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Die Abenteuer

 

Vorspiel
Alptraum ohne Ende
Intermezzo 1: Musgraven
Unsterbliche Gier
Intermezzo 2: Ein neues Schwert der Schwerter
Intermezzo 3: Die Namenlosen Tage und der Schwarzmagier
Grenzenlose Macht
Intermezzo 4: Durch Aventurien - Gareth, Havena, Thorwal, Liebliches Feld, Kuslik, Grangor, Arivor, Salamandersteine
Pforte des Grauens
Bastrabuns Bann
Intermezzo 5: Auf in die Schlacht
Intermezzo 6: Prophezeiungen erfüllen sich
Rohals Versprechen
Siebenstreich
Intermezzo 7: Ruhe vor dem Sturm
Rausch der Ewigkeit


Rohals Bannspruch

Bei der Ewiglichkeit der sieben Sphären, der sechs Elemente und der einen Kraft, beim Mysterium von Kha und dem Losstern, bei der Macht der zwölf Götter, der sechs Giganten und der sechs Urdrachen, bei den Sünden von Mada und Satinav, beim Willen unseres Vaters und bei der endlosen Verdammnis des Namenlosen spreche ich diese Worte:

Ewiger Los, Herr der Welten und Schöpfer des Alles, umfange diesen Geist und diese Seele, und Du, Menacor, sechsflügeliger Wächter des Limbus, halte Wacht über ein Äon Äonen, auf dass kein lebendes und kein noch zu zeugender Mensch, Elf, Zwerg, Echs, Ork, Drach, Fee, und auch keiner von gemischter oder anderer Gattung in der Lage sei, selbigen zurückzurufen in die Dritte der Sphären, es sei denn, dies ist der Wille der Angerufenen oder mein Wille.

Also spricht Rohal, Sohn des Nandus: FAHR ZUM LIMBUS, BORBARAD!

Vorspiel

Zweimal, nicht einmal werden die Legionen des Roten Mondes vor das Haus der gelben Sonne treten.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Weiden ist immer noch durch den Orkkrieg erschüttert und geschwächt, auch wenn die große Armee des Brazoragh geschlagen ist. Immer noch streifen kleinere Orkhorden durch das Herzogtum und plündern, rauben und brandschatzen.

In einer kleinen Scheune nicht sehr weit vor den Toren Balihos, das zur großen Messe bittet, suchen einige Gestalten vor einem Sommergewitter Unterschlupf: der Druide Morgen mit seinem kleinen Fuchs "Fuchs", die Hesindegeweihte Thenna Bringir mit ihrem Maultier "Langohr", beschützt von dem Söldner und Ex-Gladiator Bronzehund, der Gaukler Maelcan mit seinem zählenden Pferd "Argento" und die Sharisad Aaminah. Als auch noch einige Orks in der Scheue Zuflucht suchen wollen, kommt es zu einem Kampf, und die Reisenden beschließen, da sie denselben Weg haben, erst einmal gemeinsam weiter nach Baliho zu ziehen.

Alptraum ohne Ende

Wenn der Diener jenseits des Todes den Meister außerhalb des Todes ruft.
Wenn der allein Ahnende mit dem almadinen Auge angekommen.

- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Auszüge aus dem Bericht der Mutter Linai Perainiane Arvenspfordt, die Ereignisse um die Dragenfelder Wüstenei betreffend, mit Kommentaren der KGIA-Sekretärin Gunella Waldsdotter aus dem Jahre 26:

Am 22. Ingerimm 22 lernte ich im Kasino Nordstern einige abenteuerlustige Personen kennen: den Zauberkundigen Morgen mit seinem kleinen Fuchswelpen, die Hesindegeweihte Thenna Bringir, den Söldner und Ex-Gladiator Bronzehund, den Spieler Maelcan und die im Nordstern auftretende Sharisad Aaminah. Sie hatten sich wohl auf dem Weg zur Warenschau in Baliho kennengelernt. Da meine Freundin, die Hüterin der Rahja an jenem Abend nicht im Nordstern war, freute ich mich, neue und gebildete Gesichter, die auch einem kleinen Schluck nicht abgeneigt waren, kennenzulernen. Es war angenehm mit ihnen über den wunderschönen Sommer oder die erstaunlich dicken Kartoffeln aus dem Norden zu plaudern, die sowieso Stadtgespräch waren. Wir hatten uns in meine übliche Ecke des Etablissement zurückgezogen, damit ich ihren Berichten aus der weiten Welt in Ruhe lauschen könnte, als mich die Vision überkam.

[Im Originaldokument folgt hier eine drei Seiten lange Schilderung der Vision. Um es kurz zu fassen: Die gute Mutter Linai sah den Tod der Dragenfelder Tsageweihten Schwester Laniare durch die Flammen.]

Ich war tief erschüttert. Und dass diese abenteuerlustige Bande Zeugen der Vision geworden waren, schien mir wie ein Wink der guten Götter. Ich bestellte sie für den nächsten Morgen in den Tempel.

[Hier folgt die Beschreibung einer nächtlichen Besprechung der Lage mit ihrem Gemahl, dem Vater des Tempels. Und eine genaue Abrechnung, wohl von ihm, über die Ausrüstung, die den Recken mitgegeben wurde.]

Ich schickte sie also ausgerüstet auf den Weg, um in Dragenfeld nach dem Rechten zu sehen und die Umstände aufzuklären. Ihr Weg führte über Anderath, Braunsfurt, die Straße nach Sathel entlang und dann weiter nach Nordosten über Sichelweg, Runhag und die gerade im Bau stehende Herzogstraße nach Dragenfeld.

[Hier folgt eine längere Schilderung über die Reiseroute und ihre allgemeinen Gefahren. Und ein kurzes Gebet für die, die jenen Gefahren erlegen sind.]

In Aelderwald ereilte den Ersten der Helden ein furchtbarer Traum. Der Alp war laut Schilderung so schrecklich und real, das er auch Auswirkungen auf die wirkliche Welt hatte.

[Um genaueres über diese Träume zu erfahren, mag der geneigte Leser doch in den einschlägigen Berichten der Inquisition nachlesen.]

Jede Nacht lauerte von nun an ein Alptraum auf einen der Recken; und Schlaf war nicht länger Erholung, sondern Qual... Der Segen Borons war von ihnen genommen...

[Im Originaldokument folgt hier eine ausführlichste Belehrung über die Segen der Götter und was wir Menschen ohne sie tun würden, wie schlecht es uns gehen würde, etc., etc..]

Weiter auf ihrem Weg gerieten die Helden hinter Runhag in eine Hinterhalt. Im Kampf konnten sie dann jedoch den später tatsächlich als Kordobar identifizierten Schwarzmagier und seine Untoten überwinden. Kurze Zeit später stellte Morgen, der wohl ein Druide ist, fest, dass hier Sumus Körper selbst, wie er es ausdrückte, eine schreckliche Wunde geschlagen sei, die nicht heilen könne. Die gesamte Welt schien davon betroffen. Die gestallte Ordnung der Götter war zerstört. Die Zeit wurde der Gegend entzogen. Die Farben. Das Leben. Schreckliche Mutationen, Ausgeburten der Niederhöllen waren entstanden. Hier schickten die Helden ihre Tiere zurück.
In dieser Situation trafen die Recken wohl auf die übrig gebliebenen Dragenfelder, die ihnen berichteten, dass Schwester Laniare seit einiger Zeit seltsame Gebete an Tsa richtete (nicht in Bosparano) und wohl auch damit Erfolg hatte... Die Früchte waren früher reif und größer. Jedoch zeigte sich ebenso schnell, dass dies bei Mensch und Tier zu schrecklichen Deformationen führte. Ein Fluch lag über dem Dorf. So verbrannten sie die böse Hexe, doch der Fluch war nicht aufgehoben, sondern er verstärkte sich noch. Schuld an all dem könne dann nur noch Hamid ben Seyshaban sein.
Kurze Zeit später trafen die Recken dann noch auf eine örtliche Gruppe Goblins, die ebenso verzweifelt und geängstigt waren, wie die Menschen.
Und dann erreichte die inzwischen ebenfalls sehr gealterte Gruppe die Graue Wüste von Dragenfeld, nun auch die Dragenfelder Wüstenei genannt. Das Dorf war zerfallen und von der Zeit zernagt; die Schrecken des Geschehenen jedoch waren als Spuk weiterhin präsent. Nur der Tempel der Ewig Jungen Göttin bot Schutz. Hier war der Fluch gebannt. Die Macht der Göttin selbst schützte diesen Ort.

[Hier folgt im Originaldokument wiederum eine ausführliche und faszinierend wissenschaftliche Abhandlung über die Rolle der Götter in dem Kampf, in dem wir uns momentan befinden, ohne dass Mutter Linai zu jener Zeit davon gewusst haben mag.]

Im Tempel der Tsa fanden die Recken Ruhe, Schutz und die Antwort auf einige Fragen. Sowohl das Dragenfelder Register, das Tagebuch Schwester Linares, als auch die echsischen Bücher (?) klärten, was geschehen war:

Ein Magier war im Jahre 19 unter dem Namen Hamid ben Seyshaban aus Khunchom in die Feste Drachentodt gezogen. Dort hatte er langsam die Schwester Laniare zu den heidnischen Segnungen überredet. Zuerst war sie begeistert von dem Erfolg, doch dann spürte auch sie die Auswirkungen ihres Frevel. Das nicht mehr von den Göttern geschützten Land fiel dem Fluch der echsischen Götzen anheim. Für eine Einsicht in die Originalschriften möge sich der geneigte Leser an die Inquisition wenden, die jene nun verwahrt.
Nachdem jetzt klar war, was hier Schreckliches geschehen war, entschlossen sich die tapferen Helden trotz der schrecklichen Gefahr des Fluches, die Feste Drachentodt zu stürmen. Furchtbares Unrecht war hier an dem Herrn Boron verübt worden: viele Tote wandelten und versuchten mit ihrem unheiligem Leben die Recken aufzuhalten! Doch Ihro Gnaden Thenna bat den Stillen Herrn um seine Hilfe und bekam sie. Hier hatten sie es, um das Maß der Lästerlichkeiten vollzumachen, mit einem Dämon, den Morgen als Shruuf identifizierte, zu tun. Aber auch diesen konnten sie überwinden, um im Keller dann auf das grauenvolle Ritual des Hamid ben Seyshaban zu stoßen.
Den Göttern sei gedankt, dass die mutigen Recken auch dies stören und verhindern konnten! Auch wenn der Preis der dreizehn toten Opfer hoch war. Auch wenn die Helden mit Jahren ihres Leben bezahlten. Auch wenn der Goblinpfad eine Wüstenei ist. Die Götter mögen wissen - und uns davor bewahren - was sonst passiert wäre. Ich bete, dass wir das nie erfahren.

[Hier täuscht sich die gute Mutter.. Zwar konnte sie es nicht wissen, aber jetzt... Jetzt wissen wir es alle!]

Die tapfere Schar machte sich dann auf den Weg zurück. Bei Anderath trafen sie auf das große Treffen der Inquisitori und berichteten dort, was geschehen war. Dann kamen sie zurück nach Baliho und berichteten mir.

