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Wer ist wer?

Diese Liste von Rittern und Damen (und Zauberern) kann natürlich wieder einmal keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie ist sozusagen ein ständiges "Work in progress" und bei vielen Namen habe ich noch nicht viel geschrieben.
Ich habe die Namen alphabetisch geordnet. Sollte ich etwas vergessen, verdreht oder vertauscht haben, würde ich mich - wie immer - über Hinweise freuen.

Agrawain Agrawain ist einer der vier Söhne von König Loth von Orkney. Er ist der Intrigant, der die Liebesbeziehung von Lancelot und Guinevere verrät, und einige Ritter als Zeugen seiner Anschuldigungen zu Lancelots Quartier führt. Lancelot entkommt zwar den Rittern, erschlägt jedoch den unbewaffneten Gareth, der ebenfalls als Zeuge mitgekommen war. Dies trägt ihm den unversöhnlichen Hass seiner Brüder Gawain, Gaheris und auch Agrawain ein, die ihren jüngsten Bruder sehr liebten.
Alynore Alynore ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Artus Pendragon Artus Pendragon ist der Sohn von Uther Pendragon und Igraine. Er wird als Baby von Merlin von seinen Eltern weggeholt und von Ector de Maris mit Kay als Ziehbruder aufgezogen. Artus hält sich für den Sohn Ectors. Als Jugendlicher erhält er von Merlin Unterweisungen.
Mehr durch Zufall zieht Artus das Schwert aus dem Stein, etwas, das nur durch den „wahren König“, den vorausgesagten König und wahren Erben von Uther Pendragon, vollbracht werden kann. Dieses Schwert ist Excalibur. Die Klinge kann durch jedes Material schneiden und seine Scheide machte den Träger unsichtbar oder unverwundbar. (Andere Versionen der Geschichte erzählen, dass Excalibur von einer Hand, die aus einem See kam, entgegengenommen wurde und Artus von einer jungfräulichen Zauberin kurz nach seinem Regierungsbeginn gegeben wurde.) Als Merlin dann verkündet, wer sein Vater war, wird Artus Pendragon zum neuen Hochkönig ausgerufen.
Gegen den Rat Merlins, der Unglück voraussieht, heiratet Artus Guinevere, die Tochter von Leondegrance.
Guinevere bringt als Mitgift die Tafelrunde nach Camelot. Um den riesigen runden Tisch ruft Artus die Ritter der Tafelrunde zusammen und es versammeln sich die besten Ritter der Welt.
Nachdem die Sachsen vernichtend geschlagen und zurückgedrängt worden sind, beschäftigten sich die Ritter an Artus Hof, der am häufigsten in Camelot gehalten wird, mit fabelhaften Abenteuern und Questen. wie zum Beispiel  der Jagd auf das "Questentier" Glatisant.
Artus wird von seiner Halbschwester Morgain le Fay verführt. Sie ist die Tochter von Gorlois und Igraine und eine mächtige Zauberin. Mit seiner Halbschwester hat Artus den Sohn Mordred.
Bis auf in dieser Angelegenheit beschützt und berät Merlin Artus bei all seinen Unternehmungen, bis er von seiner Geliebten, die manchmal mit der Dame vom See gleichgesetzt wird, mit einem Zauber gefangen und gebunden wird, nachdem er ihr alle seine Geheimnisse verraten hat und sie nichts mehr von ihr lernen kann.
An einem Osterfest erscheint am Hofe von Köng Artus der Gral. Alle Ritter machen sich auf die Suche nach ihm. Und fast alle, jene mit einem Makel und sei er noch so klein, scheitern.
Die Romanze zwischen Artus Freund und besten Ritter Lancelot und Königin Guinevere zerbricht die Gemeinschaft der Tafelrunde endgültig. Die beiden werden während einer Liebesnacht gestellt. Lancelot entkommt zwar den Rittern, erschlägt jedoch den unbewaffneten Gareth. Dies trägt ihm den unversöhnlichen Hass der Brüder Gawain, Gaheris und Agrawain ein. Bevor er auf seine Ländereien außerhalb Englands flieht, rettet er allerdings noch Königin Guinevere vor dem Scheiterhaufen, nachdem sie wegen Ehebruch von Artus zum Tode verurteilt werden musste. Zuerst kommt sie mit nach Benwick, später kehrt sie jedoch nach Camelot zurück und wird von Artus begnadigt. Obwohl sich Artus wieder mit Guinevere versöhnt, verfolgt sein Heer auf Gawains, Gaheris und Agrawains Drängen hin den aus der Tafelrunde ausgestoßenen Lancelot und belagert seine Ländereien.
Artus erhält Nachricht, dass Mordred gegen seinen Vater rebelliert. Mit dem Vorwand, Artus sei tot, hat er Guinevere zur Frau genommen und nennt sich "König Britanniens". Artus kehrt schnellstmöglich nach Hause zurück. Gawain verzeiht Lancelot, von diesem in einem Zweikampf tödlich getroffen, und bittet Artus Lancelot zurückzuholen und somit den Krieg gegen Mordred zu gewinnen.
