisch des Kaktus speichert nicht nur Wasser, nein, sondern es kann auch ausgepresst werden und liefert so einen drei Monde haltbaren Saft, der gegen vielerlei Gifte wirkt. Der Kaktus kann auch als ganzes transportiert werden. In diesem Fall beginnt er allerdings nach zwei Monden zu verfaulen. Menchalsaft halbiert die Wirkung von Giften aller Art. Die Pflanze kommt in der Khomwüste und der Gorische Wüste vor. 20D pro Portion

Olginwurz Olginwurz gehört zu den seltensten Pflanze Aventuriens. Der oberirdische Teil besteht aus einem kleinen, dunkelgrünen Moosballen, der sich unterirdisch zu einem weiten Wurzelgeflecht verzweigt. Diese Wurzeln sind es auch die mehrere Stunden lang gekocht werden und deren Absud schließlich eines der kräftigsten bekannten Heilmittel ergibt. Olginwurz-Absud ist in dunklen Flaschen etwa ein Jahr lang haltbar und in Apotheken ausgesprochen teuer. Olginwurz bildet Abwehrkräfte. Gifte und Krankheiten können der Person, die Olginwurz eingenommen hat, eine Woche lang nichts anhaben. Die Pflanze kommt im Raschtullswall vor. 50D  pro Portion

Orazal Dieses Schlingkraut welches sich häufig an tropischen Bäumen befindet, wird wegen seiner starken, heilkräftigen Wirkung geschätzt. Die roten, lanzettförmigen Blüten sind der einzige Teil der Pflanze, der zu Heilzwecken verwendet wird. Die Blüten können sowohl frisch als auch getrocknet zu einem Aufguss verarbeitet werden. Getrocknete Blüten halten sich etwa sechs Monde lang. Wird der Aufguss mit Orazal und Alkohol versetzt, so kann er zwei Jahre lang aufbewahrt werden. Ein Tee aus 3 Orazalblüten bringt 3W+2 LP. Die Pflanze kommt in ganz Südaventurien südlich einer Linie Neetha - Thalusa vor. 20D pro Portion

Tarnele Die Tarnele ähnelt dem Löwenzahn, blüht aber während der Monde Ingerimm bis Travia leuchtend rot. Sie gedeiht fast überall, im Schatten jedoch besser als in der Vollen Sonne. Aus den Zerriebenen Blättern und Stängeln von einer frisch geernteten blühenden Pflanze kann eine heilkräftige Salbe bereitet werden, die je nach Können des Herstellers bis zu 18 Monde haltbar ist. Auf Wunden aufgetragen wirkt Salbe aus Tarnele schmerzlindernd und heilkräftig, zur nächtlichen Regeneration oder zum Ergebnis einer Heilkunde-Probe kann ein zusätzlicher LP addiert werden. Die Pflanze kommt in ganz Aventurien zwischen Gerasim und Mengbilla vor. 5S pro Portion

Traschbart Diese Flechte hängt in langen verfilzten "Bärten" von den Bäumen, was ihr auch ihren Namen eingetragen hat. Wälder, in denen der graugrüne Traschbart häufig ist, gelten oft als verzaubert und unheimlich. Die Pflanze wird getrocknet und zu einem Pulver verrieben, das bei trockener Lagerung praktisch ewig hält. Da es auch keine bestimmte Erntezeit für das Gewächs gibt, ist Traschbartpulver das bekannteste Mittel gegen Fieberkrankheiten. In Wasser aufgelöstes Traschbartpulver gibt bei Tiefnase, Dumpfschädel, Wundfieber, Brabaker Schweiß und Schlachtfeldfieber 2W6 LP zurück und stoppt den Verlauf der Krankheit. Die Pflanze kommt im Steineichenwald, Finsterkamm, den Koschbergen und im Eisenwald vor. 4S pro Portion