 

Intermezzo 1: Musgraven

Die Inquisition stellt unsere Helden auf dem Gut Musgraven unter Hausarrest bis alle weiteren Fragen geklärt sind. Morgen berichtet nach langen Zögern seinen Gefährten, was er in den letzten Minuten des Rituals gespürt hat: Er ist durch in hindurch aus dem Limbus zurück in die dritte Sphäre, also unsere Welt gekommen. Mit Entsetzen beginnen die Helden zu begreifen, was eigentlich geschehen ist und was es bedeutet, und berichten es der Inquisition, der Garether Akademie und schließlich auch Herzog Waldemar von Weiden. Sie stoßen jedoch nur auf Unglaube, dass ER zurückgekehrt sein soll. Inzwischen hat sich auch das Auge von Morgen vollständig in einen augapfelgroßen, vielfacettierten, wunderschönen Rubin verwandelt. Gezwungenermaßen lernt er damit zu leben (und Augenklappe zu tragen) und erkennt die Macht des Ersten Zeichens.
Die Helden klären während ihres Hausarrests auf dem Weidener Gut Musgraven das alte Rätsel der Freiherren von Musgraven. Vor langer Zeit wurde für die Herzöge von Weiden ein Schatz versteckt, dessen Verbleib verschlüsselt weitergegeben wurde. Nach und nach kam der Sinn des Rituals in Vergessenheit oder er starb zusammen mit dem letzten Freiherren von Musgraven an der Blauen Keuche. Ein gerissener Diener jedoch spürte das Versteck auf und wollte den Schatz zusammen mit seiner (betrogenen) Geliebten, einer der Zofen des Hauses, bergen. Sie stieß ihn jedoch in das Kellerverlies, wo er mit seinem Schatz verhungerte und durch seine Gier zu einem Untoten wurde. Entsetzt über ihre eigene Tat ertränkte sie sich dann in dem Fischteich. Morgen, Thenna, Bronzehund, Maelcan und Aaminah konnten sowohl beide Leichen bergen und ihnen Borons Ruhe schenken als auch den Schatz bergen und an den Herzog senden.

 

Unsterbliche Gier

Wenn die Verderberin der Leiber einen Leib dem Verderber der Welten verschafft.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos
Wenn die Ketzerin den Ketzer knechtet, wird der weiße Pelz des Bären rot sein von Blut, und es wird ihr Blut sein und doch nicht ihres, und das formlose Grauen wird annehmen grausame Form.
Dann wird erscheinen der Zweite der Sieben Gezeichneten, und sein Zeichen wird sein die Kreatur und das Wissen um SEINE Gestalt.
- Orakelsprüche von Fasar

Auszüge aus dem Tagebuch ihrer herzoglichen Hoheit der Herzogin von Weiden, die Ereignisse um den Nachtschattenturm im Boron 23 betreffend:
Wieder sind Berichte zu uns gedrungen, dass einige unserer Untertanen verschwunden sind. Zusammen mit der Prophezeiung von Gwynna der Hex besorgt uns das Ganze so, dass wir unseren Gemahl gebeten haben, nach einigen Recken schicken zu lassen. Jenen, die bereits in die Tragödie von Dragenfeld verwickelt waren und die das Rätsel von Musgraven lösen konnten. Wir haben die Briefe am heutigen Tage losgeschickt.
...
Wahrlich die fünf Gefährten sind heute angekommen. Die Schrecken, die sie in Dragenfeld gesehen haben, kann man noch immer in ihren Augen entdecken. Und nicht nur dort: Tatsächlich sollen sie noch jünger sein als sie erscheinen. Es scheint als hätte Boron ihnen kein Vergessen geschenkt und Tsa keine Regeneration.
Dennoch oder vielmehr deshalb sind wir froh, dass sie eingetroffen sind. Seine Hoheit erklärte ihnen heute, dass es um die Verschwundenen ginge, und dass vor allem im Süden des Herzogtums Leute verschwinden würden. Morgen werden sie so gut wie möglich ausgerüstet und brechen auf.
...
Glück und Schrecken auf uns! doch mehr Schrecknis! Die Recken sind soeben zurückgekommen und berichten uns Schrecklichstes. Unser guter Gemahl ist immer noch ganz gelähmt von diesem Schlage. Mögen die Götter uns beistehen! Aber dennoch Glück! ohne sie würden wir nichts erfahren haben!
Das Schlimmste ist geschehen! Nicht auszudenken, was uns die Zukunft nun bringen mag. Dachten wir doch mit den Orks geprüft worden zu sein, so scheint es uns nun ein Kampf, den wir gerne wieder aufnehmen mögen, - wenn wir dafür dem Kommenden entgehen könnten. Wir beten um Kraft, um unser Volk tapfer und mutig in die kommende Dunkelheit führen zu können. Herrin Hesinde und ihre elf Geschwister steht uns bei!
Der Dämonenmeister ist zurück in der dritten Sphäre. Wahrlich all das Wissen, dass wir in unserer Jugend in Kuslik erworben haben, scheint mit einem Male doch von Nutzen, selbst in Weiden. Die Geschichten, die uns damals erzählt wurden, waren nicht mehr als Märchen, nun sind sie Wahrheit...
Wohl muss der große Plan gewesen sein, dass Pardonna, eben jene aus den elfischen Mythen, sich einen Erzvampir untertan gemacht hat und mit seiner Hilfe weitere jener schrecklichen, bedauernswerten Kreaturen erschaffen hat und ihre Lebenskraft und jene, die sie stahlen, dafür verwendete, dem Dämonenmeister einen Körper zu schaffen.
Sein Geist, so erzählten die tapferen Recken, war schon bei jenen grausigen Ereignissen in Dragenfeld zurückgekehrt. Doch nun hat er auch einen Körper! Und Er wandelt wieder auf Deres Angesicht.
Auch in Dragenfeld waren schon die Recken, die wir nun wiederum um Hilfe baten. Vielleicht ist dies kein Zufall! Es kann keiner sein. Wir beten zu den Göttern, dass dem so ist und jene wirklich berufen sind, uns in der kommenden Dunkelheit beizustehen!
...
Vielen von diesen schrecklichen Unholden, Vampiren um sie beim Namen zu nennen, sind die Tapferen begegnet. Und alle haben sie in den Tod, in die Hallen Borons geschickt. Mögen sie dort ihren Frieden finden!
Der erste Vampir war ein komisches, haariges Ding; nicht das, was in den Geschichten von einem Vampir berichtet wird. Im Kampf, so berichteten sie, biss es Morgen und Bronzehund, die in der Tat immer noch kränklich oder vielmehr schwächer wirken.
Auf ihrer Suche bekamen sie viele Gerüchte zu hören: über Harpyien, von Vampire, gar über einen Gletscherwurm, ... Unglücklicherweise bewahrheiteten sie sich alle.
Zu den von den Göttern Verfluchten gehörten auch - Möge Boron nun über sie wachen! - Baron Mersingen-Eberstamm und seine Tochter Ullgrein! (Die Baronie muss umgehend neu belehnt werden; in der momentanen Situation können wir unmöglich zu lassen, dass Menzheim lange ohne Führung bleibt.) Und auch die Hexe Luzelin aus dem Blautann... Sie war die mächtigste Zauberkundige in unserer Gegend. Möge Praios IHN zerschmettern, dass ER uns bereits vor dem Kampf unsere Verbündeten nimmt.
...
Auch ist ihnen ein Magus aus dem tiefen Süden, Deschelef ibn Jassafer, ehemals Spektabilität der Pentagramm-Akadie von Rashdul, begegnet. Sie retteten ihn wohl vor dem Erfrieren... Dieser Tulamide soll ein gar seltsamer Kauz sein. Ich meine mich zu erinnern, dass ich vor gar nicht so langer Zeit gehört habe, dass seine eigene Tochter, Belizeth Dschelef sunni, ihn im Kampf besiegt und somit die Spektabilitätswürde für sich gewonnen hat. Er soll sogar einen der sagenumwobenen fliegenden Teppiche besitzen! Er erzählte ihnen etwas über die Prophezeiungen des Nostria Thamos und den Orakelsprüchen von Fasar, seiner Karte der magischen Linien Aventuriens und seinen Theorien über die Heldenzeitalter, die alle 1000 Jahre neu beginnen. Seinen Berechnungen nach vollenden sich die 1000 Jahre jetzt!
...
Auf dem Rhodenstein berichteten sie von ihren Schlussfolgerungen und Funden und baten um Hilfe. Wohl wurde ihnen Ausrüstung gewährt, aber Mannen und Frauen konnte der Kommandant nicht entbehren. Nicht aufgrund dieser so wunderlichen und sagenhaften Mär. Und wer kann es ihm verdenken? Auch ich brauchte mehrere Erzählungen und die Versicherungen der Rondrianer, dass alles wahr sei, um es zu glauben!
Doch Hesinde sei gedankt, er schickte eine Einheit Knappen und zwei Ritter der Göttlichen Leuin dann doch zum Neumond zu Nachtschattens Turm, wo die Recken auf sie trafen.
...
Die edlen Recken berichteten sehr verschwommen davon, fast als würden sie von einem Traum erzählen und beim Erzählen wieder anfangen zu träumen: Im Schnee fast verloren flog eine riesige Eule zu ihnen und sprach mit ihnen. Sie nannten den Namen Oropheîa; sollte dies eine der sagenhaften Tierköniginnen sein? Glauben wir dies, denn der Glaube schenkt uns großen Trost. Die Eulenkönigin brachte sie zu Luzelin, der Hexe.
Es scheint, die junge Sharisad Aaminah ist mit einem besonderen Geschenk, einer Tätowierung nämlich, von Luzelin bedacht worden. Was es damit auf sich hat, konnte uns niemand sagen. Es hat wohl etwas mit den Kreaturen, die in uns allen sind, zu tun. Was das heißen mag, wird uns die Zukunft bringen. Denn Luzelin befragen, das können wir nicht mehr. Die heldenhaften Recken mussten sie töten, denn auch sie war dem Fluch der unsterblicher Gier anheimgefallen. Sie haben sie zusammen mit Pallikratz, ihrem Kater, gemäß ihres Testaments verbrannt.
...
Von dem Ritual im Nachtschattenturm berichteten sie uns wenig, da unser lieber Gemahl blass wurde und sie bat, sich doch kurz zu fassen. Wir hakten auch später nicht nach, da ihnen der Schrecken über diese Dinge zu berichten immer noch deutlich ins Gesicht geschrieben stand.
Wohl ist viel Schreckliches geschehen... Nachtschattens Turm wurde von Vampiren und Harpyien bewacht. Und zehn der tapferen Rondrianer ließen in diesem Kampf ihr Leben. Ein hoher Preis! Aber wie viel werden wir erst in der Zukunft zu zahlen haben?
Wohl kämpften sie aber gegen den Erzvampir und konnten ihn schließlich nach hartem Kampf besiegen. Dies jedoch war nicht das Schlimmste. Das Ritual konnten sie nicht stören und aus der ganzen gestohlenen Lebenskraft unserer Untertanen schuf die Dunkelelfe dem Dämonenmeister einen Körper - wunderschön und makellos. Doch! das Böse kann nichts ohne Makel schaffen! Einen Makel wird dieser Körper haben! So lehren uns die Schriften Hesindes.
Doch, den Göttern sei Dank, hörten sie, dass ER Pardonnas Angebot der Zusammenarbeit ablehnte. ER verwandelte die eine Turmseite in einer Kaskade gleißenden Lichts und flog von dannen. Pardonna tobte einen winzigen Moment, warf einen Ring, der ein Zugang zu den Niederhöllen öffnete, verwandelte sich dann jedoch in einen Gletscherwurm und entkam. Auch warf sich ein Dämon, den der Zauberkundige Morgen einen als Grakvaloth identifiziert hat, auf sie und konnte erst nach furchtbaren Kampf schließlich von Bronzehund, Morgen und Rondra-Ritter Löwenbrand niedergeworfen werden. Maelcon, Aaminah und Thenna bargen unterdessen den Ring und schlossen das Tor.
...
Unser Gemahl fragte uns heute morgen, was für eine Belohnung angemessen sei. Wir konnten ihm nur antworten, dass wir es auch nicht wissen, denn diese Schrecken seien ja wohl kaum mit Gold, guten Waffen oder Ehre aufzuwiegen. - Vielleicht alles zusammen oder zumindest doch von allem etwas...

