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SchreibgeräteAls Schreibgeräte werden verschiedene Werkzeuge bezeichnet, mit deren Hilfe
man das Geschriebene mit Tinte und Farbe auf Beschreibstoffen sichtbar
machen kann. Dabei sind verschiedene Schreibgeräte für verschiedene Beschreibstoffe geeignet.
Zu den Schreibgeräten zählt aber auch das übrige Werkzeug, das zum Schreiben
notwendig ist. |
Griffel
Der Griffel aus Holz, Bein, Bronze oder Silber mit einem abgeflachten
Ende (graphium oder stilus) diente zum Beschreiben von
Wachstafeln.
Wie diesen Griffel, den es hier beim Limes Romana Shop zu kaufen gibt. |
SchreibrohrAuf Papyrus und Pergament wurde in der Antike die Tinte mit dem Schreibrohr (calamus) aufgetragen, das mit einem Federmesser in die richtige Form geschnitten werden musste.
Wie dieses Schreibrohr, das es hier beim Römer Mosaik Kelten Shop zu kaufen gibt. |
FederIm 4. Jahrhundert setzte sich zum Schreiben auf Pergament die Feder (penna) durch. In der Regel wurden dafür Gänsefedern genutzt. Die Schreibfeder wurde mit scharfen Federmessern je nach Schriftart und Tinte verschieden zugespitzt (temperiert).
Wie diese Federn, die es hier bei Melbar zu kaufen gibt. Anleitung dazu
finden sich noch in einigen alten Schreibmeisterbücher. Die Art des Schnittes hat,
je nachdem ob er breit oder schmal, gerade oder schräg geschnitten ist, Auswirkungen auf das Schriftbild. Die Spitze wurde oft in
Federproben (probatio pennae) vor dem Schreiben des eigentlichen Textes vom Skriptor geprüft; auf freien Stellen wurden meist einzelne Worte oder Anrufungen Gottes und der
Heiligen geschrieben. |
Pinsel
Mit einem Pinsel kann Tinte oder Farbe auf einen Beschreibstoff aufgetragen werden. |
Silberstift
Der Silberstift (stilus plumbeus) besteht aus einer Legierungen aus Blei und Silber, die in Stiftform gepresst
wurden. Bereits Ende des Mittelalters schrieb man mit dem aufgrund ihrer Härte das Schreiben recht mühselig
machenden Stift. Das Papier musste vorher präpariert werden, damit auf der
Stift auf der rauen Pergament- oder Papieroberfläche abrieb und dort durch Oxidation
verschwärzte, zudem war der lange Kontakt mit Blei für den Schreiber sehr ungesund.
Albrecht Dürer: Selbstbildnis als Knabe, gezeichnet mit einem Silberstift (1484) |
Tintenfass oder -horn
Die Tintenfässer (atramentaria) wurden üblicherweise aus Stein oder Holz
hergestellt.
Der Skriptor hatte in der Regel zwei Tintenfässer zur Verfügung, eines für schwarze und eines für rote Tinte, die in Löcher am Schreibpult eingesteckt
werden konnten.
Wie dieses Tintenfass, das es hier bei Skriptorium zu kaufen gibt. Gerne verwendete man für das Aufbewahren der Tinte aber auch Kuhhörner (cornua).
Wie dieses Tintenhorn, das es hier im Papiermuseum zu sehen gibt. |
Kreide und BimssteinZu den weiteren Werkzeugen des Skriptors gehörten zum Glätten oder Aufrauen des Pergaments Kreide (creta) und Bimssteine (pumex).
Kreide Bimsstein |
FedermesserZum Ausradieren von falschen oder nicht mehr benötigten Texten wurde oft zusätzlich ein Federmesser benutzt. Außerdem wurden - wie der Name schon sagt - die Federn zum Schreiben damit temperiert. Die Art des Schnittes hat, je nachdem ob er breit oder schmal, gerade oder schräg geschnitten ist, Auswirkungen auf das Schriftbild.
Wie dieses Federmesser mit Feder von Schiller, das im DLA Marbach zu ausgestellt ist. |
Ahle und ZirkelEine Ahle (subula) und ein Zirkel (circinus) zum Einstechen der Markierungen für das Liniieren gehörten ebenfalls zur Ausrüstung des Skriptors.
heutige Ahle alter Zirkel |