Ulmenwürger Diese efeuähnliche Pflanze hat ihren Namen von ihrer Vorliebe, in großen Mengen an alten Ulmen zu schmarotzen. Die blassblauen Blüten im Efferd und Travia können zu einem Aufguss verarbeitet werden, der das nächtliche Wohlbefinden stärkt und ansteckungshemmend wirkt. Die getrockneten Blüten, die einen leicht süßlichen Geruch verströmen, können nahezu unbegrenzt aufbewahrt werden. Ulmenwürger verbessert die nächtliche Regeneration um 2 LP und senkt außerdem 1 Tag lang die Ansteckungsgefahr für Wundfieber. Die Pflanze kommt in ganz Aventurien nördlich einer Linie Havena - Pericum vor. 9D pro Portion

Vierblatt, vierblättrige Einbeere Das Vierblatt - oder auch vierblättrige Einbeere genannt - ist eine Strauchpflanze, die man bisweilen an Waldrändern finden kann. Im Gegensatz zur giftigen und sehr ähnlichen Glanzbeere bringt der Saft dieser blauen, etwa haselnussgroßen Beere Lebenskräfte zurück, anstatt sie zu rauben. Der eingekochte Saft aus etwa 20 Beeren lässt sich bis zu einem Jahr lang lagern. Sowohl eine äußerliche wie auch eine innerliche Anwendung des Saftes sind möglich Vierblatt stoppt Blutungen. Die frische Beere bringt 1W6 LP, Saft aus 20 Beeren regeneriert 50 LP. Die Pflanze kommt in ganz Aventurien nördlich des Yaquir vor. 7S pro Beere

Wirselkraut Dies ausgesprochen unscheinbare Graspflanze mit ihren fingerbreiten, grünweißen Blättern ist in ganz Aventurien der Begriff für Heilpflanzen geworden. Die Pflanze findet sich in fast allen Grasländern, am häufigsten jedoch auf trockenen, etwas sandigen Böden. Das Gras muss unbehandelt auf eine offene Wunde gelegt werden, um seine volle Wirkung zu entfalten. Wirselkraut ist auch häufig Grundlage vieler käuflicher Heilsalben und Tränke. Wirselkraut stoppt Blutungen und gibt 10 LP zurück. Die Pflanze kommt in ganz Aventurien vor. 7D pro Halm

Xordai Dies ist der Name für die Rinde des mächtigen Axorda-Baumes, der ca.40 Schritt hoch wird und nur auf Maraskan wächst. Von seiner borkigen Rinde kann die innerste Schicht abgekratzt und zusammen mit Tarnele zu einem Sud verarbeitet werden, der als einziges Mittel gegen Zorganpocken wirkt. Aus der Rinde (200 Stein Gewicht) eines Baumes lassen sich etwa 50 Aufgüsse gewinnen, die in dunklen Kellern etwa ein halbes Jahr haltbar sind. Xordai verkürzt die Dauer von Zorgan-Pocken auf 1W+5 Tage und der Erkrankte erleidet täglich nur noch 1W+4 SP. Die Pflanze kommt auf Maraskan vor. 100D  pro Portion

Zwölfblatt Zwölfblatt ist ein farnähnliches, dunkelgrünes, buschiges Kraut, dessen Name daher rührt, dass sich stets zwölf einzelne Stängel von der Hauptwurzel aus erheben. Die Pflanze liebt schattige und feuchte Orte, kann aber auch unter widrigen Bedingungen existieren. Wenn das Kraut frisch gegessen wird, verhindert es vier Tage lang Ansteckungen aller Art. Es kann jedoch auch getrocknet und als Tee aufgebrüht werden und gewährt dann 2 Tage Schutz vor Infektionen. Der Tee ist neun Monde lang genießbar. Zwölfblatt verhindert 4 Tage lang Infektionen, als Tee 2 Tage lang. Die Pflanze kommt in ganz Aventurien südlich von Riva vor. 5D pro Portion