 

Intermezzo 2: Ein neues Schwert der Schwerter

Auf dem Rhodenstein können unsere Helden erst einmal ihre Wunden lecken und sich von ihren Erkältungen und Erfrierungen kurieren. Besonders Thenna braucht lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Bronzehund besucht täglich den Göttinnendienst und fühlt sich offensichtlich wohl in der militärisch organisierten Anlage. Morgen und Aaminah suchen in der großen Bibliothek nach neuen Hinweisen und Spuren. Lediglich Maelcon weiß nicht so richtig etwas mit sich anzufangen.
Immer noch auf dem eingeschneiten Rhodenstein weilend, werden die Recken Zeuge, wie Ayla von Schattengrund das Schwert der Schwerter der Lüge bezichtigt. Im folgenden Kampf schafft sie es, mit dem Segen der Göttin Dragosch von Sichelhofen tödlich zu verwunden, und wird so das neue Schwert der Schwerter. Sie gewährt den Helden eine Audienz und hört sich ihre Geschichte an. Weder tut sie den Bericht als Schauergeschichte ab, noch schenkt sie den Helden vollständig Glauben. Sie verspricht lediglich die Sache zu prüfen und befiehlt, ihr neue Entwicklungen sofort melden zu lassen.
Außerdem wird das Knistern zwischen Aaminah und Rondrasil Löwnbrand immer stärker. Und als Aaminah klar wird, dass sie bald abreisen werden und sie Löwenbrand dann nie wieder sehen wird, fasst sie den Beschluss etwas zu tun: Sie verführt den Rondra-Ritter und ist heillos verliebt.

Die Vorgeschichte Aaminah und Löwenbrand in Nachtschattensturm

und die eigentliche Geschichte Aaminah und Löwenbrand auf dem Rhodenstein.

Nachdem in einer festlichen Zeremonie (viel Fest und recht wenig Zeremonie) Bronzehund zum Edlen von Musgraven gemacht und mit dem dazugehörigen Gut belehnt, Thenna den Ehrentitel Lehrmeisterin von Weiden und die Erlaubnis eine Schule zu bauen und zu führen, Maelcon den Ehrentitel Herzöglich-Weidener Hofartist, Aaminah den Ehrentitel Herzöglich-Weidener Hoftänzerin, Morgen eine Zaubererlaubnis für Weiden und alle vier ein lebenslanges Wohnrecht auf Musgraven bekommen haben, richten sich unsere Helden auf Musgraven häuslich ein. Einen Großeinkauf, einen von Bronzehund bearbeiteten großen Tisch, einen vergrößerten Fischteich, eine Schulzimmereinrichtung und eine neueingestellte Verwalterin später ist das Gut Musgraven bereit sich den neuen Herausforderungen des kommenden Heldenzeitalters zu stellen.
Aaminah stellt fast, das sie über den Gesichtern von Menschen geisterhafte Tiere sehen kann, die die Persönlichkeiten dieser Menschen wiederspiegeln und sie diese daher besser einschätzen kann.
Im tiefen Winter wird das Dorf Stein von einem Bären heimgesucht. Um ihre Leute zu beschützen machen sich unsere Helden auf die Bärenhatz. Sie können den Bären, ein wahrhaft großes und beeindruckendes Exemplar seiner Gattung, stellen und nach hartem Kampf töten.
Am nächsten Tag untersuchen sie die Bärenhöhle, um herauszufinden, was Meister Petz mitten im Winter aus seiner Höhle getrieben hat. Und so geraten sie mitten in eine Drachenjagd. Denn in der Tat hat sich ein sehr junger Höhlendrachen diese Höhle als zukünftiges Zuhause ausgesucht. Der Kampf ist hart, aber unsere Helden bleiben auch hier trotz vieler Verwundungen siegreich. Und so können sie mit einem kleinen Schatz und einem völlig weggetretenen, wirr von Erkenntnis faselnden Maelcon nach Hause ziehen und sowohl den Firunsschrein in Musgraven, als auch den heimischen Kamin mit großartigen Jagdtrophäen schmücken.
Rondrasil Löwenbrand schlägt sich im Spätwinter zu Aaminah und den anderen Gefährten durch und reist, als der Schnee beginnt zu schmelzen, weiter nach Perricum.

Aaminah und Löwenbrand auf Musgraven

Bronzehund auf Musgraven

Kurze Zeit später stellt die Sharisad fest, dass sie schwanger ist.
Nach der Schneeschmelze erstarken die Orks wieder in Weiden. Thenna und Aaminah können eine Gruppe von ihnen bei der Planung eines Überfalls auf Musgraven belauschen. Als sie die anderen warnen wollen und zum Gut laufen, stolpert Aaminah und verletzt ihren Knöchel schwer. Unter dem Stress die Botschaft schnell zu überbringen, löst sich die Tätowierung von Aaminahs Rücken und fliegt als Falke zum Gut. Der Falke kann die anderen rechtzeitig warnen, so dass sie den Orkangriff ohne große Verluste zurückschlagen können. Und so erkennt die Sharisad die ganze Macht des Zweiten Zeichens.

 

Intermezzo 3: Die Namenlosen Tage und der Schwarzmagier

Da unsere Helden schon den ganzen Winter und nun auf der Reise vermehrt seltsame Visionen, die nach Greifenfurt weisen, bekommen, beschließen sie in Wehrheim den Weg nach Westen und nicht ins südliche Gareth zu nehmen. Das Jahresende steht bevor und sie überlegen schon, in welchem Dörfchen sie sich für die Namenlosen Tage einquartieren können, als sie durch einen Steinschlag überrascht werden. Dieser wurde offensichtlich von einigen Gestalten ausgelöst...
Es kommt zu einer wilden Verfolgung, bei der sich unsere Helden aus den Augen verlieren. Als sie wieder zusammengefunden haben, kann Aaminah berichten, dass Thenna von diesen mysteriösen Gestalten verschleppt worden ist. Unsere Abenteurer verfolgen natürlich ihre Spur und stoßen auf das Lager eines Schwarzmagiers. Hier retten sie Thenna, befreien die vom sinisteren Magister gefangenen und für seine finsteren Zwecke benutzten Mohas, plündern die Alchimistenküche und stören schließlich ein finsteres Ritual, indem Bronzehund dem Magier den Hals bricht. Der Dämon erscheint jedoch auch so, doch der von Morgen beschworene Dschinn besiegt ihn.
Im nahegelegenen Dörfchen Bärensecker finden sie Schutz vor den Namenlosen Tagen und stiften die Vorräte des Magiers für ein Fest und begründen so die "Bärensecker Heringstage".

Grenzenlose Macht

Wenn das kühne Tier mit dem Krötensinn seinen Kürschmeister gekürt.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Auszüge aus dem Bericht des Inquisitor Armando Laconda da Vanya, die beunruhigenden Ereignisse um das wiedererbaute Kloster Arras de Mott betreffend, mit Kommentaren der KGIA-Sekretärin Gunella Waldsdotter aus dem Jahre 26:

Ich kam am Tag nach den Gescehnissen in Arras de Mott an. Die hier berichteten Ereignisse hatten bereits stattgefunden, doch durch ein intensives Verhör war es mir möglich den groben Ablauf der Geschehnisse zu rekonstruieren. Der Übersichtlichkeit halber werde ich auch den chronologischen Verlauf der Sache berichten.
Interessanterweise stieß ich wieder auf die Gruppe von Freunden (Bronzehund, den Edlen von Musgraven, die Hesindegeweihte Thenna Bringir, den Gaukler Maelcan, die Sharisad Aaminah und den Druiden Morgen), die ich auch schon getroffen hatte, als es um die Ereignisse der Dragenfelder Wüstenei ging. Dem interessierten Leser empfehle ich meinen damaligen Bericht. Anscheinend waren sie seitdem auch noch in die Vampirplage von Weiden im Winter 23 verwickelt. Ich empfehle sehr, diese Personen scharf im Auge zu behalten. Bisher ergaben sich keine Beweise, dass sie für die Sachen verantwortlich waren, so dass sie nicht verhaftet werden konnten. Natürlich spricht die Anwesenheit einer Geweihten der Zwölfe und eines Edlen aus Weiden eigentlich gegen solche Verdächtigungen, aber der Edle von Musgraven war bis vor kurzem nur ein Söldner und auch gab es schon Fälle von gefallenen Geweihten; von den anderen Gestalten - allen voran den Druiden! und den herumstreunden Gauklervolk - ganz zu schweigen...

[Inzwischen wissen wir, dass es gute Gründe gab, dass diese heute als Gezeichnete bekannte Gruppe in all diese Dinge verwickelt wurde.]

Beginnen wir also am Beginn: Anfang 22 Hal wurde nach zweiwöchiger Belagerung das Kloster Arras de Mott im Finsterkamm von Oberst Alrik Blautann und seinen Streitern zurückerobert, nachdem die Orks das Kloster seit 19 Hal als Stützpunkt besetzt hielten. Das Kloster nahm in der langen Belagerung schweren Schaden. Nach der Befreiung von Arras de Mott kehrten die ersten Mönche zurück und begannen mit dem Wiederaufbau.
Im Phex 23 Hal traff Jandrim, Sohn des Andrasch, ein Baumeister, der sich im Wiederaufbau von Ysilia einen Namen gemacht hatte, auf Arras de Mott ein und begann - wie nun klar ist, nur unter dem Vorwand, dem Kloster wieder zu praiosgefälliger Pracht zu verhelfen - mit den Planungen und Bauarbeiten. In Wirklichkeit verfolgte er viel sinistere Pläne.
Ab Rahja 23 Hal kommt es dann auf Arras de Mott zu sehr merkwürdigen und beunruhigenden Vorkommnissen, die auf Sabotageakte hinwiesen. Die Bauarbeiten werden immer wieder durch kleine Zwischenfälle gestört. Diese wurden von einem von den fünf Abenteurern als ein Druide - vielleicht der berüchtigte Archon Megalon höchstselbst - identifizierten Mann durchgeführt. Ich gehe davon aus, dass er erahnte, was sich auf Arras de Mott abspielte, und versuchte, die Bauarbeiten mit allen Mitteln zu sabotieren.

[Mögen die Götter gelobt sein, dass sich in diesem Kampf auch die, die sich bisher als Schurken zeigten, auf unsere Seite stellen! Der Feind meines Feindes ist mein Freund...]

In den Namenlosen Tagen 23 Hal kehrten auch der Hohe Abt Nicola de Mott und einige Getreue vom Boten des Lichts in Gareth zurück zum Kloster. Es steht zu vermuten, dass sie in dieser Zeit auf dem Weg von Borbaradianern ermordet wurden und Nicola de Mott durch einen Quitslinga (ein Höherer Gestaltenwandler, Viergehörnter Diener Iribaars aus der Domäne des Amazeroth) ersetzt wurde, der nach Arras de Mott reiste, um den Wiederaufbau zu überwachen. 
Anfang Rondra 24 Hal begeben sich die fünf Gefährten nach Greifenfurt und weiter nach Arras de Mott auf Grund verschiedener Visionen: Im Funkenflug einer Schmiede zeigte sich Bronzehund, Edlem von Musgraven ein Greif, der über einen Bach springt; Maelcon hörte immer und immer wieder eine Weise, die ihm seltsam vertraut vorkam, obwohl er schwören konnte, sie nicht zu kennen. Als er den Text endlich verstand, handelte es sich um ein Lied über den Wiederaufbau von Greifenfurt. Ihro Gnaden Thenna Bringir stellte fest, dass sie beim Schreiben immer wieder bestimmte Buchstaben besonders geformt schrieb. Aus ihnen konnte man immer das Wort 'Greifenfurt' bilden. Aaminah hatte einen Traum, in dem sie sich von einem ganzen Wald von versteinerten Blutulmen umringt sah, deren Stämme grotesk verzerrten Fratzen ähnelten. Plötzlich brach ein donnernder Sturm über diesen merkwürdigen Wald herein und ein schreckliches Wehklagen war zu hören. Gigantische Kräfte rissen sie um, so dass sie direkt neben einem grauenhaft entstellten Rindengesicht aufschlug. Aus seinen Augen rannen harzige Tränen des Leids. Mit durch die Schmerzen kaum hörbarer Stimme flüsterte es: "Hilf und, wandelndes Bild!" Als Aaminah schreiend erwacht war, stellten sie und Thenna fest, dass sie über und über mit Harz bekleckert war. Und Morgen sah ein Bild an, das plötzlich sein Aussehen veränderte und Mönche rotbraunen Kutten zeigte, die an den Bildrand traten und "Du wirst hier gebraucht!" raunten.

[Da immer noch nicht geklärt ist, woher diese Versionen kamen, ist es sicherlich ratsam im Kopf zu behalten, dass eine mächtige Person(engruppe) ebenfallls ein größeres Interesse an dieser Sache hatte.]

In Greifenfurt ließen sich die fünf Gefährten als Söldlinge zum Aufklären der seltsamen Ereignisse anheuern; die Mönche waren in der Stadt um neues Baumaterial zu holen. Doch bereits auf der sechstägigen Reise zum Kloster kam es zu vielen kleinen Zwischenfällen (Ork- und Goblinüberfällen, verrutschter Ladung, wilde Tiere und ein Spuk), die die Söldner nicht verhindern konnten. Bei der Ankunft im Kloster am 6. Rondra waren die Arbeiter bereits in der Stimmung an den Fähigkeiten der Söldner zu zweifeln. Zwei Tage vor ihrer Ankunft hat es einen Unfall mit Todesfolge gegeben. Und so ersuchte sie der Hohe Hüter Nicola de Mott noch einmal eindringlich dem Täter auf die Spur zu kommen. Einige der anderen Hüter schienen jedoch weniger von den praiosungefälligen Söldnern begeistert zu sein und versprachen sie genau im Auge zu behalten. Dass Aaminah das Seelentier des Hohen Hüters nicht erkennen konnte, schoben sie - wie Morgens größere Schwierigkeit auf dem Klostergelände zu zaubern - auf den geweihten Boden.

[Interessant, dass der Inquisitor sich hier nicht über die Dreistigkeit dieses Druiden ausgerechnet auf dem Gott der gegen Magie steht geweihtem Boden Zaubereien zu versuchen. Aber vielleicht ließ der König der Götter ihm bereits damals eine Ahnung zu kommen, was mit dem Träger des Almadinen Auges geschehen würde.]

In der ersten Nacht auf Arras de Mott hat Morgen Alpträume, die sich von nun an jede Nacht wiederholen. In seinen Träumen ist er ein unendlich mächtiger  Mann, der plötzlich schrecklichen Hunger hat und nach einem Objekt zu seinen Füssen greift, einer Miniatur des Kloster. Er zerquetscht es, ohne auf die vielen kleinen Lebewesen zu achten, die dort zu leben scheinen. Zuerst kommen nur Tropfen Blut aus der Miniatur, doch dann werden es Ströme aus Blut, die er gierig zu trinken beginnt.
Am folgenden Tag musste der Proviantmeister, Hüter Emeran den Söldnern berichten, dass über Nacht die Hühner vergiftet worden seien. Am Nachmittag tauchte dann noch ein reiterloses Pferd auf, von dem die Arbeiter wussten, dass es Magister Emmerich von Falkenstein gehörte, einem reisenden Magier und Heiler, der öfter den Weg am Kloster vorbei nahm. In der Nacht griffen dann noch einige Orks mit einem Brandanschlag auf die Hüten der Arbeiter an.
Am nächsten Morgen wird der Leichnam vom Sterndeuter, Hüter Wismund gefunden; er scheint Selbstmord begangen zu haben. Die Gefährten entdeckten jedoch eine Platzwunde an seinem Kopf, die darauf hinwies, dass er ermordet wurde. In einer Kuttentasche finden sie ein Zettelchen mit einigen Buchstaben und Zahlen, die wie sich später herausstellte, die Signatur eines Buches war, in dem Hüter Wismund ein zu der Situation sehr aussagekräftiges Horoskop versteckt hatte. Weitere Nachforschungen wurden jedoch von einem Angriff von Raben auf die Arbeiter verhindert.

[In diesem Stil geht es weiter. Der verehrte Inquisitor Laconda da Vanya berichtet hier in aller Ausführlichkeit von den Sabotagen des Druiden und der Gegenmaßnahmen der Gefährten . Dies sei hier zusammengefasst: der Ausbruch der Blutigen Rotz unter den Arbeitern - vermutlich mittels eines Fluch der Pestilenz, der unter einem Bann stehende Novize Efferdin, der mit Blut Drohungen an die Kirchenwand schreibt, Pilger, die gegen den Leumund der Gefährten sprechen, Auseinandersetzung mit Steinböcken, Angriffe von einem Orkstamm und gipfeln schließlich in einem schrecklichen, durch Zauberei verursachten Orkan, den die Hüter allerdings aufgrund ihrer ihnen von unserem Herrn gegebenen Macht zu bannen in der Lage sind.
Wichtig erscheinen mir ledig die folgenden Punkte:]

... werden sie zu einem weiteren Mord gerufen. Der Goldschmied Kargrimm, Sohn des Doro war in der Nacht erwürgt worden. Wiederum finden die Söldlinge ein Papier; auf diesem wurde - wie sie später verifizieren - ein Relief in den Kellern, die zugleich die ältesten Teile des Klosters darstellen, abgepaust.  Dies ist der erste richtigen Hinweis auf den Transpropriatorium. Denn das Relief zeigt, dass die Macht bei zunehmendem Madamal zunimmt und sich bei vollem Madamal entfacht.
... Der Botanicus, Hüter Regiardon zeigte den Söldnern, dass die Pflanzen in seinen Anlagen wortwörtlich über Nacht um mehrere Finger gewachsen. Ihro Gnaden Bringir stellte mit Hilfe dieses Morgen die These auf, dass "eine nicht näher zu spezifizierende Kraft dies verursachte" und stellte in den folgenden Tagen "mit mehr empirischen Daten" eine Verbindung zu der vermehrten Regeneration der astralen Kraft und den immer stärker werden Kopfschmerzen bei magisch Begabten her.
... der verwirrte Greis stellte sich als ein ehemaliger Hüter heraus, der einige Bücher und das Zepter der Hüter vor den Orks in Sicherheit gebracht hatte. In den Schriften fanden sich weitere Hinweise darauf, dass das Kloster auf direkten Befehl des Allerhöchsten an genau dieser Stelle errichtet wurde, um etwas hier zu bewahren.
... Auf der Suche nach dem immer noch nicht wieder aufgetauchten Emmerich von Falkenstein und dem Saboteur drangen sie weiter in die Wildnis vor. Wenn ich es recht verstanden habe, verließen sie sich dabei auf einen Plan aus Orkhand und ein altes Märchen, das Maelcon wieder einfiel. Man stelle sich das nur einmal vor!

[Ich kann das seltsame und sicherlich auch verantwortungslose Handeln nicht erklären - und sicher auch nicht gutheißen! Aber die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Handlungen der Gezeichneten anscheinend einer inneren Logik folgen, die für uns Normalsterblichen nicht immer nachzuvollziehen ist.
Der verehrte Inquisitor
Laconda da Vanya berichtet hier in aller Ausführlichkeit von ihrer Suche und Reise zu "dem goldenen Berg".]

... So stießen sie schließlich in die Höhle vor und fanden ein riesiges, drei Schritt hohes Portal vor - offensichtlich von Zwergenhand geschaffen und über 4000 Jahre alt. Der Druide war tatsächlich durch eine innere Kommunikation in der Lage das Tor zu öffnen und die Gefährten folgten einem Gang, der durch sechs Kammern führte. Eine jede war einem der Elemente zugehörig und stellte eine Probe (oder Falle, wie ich so etwas nennen würde) dar. So loderten in der Feuer-Kammer Feuerlohen, die die Gefährten zu verschlingen versuchten, die Fels-Kammer konnte man unmöglich mit Metall am Körper durchqueren, in der Wasser-Kamme griff sie ein riesiger Drache an - der allerdings eine bloße Illusion war und in der Luft-Kammer wurde ihnen die Luft aus den Lungen gesogen. In der Kammer des Humus war der Mechanismus zum Auslösen der Falle zerstört.
Dahinter lag das Tal der Elemente - der Druide Morgen behauptet gar, es wäre frührer vor seiner Schändung tatsächlich der Ort des Treffens der Elementherren gewesen! Hier fanden die fünf auf die Magister Emmerich von Falkenstein und den Elfen Landriel Sternenglanz, die beide gefesselt waren und von Archon Megalon entführt und verschleppt gehalten wurden, um ihnen ihre magische Kraft zu stehlen. Sie befreiten sie.
In dieser Globule der Elemente waren alle sechs Elemente in perfektem Einkklang miteinander und jedes hatte genau ein Sechstel des Tals für sich. Das Element Humus war jedoch vor langer, langer Zeit - also vermutlich als Borbarad als Tharsonius von Bethana das Transpropriatorium entworfen, gebaut und ausprobiert hatte, geschändet worden. Der gesamte Bereich des Humus war versteinert. Hier stand ein riesiger Wald aus Stein.
In der Mitte des Tals befand sich in einem Geodenring eine geheime Kammer, die der Druide Archon Megalon schon entdeckt hatte, aber nicht betreten konnte, denn sie war nur durch die gleichzeitige Entnahme von fünf bestimmten Steineinsätzen aus dem Kreis durch fünf Magiebegabte zu öffnen.
Die geheime Kammer war von gewaltigem Ausmaß und hier wurde "das Erbe von Eschinn vom Quell", ein wie es scheint überaus machtvolles Artefakt aufbewahrt. Der Druide Archon Megalon wollte es an sich bringen, scheiterte allerdings an der vereinten Kraft der Söldner und musste schließlich fliehen. Das Artefakt war in einer Flamme in einem See und "erwählte" (Alle Befragten benutzten dieses Wort!) Ihro Gnaden Bringir als seine zukünftige Trägerin. Danach begann die geheime Kammer einzustürzen. Den Fünfen gelang die Flucht aus der Kammer und zusammen mit Magister Emmerich von Falkenstein und dem Elfen Landriel Sternenglanz auch die Flucht aus der gesamten Anlage. Vielleicht ist sie nicht komplett verschüttet; meines Erachten würde es sich lohnen eine Expedition dorthin zu senden, wenn ein wenig Zeit dafür ist.
Der zwergische Geode Eschin vom Quell, eben jene beinahe legendäre Gestalt, die sich vor so vielen Jahrhunderten um den Dialog mit Gildenmagiern bemühte, ihnen neue Thesen nahe brachte und über ihren unangemessenen Umgang mit diesen beinahe zerbrach, schuf ein Artefakt in Form einer silbernen Schlange. Das Artefakt scheint in der Lage zu sein, Magie zu erkennen und zu zerstören. Unglücklicherweise ist es auf eine Art und Weise um Ihro Gnaden Bringirs Hals geschlungen, dass man es nur entfernen kann, indem man sie enthauptet. Ich empfehle, die für dieses machtvolle Artefakt viel zu junge Geweihte genau  im Auge zu behalten.
Weiterhin erwähnenswert ist, dass die Söldlinge diese "Schlange" um den Hals von Ihro Gnaden Bringir für das dritte Zeichen aus den Alanfanischen Prophezeiungen des irren Nostria Thamos halten. Mir erscheint das ein bisschen weit hergeholt, aber vielleicht sollte man doch einmal die Verse dieses Verrückten unter die Lupe nehmen...
Vermutlich war das Tal der Elemente sogar eine Globule, zumindest berichten die Söldlinge alle übereinstimmend, dass die Zeit dort anders verlaufen sein muss, als in der dritten Sphäre. Sie verließen die Höhle wenige Tage vor Vollmond, so dass ihnen gerade genug Zeit blieb zum Vollmond wieder im Kloster zu sein.
Bei Vollmond, am 25. Rondra entfesselte das Transpropriatorium, der Elementenwandler unter dem Kloster Arras de Mott einen Astralsturm. Die geballte astrale Kraft sollte vermutlich direkt zu Borbarad umgeleitet werden, der sich daraus vermutlich grenzenlose magische Macht versprach.
Die Söldlinge gelangten in der selben Nacht zurück zum Kloster. Ihro Gnaden Bringir konnte mit Hilfe des Eschin vom Quell-Artefakts die Anlage entschlüsseln. Sie und ihre Gefährten kämpften sich daraufhin durch die von der ganzen Astralenergie reanimierten Toten des Friedhofs und der Gruft vorbei, durch einen Geheimgang in das Innere der alten Transpropriatoriumsanlage und zerstörten dort das Herz des Transpropriatorium, das Widharc-Auge. Borbarads Versuch war aber noch nicht gänzlich gescheitert; die bereits erzeugte Energie konnte ihm immer noch zugeführt werden. Um das zu verhindern, suchten sich die Söldlinge sich ihren Weg durch das Labyrinth der Bibliothek hinauf auf das Dach des Turm. Hier stellten und vernichteten sie die übriggebliebenen Borbaradianer und des als Nicola de Mott getarnten Quitslinga.
Der Edle von Musgraven behauptet auch nach wiederholter Befragung, dass er während dieses Kampfes ein Zeichen von Kor erhalten habe und das nur das Tauchen seiner Waffe in sein eigenes Blut, das zu einer Pfütze wie ein Panther zusammengelaufen war, ihm ermöglicht habe das Wesen aus den Niederhöllen zu zerstören.

Intermezzo 4: Durch Aventurien

Wenn der Bote des wandelnden Bildes zum Bündnis bittet.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Die Helden reisen bis Ende 25 kreuz und quer über den Kontinent und treffen allerlei wichtige und machtvolle Persönlichkeiten der arkanen, weltlichen und geistlichen Gruppierungen, um ihnen von ihren Erlebnissen zu erzählen und sie vor der Gefahr des wiedergekehrten Dämonenmeisters zu warnen. Zwar treffen die Warnungen meist nur auf hochgezogene Augenbrauen oder ein peinlichberührtes "So so...", aber zumindest haben die Mächtigen Aventuriens so schon einmal von der Sache gehört. Und einzelne Personen hören unseren Helden immerhin ernsthaft zu - diese allerdings kann man an einer Hand anzählen.

Gareth
Zweimal, nicht einmal werden die Botschafter von Ordnung und Einheit zweiteilen Ordnung und Einheit.
Zweimal, nicht einmal werden die Legionen des Roten Mondes vor das Haus der gelben Sonne treten.
Zweimal, nicht einmal wird der Rabe nach dem Thron des Herren über Zwölf greifen.
Wenn sich wegen des Schicksals der Zwillingskaiser nicht erfüllen kann das Schicksal der Kaiserzwillinge.
Wenn der alte Kaiser dem neuen Kaiser nachfolgt.

- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Morgen will seinen Meister, der in einem Wald in Garetien lebt, besuchen. Während die Gefährten in einem kleinen Dorf warten und als reisende Helden verehrt werden, findet Morgen in dem Hügelgrab, das die Wohnung seiner Kindheit war, keinen Meister, aber mehrere Dämonen. Zusätzlich ist das Hügelgrab durch einen Flammenzauber geschützt. Nach einem Kampf und einer wilden Verfolgungsjagd, bleibt Morgens  Meister verschwunden. Doch in seinen Träumen findet der Druide neue Erinnerungen an seine Vergangenheit vor dem Leben bei seinem Meister.
Weiter nach Gareth gereist mieten die Helden ein kleines Haus (In dessen Hinterhof nun ein Bananenbaum wächst.), während sie auf die Audienzen warten. Bei der Magierakademie, den Praioten und dem Erzwissensbewahrer werden sie aufgrund ihrer guten Empfehlungsschreiben relativ schnell vorgelassen und können Zeugnis von der Wiederkehr des Dämonenmeisters ablegen. Beim Reichsbehüter müssen sie allerdings lange auf eine Audienz warten - der Mann, der bald Kaiser sein wird, ist eben nicht für jeden daher gelaufenen Abenteurer zu sprechen. Das zumindest Bronzehund den Titel eines Edlen hält, verschafft ihnen zumindest das Recht auf diese Audienz zu warten.
Zum Glück kann man sich in der größten Metropole des Mittelreichs gut amüsieren: Das Hippodrom, Bardenwettbewerbe und vieles mehr locken unsere Helden und ziehen ihnen die Dukaten aus der Tasche.
Und an einem Tag mit dem stärksten und rondragefälligsten Gewitter des Jahrzehnts wird unter dramatischen Umständen Aaminahs Tochter Sadiyyah geboren.
Ein paar Tage nach diesem sehr eindrucksvollen Erlebnis bekommen die Helden auch ihre Audienz und können dem Reichsbehüter und seiner Gemahlin von dem zurückgekehrten Borbarad berichten. Glauben wird ihnen allerdings nicht geschenkt, aber es wird eine Aktennotiz angelegt.

Da Bronzehund immer noch der Familie seines Freundes Helvjörn besuchen will, um ihnen von seinem heldenhaften Tod in Al'Anfa zu berichten, ziehen unsere Helden weiter nach Westen. Sie wollen sich in Havena nach Norden einschiffen.
Auf dem Weg von Gareth nach Havena reisen unsere Helden auch durch Angbar, der Stadt die auch den Ingerimm-Tempel beherbergt, wo der Hüter der Flamme, der oberste, menschliche Ingerimm-Geweihter Aventuriens seinen Sitz hat. Sie suchen auch hier nach einer Audienz nach, die ihnen nach einer Woche warten zwar nicht bei Ihrer Erhabenheit Hilperton Asgareol, aber bei seiner rechten Hand gewährt wird.
Außerdem wird in die Wege geleitet, dass sie eventuell eine Audienz bei den Zwergen in Xorlosch erhalten...

Havena

Da die Familie von Maelcon in Albernia lebt, besuchen die Helden sie natürlich. Doch schon bevor sie Yantibair erreichen, bekommen sie eine Kostprobe des märchenhaften Wesens dieses Königreiches: Sie hören eine Stimme um Hilfe rufen und als sie zur Rettung durch ein Gehölz brechen, kommen sie zu einem See, in dem ein Wasserungeheuer, eine Schlange mit zwei Köpfen, versucht eine sprechende Krähe zu fangen. Natürlich stehen unsere Helden dem sprechenden Flattermann bei und besiegen das Ungeheuer. Doch ohne Erklärung und nur mit einem "Krax sagt Danke!" fliegt die Krähe von dannen.
In Yantibair, wo sie Bericht ablegen, stellt sich dann heraus, dass auch der Baron vor einigen Jahren eine (allerdings um einiges größere) Seeschlange bezwungen hat und bittet sie nun deren Überreste zum Efferdtempel in Havenna zu geleiten.
Abends gibt es eine große Feier mit der Familie von Maelcon - nachdem Maelcon seinen Neffen, den kleine Maelcon bewundert hat - mit vielen Vorführungen der Gauklerfamilie Cormick, die ja inzwischen eher Pferdezüchter sind.
In der Nacht haben alle wundervolle Träume mit vielen bunten Lichtern - am nächsten Morgen sind alle Kinder des Dorfs bis zum Lebensalter von sechs, sieben Jahren verschwunden - auch Sadyyah und der kleine Maelcon. Die Dorfbewohner verdächtigen die in der nahe lebende Hexe. Die Helden machen sich auf den Weg...
Die Hexe weist ihnen ein Tor zur Feenwelt; hier wird ihnen eine Aufgabe gestellt, um die Kinder wieder zu bekommen. Mit Hilfe der Hexe schaffen sie es alle drei Orte innerhalb der Frist zu erreichen.
So gelangen sie an ein Stück des Horts des Drachen, das goldene Haar einer Nymphe und Blutstropfen des Wolfsrudels des Schwarzen Wolfs von Winhall.
Wieder beim Feentor präsentieren sie ihren Erfolg und bekommen die Kinder zurück. Die Feen laden sie in ihre Welt, wo es eine große Feier gibt, aber am nächsten Morgen haben sie nur noch bruchstückhafte Erinnerungen daran.
Schließlich brechen sie nach Havena auf. Die Suche nach einem Schiff ist erfolgreich, aber Maelcon erfährt, dass seine Liebste seit fast drei Jahren verschollen ist.

Thorwal
Wenn der geblendete Blender die verblendete Blenderin trifft, wird ihr gieriger Blick fallen auf die Gier der Menschen und auf IHN, und was ihr zuteil ward, das soll auch IHM zuteil werden.
- Orakelsprüche von Fasar

Viel später als ursprünglich geplant ist der Abenteurertrupp von Havena endlich per Schiff, dem „Seefalken“, nach Thorwal unterwegs. Aaminah hat vor der Abfahrt noch einen Brief an Löwenbrand an den Rondratempel in Kuslik geschickt, um die Verspätung zu erklären und ihn zu bitten, auf sie zu warten.
Die Erwartungen, was die Thorwaler betrifft, gehen ziemlich auseinander. Maelcon kennt sie vor allem als raubende und marodierende Schrecken der südlicheren Küste, Bronzehund hat dafür all die Erklärungen bereit, die ihm sein Freund geliefert hat: Beutezüge nur in besonders langen und kalten Wintern, sie müssen ja auch ihre Familien ernähren …
Nach einigen Tagen Seekrankheit kommt es tatsächlich zu einer ersten Begegnung mit einem Drachen. (Seemann: „Da, ein Drache!“ Maelcon (und Aaminah): „Ein DRACHE???“, dicht gefolgt von: „Ach so, ein DrachenSCHIFF.“) Es folgen wüste Beschimpfungen von Seite der Thorwaler (besonders schön: „Mittelländer – Robbenschänder!“), die nach einigen Minuten schweigender Konsternation von der Heldentruppe lautstark erwidert werden. Trotzdem bleibt der Eindruck, dass das nicht ganz das war, was die Abenteurer von den Thorwalern erwartet haben.
In Thorwal angekommen erklärt die Hafenmeisterin, wo sie das Haus des Hetmann und die Akademie finden können. Außerdem erfahren sie, dass Standeby, der Ort, wo sie hinwollen, einige Tagesreisen flussaufwärts liegt und sie wohl ein Schiff brauchen werden, um dorthin zu gelangen.
Die Abenteurer kommen erst einmal im Gasthof "Schwert & Zauberei" unter. Sie erkunden weiter die Stadt und kommen schließlich an die Akademie. Eigentlich wollten sie nur um einen Termin anfragen, werden aber gleich vorgelassen. (Das führt zu einigen Gewissensqualen bei Aaminah, die der Meinung ist, dass es die Etikette gefordert hätten, zuerst beim Hetmann der Hetleute vorzusprechen. Aber, wie Bronzehund ganz richtig feststellt, wäre es jetzt auch wieder extrem unhöflich, die Audienz abzulehnen.) Sie erklären Ihrer Spektabilität Cellyana von Khunchom ihr Anliegen. Die ganze ganze Geschichte wird eher skeptisch von ihr aufgenommen, aber sie ist gerne bereit die Zeichen untersuchen zu lassen.
Jetzt sprechen die Helden beim Haupthaus vor, aber der Hetmann Tronde Torbensson ist gar nicht zugegen, sondern auf Beutefahrt. Sie hinterlassen Nachricht, dass sie im "Schwert & Zauberei" abgestiegen sind und dringend mit ihm sprechen müssen.
Dann entdecken die Helden den Markt von Thorwal. Maelcon und Aaminah bekommen leuchtende Augen und kaufen hemmungslos ein: bunte Süßigkeiten, Bänder, Borten und Stoffe und ein großes Stück roter Seide für Sadiyya, das diese auch sofort ins Herz schließt. Bronzehund kann schließlich bei den Waffen nicht widerstehen und legt sich zwei hervorragende Orknasen und eine Skraja zu. Nur Thenna gerät nicht in Versuchung, sondern freut sich über die Freude der anderen. Außerdem bewundern Maelcon und Aaminah die Bilderstecher und sind schon fast entschlossen, sich ebenfalls eine Tätowierung machen zu lassen, Bronzehund hingegen würde seine glatte Haut nie mit "so etwas" entstellen.
Am nächsten Morgen machen sie im "Schwert & Zauberei" die Bekanntschaft von Zargo von Zorgan, einem der Besitzer des gasthofs, der sich in Abwesenheit der Männer an Thenna und Aaminah heranmacht.
Dann machen sich Morgen, Thenna und Aaminah auf zur Akademie, wo sie wieder einmal stundenlang genau befragt und untersucht werden. Thennas Zeichen, wenn es denn eins ist, wurde vollständig entschlüsselt. Aaminah erfährt hingegen Neues und Morgen bekommt erzählt, dass es nördlich von Thorwal Druiden im Wald gibt, die Aussagen bezüglich seltsamer Beobachtungen der Elemente gemacht haben. Und auch ein Hetmann ist mit seinem Otta aufgebrochen, weil angeblich viele Seeschlangen vor der Küste gesehen worden sind. Morgen beschließt dem auf den Grund zu gehen und allein zu den Druiden zu reisen, um genaueres herauszufinden. Vermehrte Sichtung von Seeschlangen und seltsame Beobachtungen der Elemente sollte man schließlich nicht ignorieren...
Maelcon und Bronzehund erkunden weiter Thorwal und stoßen schließlich auf einen allein stehenden hohen Turm. Dort lernen sie den Gelehrten Doran von Honingen, der von allen "Der Archivar" genannt wird, und seinen Diener Ygor kennen. Sie geben ihm die Prophezeiungen von Nostria Thamos und die Orakelsprüche von Fasar in der Hoffnung, dass er ihnen weiterhelfen kann. Er ist sehr interessiert, verspricht in seiner Bibliothek nach Querverweisen zu suchen. Dann gehen die beiden zum Hafen und chartern Passage auf einem Schiff Richtung Standeby.
Am nächsten Tag verlässt der Heldentrupp dann Thorwal in Richtung Standeby, wo sie nach einigen Tagen auch wohlbehalten ankommen. Sie werden neugierig und freudig begrüßt, bis Bronzehund den Grund ihrer Anwesenheit vorträgt. Die hochschwangere Hetfrau der drei Ottjaskos Walfreund, Wellenreiter und Sturmstreiter, Lingard Hjorredotter, bittet sie in die große Halle, wo sie ihre Geschichte erzählen. Für den Abend wird ein Fest angekündigt, und am nächsten Abend soll es eine große Zusammenkunft geben, bei der Helvjörns Leben gefeiert werden und seine Seele mit Hilfe des Horns Jurgaweh zu Swafnir und Efferd reisen soll.
Schon bei der Begrüßung hatten sich die Standebyer (und vermutlich trifft dies auf alle Thorwaler zu) als äußerst trinkfest erwiesen. Dieses bewahrheitet sich auch bei dem abendlichen Fest. Der Schnaps fließt in Strömen, und die Helden halten – einige mehr, andere weniger – mit. Es werden wilde Lieder gesungen (besonders das mit dem Titel „Beutefahrt“ gibt selbst Bronzehund zu denken). Anderseits rührt so mancher Vortrag des Skalden die wilden Standebyer auch zu hemmungslosen Tränen. Mit Aaminahs Sangeskunst können die Nordländer wenig anfangen.
Alle sind mitten im schönsten Gelage, als plötzlich die Tür der großen Halle aufgerissen wird und mehrere mit Schwertern bewaffnete Schlangenwesen hineinspringen. Alles greift zu den Waffen und stürzt sich in die Schlacht. Im Hin- und Herwogen des Kampfes bemerkt niemand, dass auch einige Echsenwesen durch den Hintereingang eingedrungen sind und Jurgaweh rauben, woraufhin sich die Echsen, gerufen von einem unfassbar lauten und schrillen Schrei, zurückziehen.
Sie hinterlassen jede Menge verletzte und auch einige tote Standebyer. Auch die Hetfrau ist schwer verwundet, genau wie Bronzehund. Aaminah tanzt sie für beide. Der Mann der Hetfrau, Faenwulf, muss von mehreren Thorwalern überwältigt werden, denn er ist der Walwut verfallen.
Nachdem schon am Nachmittag aus einigen Andeutungen klar geworden war, dass es in Standeby nicht mit rechten Dingen zugeht (Die Abenteurer vermuten bei all dem Pech, dass das Dorf heimgesucht hat, natürlich sofort einen Fluch, aber vielleicht sind sie unterdessen auch einfach ein bisschen paranoid...), hatte Aaminah die Runen geworfen. Sie teilen es mit Lingard, die den Skalden Ohmvolker dazuruft. Der erzählt ihnen dann folgende Geschichte: Als in Thorwal die Zeit der Pest herrschte, zogen einige Ottjaskos den Bodir aufwärts und gründeten an einem fruchtbaren Streifen Land eine Siedlung. Bald griffen immer und immer wieder H'Rangas Kinder das Dorf an, aber unsere Vorfahren - was echte Thorwaler waren - blieben und nannten den Ort Standeby. Sie befestigten und verteidigten das Dorf und sie waren zahlreich und stark, so dass sie eines Tages den Seitenarm des Bodirs hinaufruderten und dort auf einen unheiligen Platz stießen, wo das Gezücht lebte.
Sie fochten große Kämpfe und ihre Äxte und Mäntel waren voller Blut und Swafnir schenkte ihnen den Sieg. Sie vernichteten die Kinder H'Rangas und schleiften den Ort, aber von den 40 starken Männern und Frauen kamen nur drei zurück und lebten, um ihre Enkel zu sehen; die anderen waren gefallen oder starben innerhalb weniger Tage nach ihrer Rückkehr - sie waren von dem Gezücht im Kampf vergiftet worden.
Aber unsere Vorfahren hatten das Nest der Unheiligen ausgeräuchert und die faule Zauberei der Efferdsfeinde zerstört. Und sie brachten große Beute mit heim: das Horn Jurgaweh und noch viel wertvolles Geschmeide, edle Stoffe und Waffen aus bestem Stahl. Und so sind uns auch heute noch ihre Namen geläufig: Walkir Wellenreiter, Thyrd Sturmstreiterin, Sif Walfreundin und ihren Gefährten...
Er zeigt ihnen auch die Gebäuderuinen der ältesten Häuser der damaligen Siedlung, an denen Überreste eines riesigen Schlangenschädels genagelt sind und singt ihnen ein Lied der Reise von Walkir Wellenreiter, Thyrd Sturmstreiterin, Sif Walfreundin und ihren Gefährten vor, das als Wegbeschreibung gedeutet werden könnte.
Die Helden beschließen natürlich sofort, der Beschreibung zu folgen und dem Problem auf den Grund zu gehen. Sie sind noch mitten in der Planung, als ein Drache anlegt. Die Passagierin ist eine junge sehr gut gekleidete und auch sehr würdevolle Magierin, die sich als Thula von Hohenstein vorstellt.
Sie wird von Lingard begrüßt, muss sich auch dem Premer Feuer stellen und trägt dann ihr Anliegen vor: Sie wurde von der Akademie in Ysilia ausgeschickt, um den seltsamen Gerüchten um die Ereignissen in Dragenfeld nachzugehen. Dabei ist sie der Spur einiger Augenzeugen gefolgt und von der Thorwaler Akademie nach Standeby geschickt worden. Sie will die Abenteurer befragen und tut dies auf so eine Art und Weise, dass deutliche Erinnerungen an ihre Zeit mit den Inquisitoren in Musgraven geweckt werden.
Es ist ja nicht so, dass die Helden nicht helfen wollen – es ist im Gegenteil ja eigentlich sogar ganz nett, dass sich endlich mal jemand für die Geschichte interessiert – , aber im Moment haben sie wichtigere Dinge zu tun. Thula ist entsetzt, als sie erfährt, dass die Helden ein weiteres Abenteuer planen. Was, wenn sie sterben, bevor sie ihr alles erzählt haben? Thenna schlägt vor, dass sie ja mitkommen könnte. Auf der sicherlich mehrtägigen Reise hätte sie Zeit genug, ihre Fragen zu stellen - und außerdem fehlt ohne Morgen ohnehin die magische Unterstützung... Thula ist wenig begeistert, insbesondere da ihr doch die nötige Planung zu fehlen scheint, willigt aber schließlich in Ermangelung einer besseren Alternative ein.
Am nächsten Morgen geht die Reise los, und die Helden (unsere Helden, Thula und die Standebyer Ohmvolker, Tyr, Walkir, Svanja, Thyrd und Sif) folgt ohne große Mühen der Wegbeschreibung des Liedes. Nach zwei Tagen voller rudern und Hindernisse auf dem Seitenarm des Bodirs kommen sie an einen Ort, der sehr genau zu der Beschreibung und auch zu der Prophezeiung Aaminahs passt.
Nachdem sie das Schiff gesichert haben, erkundet der Trupp vorsichtig das Terrain. Thula ist nicht vorsichtig, was vermutlich auf ihre noch nicht so gut ausgebildete Paranoia zurückzuführen ist. Auf den Inseln gibt es Ruinen von Wohnhäusern, deren Böden, wie man feststellen kann, wenn man den Schlamm beiseite räumt, mit Mosaiken bedeckt sind. Das freigelegte Mosaik zeigt eine Schlange, die sich selber in den Schwanz zu beißen scheint.
Bronzehund entdeckt schließlich Stufen, die nach unten führen. Nach wenigen Metern wird Svanja, die unbedingt vorne gehen wollte, um ihren Mut zu beweisen, von den Pfeilen einer ausgelösten Falle durchbohrt. Die Pfeile sind vergiftet und Sif und Walkir kümmern sich um sie bringen sie nach draußen. Danach ist man vorsichtiger und lässt Maelcon vorgehen, der ja schon bei ähnlicher Gelegenheit seine Fähigkeit, Fallen aufzuspüren, unter Beweis gestellt hat.
Die Helden finden einige Räume, an deren Wänden Szenen aus dem Leben der Echsenwesen dargestellt sind. Im Nachhinein erscheinen die Szenen die Bedeutungen der Räume zu zeigen: Empfangsraum, Geschenkübergaberaum, etc. Beim Weitergehen wird es zuerst feucht, schließlich nass am Boden und bald waten die Helden bis zu den Knien im Wasser. Schließlich kommen sie an einen sehr großen Raum, in dem es (vielleicht) eine Schlangenwesen-Eibrutstation gibt.
Der Trupp zieht, in zunehmendem Maße unglücklich, weiter. Sie kommen an sechs Kammern, in denen sie ein Podium mit Stroh und in einer Truhe jeweils drei Paar zeremonielle Gewänder und Kleinkram finden. Zunächst sind zumindest Thula und Aaminah begeistert, denn es sind besonders schöne Seidenroben. Die Begeisterung legt sich, als sich herausstellt, dass einige der Roben vier Arme haben und übermenschgroß sind!
Als nächstes finden sie einen Schlafsaal mit einem toten Schlangenwesen, eindeutig jenen, die bei dem Überfall auf Standeby dabei war. Sie haben es also tatsächlich mit dem Unterschlupf der Wesen, die Standeby überfallen haben, zu tun. Wiederum gehen sie vorsichtig weiter und kommen durch eine Kammer, in der ein richtiger Schatz lagert! - Mehrere Kisten mit Schmuck, Münzen, die nicht einmal Thenna erkennt und edlen Stoffen. Die Ausfahrt hat sich also offensichtlich - auch in pekuniärer Hinsicht - gelohnt!
Hinter der Schatzhöhle kommen sie zu einer weiteren großen Halle. Der Saal endet in einem See. An den Wänden finden sich große Steinreliefs, die über die Opferung von Menschen an Anti-Efferd berichten. - Oder sollte es gar keine Opferung, sondern noch ein viel schrecklicheres Übel sein, das hier dargestellt wird?  Könnte es sein, das die Schlangenwesen sich hier mit Menschen verbinden? Sollten sie hier mit Hilfe der Herzogin der nachtschwarzen Tiefen eine Art Mensch-Schlangenwesen-Chimäre hergestellt haben? Das wesentliche Relief fehlt leider, so ist das nicht völlig zu klären.
Die Helden gelangen in einem weiteren größeren, sechs- oder siebeneckigen Saal, in dessen Mitte eine Kammer ist, als … schreckliche Schlangenwesen auftauchen!
Es folgt ein wilder Kampf. Alle schlagen sich wacker. Maelcon verletzt zwar in der Hitze des Gefechts einige seiner Mitstreiter, schießt aber andererseits auch wie der Rote Pfeil. Tyr fällt und alle übrigen sind schwer und zum Teil sogar lebensgefährlich verwundet.
Nach langem und hartem Kampf fliehen die übrigen zwei Schlangenwesen mit einigen bis dahin verborgenen Eiern. In der Kammer in der Mitte des Saals findet sich auch eine "Voodoo-Landkarte" von Standeby, die mit Thulas Hilfe zerstört wird.
Es entbrennt ein Streit, was mit dem einen "geretteten" Ei passieren soll. Soll es mitgenommen werden, damit es untersucht werden kann? Soll man es gleich zerstören? Die Standebyer wollen es definitiv zerstören, und so wird es nach einigem Hin und Her schließlich auch gemacht. Nachdem sie noch einen großen Teil des Schatzes geborgen haben, treten die Abenteurer die Heimreise nach Standeby an, wo sie erst einmal ihre Wunden lecken und - ganz nach Thorwaler Art - feiern, dass sie noch am Leben sind. Eine besondere Ehre wird dabei Bronzehund zuteil, der in die drei zusammengelegten Ottjaskos aufgenommen wird.
Nachdem der Archivar und die Abenteurer seine Interpretation der Prophezeiungen und Orakelsprüche diskutiert haben,

Deutungen

bleiben nur noch wenige Tage bis zur Abreise aus Thorwal. Da Morgen immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, hinterlassen sie ihm Nachricht und Geld. Maelcen und Aaminah lassen noch ihre Tätowierungen vollenden, es wird ein wenig eingekauft, und dann steht auch schon der letzte Abend mit der feucht-fröhlichen Abschiedsfeier von Bronzehunds neuer Familie vor der Tür. 
Am nächsten Morgen stechen die Abenteurer dann in See, nicht ohne einen tränenreichen Abschied von den Standebyern hinter sich gebracht zu haben. Lingard hat jedem von ihnen auch noch ein letztes Geschenk überreicht (Schmuck für Aaminah und Holzamulette für die anderen, Premer Feuer für alle). Die Fahrt wird in den ersten Tagen ebenso unangenehm wie auf dem Hinweg. Das offene Meer ist doch etwas anderes als ein Fluss.
Bronzehund schockiert die anderen mit einer Mitteilung: Er habe lange darüber nachgedacht und sich jetzt entschlossen, dem Ruf KORs, den er in Arras de Mott erhalten hatte, zu folgen. In Kuslik würde er sich in den Tempel begeben, um sein Leben dem Göttlichen Panther zu weihen. Wenn auch Verständnis und in gewissen Maße auch Freude darüber da ist, dass Bronzehund seinen Weg gefunden hat, so ist es doch traurig, ihn als Weggefährten zu verlieren. Doch eigentlich sind sich alle sicher, dass die Trennung nicht von Dauer sein kann und das Schicksal sie wieder zusammenführen wird. 
Aaminah befragt Bronzehund noch einmal zum Thema Sklaventum. Er kann sie überzeugen, dass auch sie sich von ihrer Vergangenheit lösen kann und dass jetzt ganz andere und größere Aufgaben auf sie warten, als dass es noch weiter wichtig für sie wäre. Außerdem verspricht er ihr ein weiteres Mal, dass er sie und Sadiyyah, solange auch nur noch ein Funken Leben in ihm ist, niemals Sklavenjägern überlassen wird.
Außerdem berichten sie Thula nun endlich auch ausführlich von den Ereignissen in Arras de Mott. Sie ist entsetzt, und es wird ihr klar, dass sie die Auswirkungen des Astralsturms am eigenen Leib gespürt hat. Trotzdem bliebt sie insgesamt sehr skeptisch, was die ganze Geschichte mit der Rückkehr des Bethaniers angeht. Sie beschließt im Lieblichen Feld, so möglich, bei Ihro Gnaden Lovenia vorzusprechen, um sich die Geschichte, die sie den Abenteurern erzählt hat, bestätigen zu lassen. 
Einige Tage vor Havena schickt Aaminah das Zeichen mit einer Botschaft an Maelcens Familie, dass sie mit den zurückgelassenen Pferden nach Havena kommen sollen. Und tatsächlich erwarten die Cormacs sie schon bei ihrer Ankunft. 
Aaminah möchte so schnell wie möglich nach Kuslik weiterreisen... Sie buchen eine Schiffspassage in vier Tagen. Die verbleibende Zeit verbringen die Abenteurer, indem sie die ihnen wichtigen Tempel aufsuchen (unter anderem nimmt Thenna Thula mit zum Erleuchtungs-Fest, Aaminah nimmt Thula mit in den Rahja-Tempel, und Maelcen besorgt sich im Phex-Tempel Dietriche). Außerdem wird natürlich mit den Cormacs gekocht, geredet, getanzt, gesungen und gefeiert.

Liebliches Feld: Kuslik
Wenn sich Drachenblut mit Menschenblut auf einem Berg von Gold verbindet.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Einigermaßen ausgeruht geht die Fahrt von Havenna schließlich weiter. Nach einer ereignislosen Seereise kommen die Abenteurer in Kuslik an. Die Stadt ist ganz anders als alles, was sie bisher gesehen haben. Alle Häuser sind aus Stein und durchaus auch drei Stockwerke hoch. Die Kleidung der Menschen ist aus edlen Stoffen und körpernah geschnitten. Die Männer tragen große Federhüte, die Frauen Korsetts. Die Leute sind stolz, und Degen die Waffen der Wahl.
Am Hafen erkundigen sich die Freunde nach einer Unterkunft. Da sie es sich im Moment ja leisten können, beschließen sie, in einem echten Hotel unterzukommen, dem ersten Haus am Platz, dem Springenden Delphin. 
Sie bringen Thenna zum Hesinde-Tempel und Aaminah will zum Rondra-Tempel. Die anderen begleiten sie in den alten Festungsbereich, in dem jetzt mehrere Tempel und auch die Akademie zu finden sind. Im Rondra-Tempel erwartet Aaminah eine herbe Enttäuschung: Löwenbrand ist nicht da und war dies auch nie. Ein Ritter übergibt ihr einen Brief von ihm aus Perricum, aus dem hervorgeht, dass er praktisch direkt nach seiner Ankunft vom Schwert der Schwerter nach – ausgerechnet – Maraskan geschickt worden ist. Das bedeutet auch, dass er (zumindest zu dem Zeitpunkt) noch keinen von Aaminahs Briefen erhalten hat! Er bittet sie, ihn in Punin oder Gareth zu treffen. Immerhin liegt das an der geplanten Reiseroute zurück nach Musgraven und zu den Salamandersteinen. 
Die Freunde beschließen, abends ins magische Theater gehen. Bronzehund will noch so lange bei ihnen bleiben, bis sie wissen, wie es Thenna im Hesinde-Tempel ergangen ist, um sich danach dann in die Dienste KORs zu begeben.

Was im Springenden Delfin zu Kuslik besprochen wird

Liebliches Feld: Grangor 
Wenn der unheilige Verführer Einzug hält in die heiligen Hallen der Verführung, wird sich die stetig Entfesselnde mit dem stets Gefesselten verbinden, und die Ketten werden gelockert werden, auf dass SEINE Stunde schlage und SEINE Zeit komme.
- Orakelsprüche von Fasar

Aus dem Protokoll der Adepta major Thula vom Hohenstein, die furchtbaren Ereignisse um den Kult des Namenlosen in Grangor im Jahre 2497 Horas (12 Hal) betreffend, mit Kommentaren der Flamme der Göttin Lovenia Pitlian aus dem Jahre 2511 Horas (26 Hal):

So gebe ich denn zu Protokoll:
Am 16. Firun, 24 Hal saßen wir, die o.g., in Vinsalt in einem Gasthaus mit dem Namen Springender Delfin zusammen, als ein Ritter aus Arivor mit einer Nachricht für den Edlen von Musgraven eintraf. Die Botschaft wortgetreu wiederzugeben, fällt mir an dieser Stelle schwer.
Es handelte sich um eine Nachricht der Geweihten Thenna, die uns zur nächsten Morgendämmerung an eine Wegkreuzung Richtung Arivor bat.
Merkwürdig war der Inhalt. Dieser ließ uns annehmen, dass die Hesinde-Geweihte sich zum Zeitpunkt Ihrer Niederschrift nicht im JETZT aufhielt und... nun ja... eine Art probabilisische Voraussage traf, die uns alle mit einschloss. Dies war geradezu erstaunlich, da wir eben jene Person doch gegenwärtig im Hesinde-Heiligtum von Kuslik wähnten.

[Die Helden überließen uns freundlich eine Abschrift des eigenartigen und höchst merkwürdigen Schriftstücks:
Meine Lieben,
ich habe den Brief ja mit eigenen Augen gesehen, also schreibe ich Euch jetzt! Aber so ganz verstehe ich das alles noch nicht. Was wäre, wenn ich den Brief jetzt nicht schriebe? Wäre dann alles anders?
Vergesst nicht, dass wir den Seneschall bitten müssen die Briefe zu schreiben und überbringen zu lassen. Sonst kann ich nicht aus der Klausur. – Oder doch?
Wir treffen uns morgen früh, etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang auf der Reichsstraße an der Wegkreuzung nach Arivor. Und bringt die Adepta major mit.
In Grangor müssen wir in den RAHja-Tempel. Möge die Liebliche für immer wie dort auf uns lächeln!
Unser nächstes Ziel ist Arivor. Der beiliegende Brief ist für den Seneschall; wir müssen ihn an ihn übergeben.
Genießt noch die Vorstellung heute Abend und erzählt mir davon!
Eure Thenna]

Kurzum, am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Arivor. Auf der Wegkreuzung trafen wir Thenna, die behauptete, keine Nachricht verfasst zu haben, aber ihrerseits - in Klausur befindlich - aufgefordert worden war, unverzüglich die Reise nach Arivor anzutreten (VON WEM EIGENTLICH?).

[Nachforschungen haben ergeben, dass zehn Jahre zuvor ein Brief bei der Halle der Weisheit ankam mit genauen Instruktionen WANN er zu öffnen sei. Er war von Ihrer Eminenz Seneschall Dapifer ter Bredero, Erzherrscher von Arivor. Nur aufgrund des hohen Absenders und der eigenartigen Umstände wurde Ihro Gnaden Thenna Bringir aus der Klausur entlassen und wieder auf die Reise geschickt.]

Noch bevor wir die Diskussion vertiefen konnte, veränderte sich die Umgebung um uns herum…oder unsere Wahrnehmung, wer weiß das jetzt noch zu sagen?
Wir wurden Zeuge, wie ein Pegasus auf vor uns landete und herab stieg eine hehre Gestalt, ein Elf möchte ich fast sagen, der sich als Athavar Friedenslied vorstellte. Handelte es sich hierbei gar um einen der legendären Lichtelfen? Zumindest sprach er davon, dass einige von ihnen "sich selbst erträumt hätten"...

[In der Tat! Nach den Beschreibungen seiner Person - und die seines Reittiers, des grauen Hippogriff Zeitenflug - ist die Gestalt, die die Helden trafen, mit Sicherheit Athavar Friedenslied, der Hüter der Harmonie! Wie eigenartig von seinen Taten in der Vergangenheit zu hören... Er scheint immer und immer wieder Helden zu erwählen und sie auszusenden, Dinge, die die Harmonie des Weltgefüges stören (könnten), wieder ins Reine zu bringen. Ich fühle mich geehrt, dass auch ich in diese Reihe von Helden aufgenommen bin.]

Weiterhin teilte er uns mit, dass wir in die Vergangenheit reisen müssten, um dort einiges wieder ins Lot zu bringen... Im nächsten Augenblick befanden wir uns wieder in unserer eigenen Gesellschaft und auf einer Straße wieder. Es war Sommer, so viel stand fest und wir befanden uns auf dem Wege nach Grangor.
Unschlüssig, was unsere Aufgabe sein sollte, richteten wir uns in einem Gasthaus der Neustadt ein und begannen, die Stadt zu erkunden. Am Abend fanden wir uns in einem Rahja-Tempel ein und hier geschah das Unglaubliche: Die Statue der RAHja im innersten Heiligtum schien erfüllt von Ihrer Anwesenheit, und Sie nannte alle Anwesenden beim Namen und kündigte an, dass Sie uns bald wieder zu Sich rufen würde.

[Außer den Helden waren auch noch die Geweihten Isora, Selinde und Oda, die Seeleute Kazan, Cort, Ardis und Merisa und die Hochgeweihte Letitia anwesend. Wenn man sich die Zahl der Anwesenden anschaut, gibt es schon einen ersten Hinweis auf den ungeheuerlichen Frevel. Die Allerschönste wird sicher nur zwölf Sterbliche zu sich gerufen haben. Die dreizehnte Anwesende ist die Erzfrevlerin und Verräterin!]

Um dieses unvergleichliche Erlebnis zu besprechen, suchten wir eine Gaststube auf, doch dann stieg der wahr gewordene Albtraum aus den Niederhöllen herauf. Ein Sturm, eine große Mandränke brach über das schöne Grangor herein und vertilgte alles Lebendige dort mit unbeschreiblicher Urgewalt und Wut. Wir wurden selbst Zeugen des Untergangs und starben an jenem Abend.
Doch dann sprach RAHja wieder zu uns. Sie erweckte uns aus unserem Albtraum und ließ uns teilhaben an Ihrem ungeheuerlichen Wissen. RONdra, INGerimm und EFFerd, so sprach Sie, hatten sich entschlossen, Grangor auszulöschen, weil ein Kult des Namenlosen zu größter Macht in dieser Stadt gelangt war. Nur ein Pakt der Schönsten mit dem Frevler Satinav; dem geketteten Herrn über die Zeit, ermöglichte ihr, dem Schlimmsten Aufschub zu gewähren. So stellte sie uns zur Aufgabe, in einem halben Tag den Kult des Namenlosen zu finden und Seine Inkarnation aus dem 4. Zeitalter auszulöschen, allein so sollte es gelingen, das Unabwendbare abzuwenden.

[Wie froh bin ich, dass die Liebliche sich entschieden hat uns alle zu retten. Wie schrecklich, wenn meine wundervolle Heimat Grangor tatsächlich für immer in den Fluten versunken wäre! Und doch kann ich die finstere Entschlossenheit der drei Grimmigen verstehen. Eine so mächtige Kabale! Ein so schrecklicher Frevel! Und so sehr ich auch am Leben und seinen Genüssen hänge, so gäbe ich es doch gerne hin, um meine Seele zu retten!
Im 4. Zeitalter herrschten die Schratigen, der Gesichtslose offenbarte sich und ließ sich verehren und die Götter zogen das erste Mal gegen ihn in den Krieg. Es kann also gut sein, dass das Rattenkind in diesem Zeitalter einen Körper hatte und die sogenannten Talismane der frevlerischen Kulte Überbleibsel aus dieser Zeit sind. Mögen die Zwölfe gelobt sein, dass es jetzt wieder eins weniger gibt!]

Ganz Grangor schien gefangen, der Verlauf der Zeit war eingefroren durch Ihren Pakt.

[Was dieser "Pakt" genau beinhaltete, ist nicht klar. Er scheint zwei Teile umfasst zu haben: Der eine war unzweifelhaft, dass die Liebliche Satinav die Kraft von ihrer eigenen gab, die er benötigte, um die Zeit zu manipulieren. Dies hat Sie selber geäußert. Der zweite Teil jedoch liegt im Dunkeln. Ihro Eminenz Isora und Ihro Gnaden Oda und Selinde meinten übereinstimmend, dass Sie von "Ich musste einen hohen Preis für Satinavs Wohlwollen zahlen..." gesagt hat.]

Nur die Günstlinge des Rattenkindes und wir, die Auserwählten der schönen Göttin, waren nicht von den Fesseln des Stillstandes gebunden.
Wir forschten in der Stadt nach und hatten mehrere Zusammentreffen mit Schergen, die dem Namenlosen dienten. Erst nach und nach konnten wir ihren Erkennungscode erfahren. Die erste Partei sagte: "Er, der liegt...", darauf wurde die Antwort: "... wird sich erheben..." erwartet und die erste Partei antwortete dann wieder: "... und uns sein Antlitz zeigen." Schlussendlich gelang es uns, die Brutstätte des namenlosen Kultes aufzuspüren. Schmerzlich zu erfahren, dass der Stachel des Bösen in das Fleisch RAHjas stach, denn die Oberste Geweihte Letitia selbst war den Versuchungen des Dreizehnten erlegen und hatte alle Spenden des Tempels dazu verwandt, eine Kultstätte direkt unter dem Heiligtum der Göttin zu errichten!

[Die Frevlerin Letitia selbst wurde von den Ratten, die den Eingang zum Unheiligtum des Namenlosen bewachten tot gebissen. Fast eine poetische Gerechtigkeit! Möge sie in ihren letzten Augenblicken noch Zeit gefunden haben zu bereuen!
Zu jener Zeit wurde von der Geliebten der Göttin dann auch die Gruppe der zwölf Flammen der Lieblichen Göttin, zu der ich heute gehöre, ins Leben gerufen. Wir halten Ausschau nach frevlerischen Treiben, denn die Liebliche schenkte uns eine zweite Chance und daher schenken wir im Namen Ihrer Liebe und Güte Verwirrten und Vom-Weg-abgekommenen ebenfalls eine zweite Chance.
In den Annalen ist nachzulesen, dass das Unheiligtum von Inquisitoren des PRAios gereinigt wurde. Ich selbst kann mich erinnern, dass sich in etwa jener Zeit erstaunlich viele Praioten in Grangor und im Tempel aufhielten.
Danach konnten nach und nach die edlen Metalle aus der Halle geborgen und verkauft werden und Ihro Eminenz Isora, unter der ich dann ja die Weihe empfing, führte den Tempel danach mit sicherer Hand, so dass der Grangorer Tempel heute nicht nur wieder das älteste Haus der Lieblichen ist, sondern auch eines der wohlhabendsten.]

Wir fanden auch die Reliquie des Kultes, eine silberne Locke! - Wir verbrannten sie.
Dies alles geschah vor etwa 10 Jahren, so wahr ich die bin, die diese Zeilen niederschreibt.

[Außerdem hinterließen die Helden mir eine Nachricht, dass sie mich - in ihrer Gegenwart - zu sprechen wünschten. Wohl weiß ich um die Paradoxien von Zeitreisen, aber das hindert mich daran, sie zu hassen; sie sind einfach zu verwirrend für unseren menschlichen Geist!]

Liebliches Feld: Arivor


Salamandersteine
Wenn der alte Elfenkönig und der neue Elfenkönig mit Schiff und Ross heimgekehrt und bewiesen, dass der Elfenkönig nimmermehr wahr.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

 


Pforte des Grauens

Wenn Mönch und Meuchler den Platz für die Nacht teilen, werden die Bannlande erbeben und drei Tore aufgestoßen, und es werden wahre Pforten des Grauens sein für alle die, die da aufrecht sind im Geiste.
- Orakelsprüche von Fasar

Bastrabuns Bann

Wenn die alte Tochter eine neue Mutter gefunden hat, wird die Betrügerin betrogen und die alte ewiggebärende Herrin wird sich gebären eine neue ewige Dienerin, und sie wird IHN erwarten in Unrast und IHM aufwarten in Undank.
- Orakelsprüche von Fasar
Wenn fünf firnglänzende Finger den Fluch der Felder gefunden.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

 

Intermezzo 5: Auf in die Schlacht

 

Intermezzo 6: Prophezeiungen erfüllen sich

 

Rohals Versprechen

 

Siebenstreich

Wenn aus sieben Schalen Schärfe schäumt, dagegen kein Schrecknis gewachsen ist.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos

Intermezzo 7: Ruhe vor dem Sturm

 

Rausch der Ewigkeit

Dann wird der Rausch der Ewigkeit über die Schöpfung wehen.
- Alanfanische Prophezeiungen des Nostria Thamos