Die Heere von Artus und Mordred stehen sich bei Camlann gegenüber. Artus will nicht gegen seinen Sohn kämpfen und ist bereit zu verhandeln. Die Kampfreihen stehen sich gegenüber und die Heerführer treffen sich in der Mitte und beginnen gerade zu reden, als einer der Soldaten sein Schwert zieht, um eine Schlange zu töten, die sich zu seinen Füßen ringelt. Niemand jedoch sieht in diesem Moment voller Druck die Schlange, sondern nur das gezogene Schwert. Er kommt zum Kampf. Zuerst scheint Mordreds Heer zu gewinnen, da Artus Heer vom Kampf gegen Lancelot und dem Eilmarsch zurück geschwächt ist, doch dann greift Lancelot mit seinem Heer auf Seiten des Königs ein und Mordreds Heer wird geschlagen. In dem furchtbaren Kampf sterben fast alle Ritter. Schließlich tötet Artus Mordred in der Schlacht von Camlann, ist aber selbst tödlich verwundet.
Er trägt Bedivere nach seiner tödlichen Verwundung auf, Excalibur wieder in einen See zu werfen. Zweimal verweigert er den Befehl, doch Artus erkennt dies aus der Antwort auf die Frage "Was hat du gesehen, als du das Schwert ins Wasser geworfen hast?" und befiehlt es von neuem. Beim dritten Mal wirft Bedivere  das Schwert und es wird von einer Hand aufgefangen und dreimal geschwenkt, bevor es endgültig im Wasser verschwindet.
Bevor er stirbt, wird er von geheimnisvollen Damen, von denen eine seine Halbschwester Morgain ist, nach Avalon entrückt und schläft dort bis England ihn wieder braucht.  
Er ist - natürlich - einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Mehr zu ihm gibt es hier.
Ambrosius Aurelianus Ambrosius Aurelianus ist der Sohn des Hochkönigs Konstantin, Nachfolger von Vortigern, der ältere Bruder und Vorgänger von Uther Pendragon. Er schafft es seines Vaters Reich vom Usurpator Votigern zurückzuerobern. Er stirbt an einer vergifteten Wunde. Außerdem dient Merlin auch ihm als königlichen Ratgeber.
Bedivere Bedivere ist der Ritter, dem Artus nach seiner tödlichen Verwundung in der letzten Schlacht von Camlann aufträgt, Excalibur wieder in einen See zu werfen. Zweimal verweigert er den Befehl, doch Artus erkennt dies aus der Antwort auf die Frage "Was hat du gesehen, als du das Schwert ins Wasser geworfen hast?" und befiehlt es von neuem. Beim dritten Mal wirft Bedivere  das Schwert und es wird von einer Hand aufgefangen und dreimal geschwenkt, bevor es endgültig im Wasser verschwindet.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Blubrys Blubrys ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Bors Bors, auch Bors de Ganis, ist einer der Ritter der Tafelrunde in der Artussage. Seine Eltern sollen Evaine und Bors (der Ältere), König von Gannes in Gallien und ein Verbündeter von Artus im Kampf um die Vorherrschaft in England, sein. Von seinem Vater erbte der jüngere Bors den Thron von Gannes. Bors nimmt später an der Suche nach dem Heiligen Gral teil und findet ihn in den Erzählungen von Thomas Malory gemeinsam mit Parzival und Galahad. Je nach Überlieferung soll er der einzige von den drei Gralsfindern gewesen sein, der später nach Camelot zurückkehrte. In der Schlacht von Camlann kämpft er auf Artus' Seite gegen Mordred. Gemeinsam mit seinem Vetter Lanzelot erschlägt er nach der Schlacht Mordreds Söhne Melehan und Melou.
Bors ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Brunor Brunor ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Brunor der Schwarze Brunor der Schwarze ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Dagonet Dagonet ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Degove Degove ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Ector de Maris Ector de Maris ist der Vater von Kay. Merlin bringt Artus als Baby zu ihm und er und seine Frau ziehen den zukünftigen König zusammen mit ihrem Sohn als Ziehbruder auf. Als Artus mehr durch Zufall das Schwert aus dem Stein zieht und Merlin verkündet, wer sein Vater ist, und der neue Hochkönig wird, ist Ector de Maris der erste, der ihm fürderhin Treue schwört.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Elaine von Astolat Elaine von Astolat, die Tochter von König Pelles, verliebt sich unsterblich in Lancelot. Durch einen magischen Trank spiegelt sie ihm vor die geliebte Guinevere zu sein und verbringt so eine Nacht mit ihm, in der Galahad empfangen wird. Lancelot erkennt den Betrug, als Guinevere die beiden überrascht und den ungetreuen Geliebten wütend verlässt. Als edler Ritter kann er jedoch eine Königstochter nicht einfach entehren und heiratet sie. Da er jedoch niemals ihre Liebe erwidert und nicht einmal bei ihr lebt, stirbt Elaine von Astolat an gebrochenen Herzen. Ihr Leichnam wird auf einem Boot den Fluss hinunter nach Camelot geschickt, so dass auch Lancelot von ihrem Tod erfährt.
Erec Erec, ein sehr junger Königssohn und Ritter der Tafelrunde, trifft bei der Jagd den Ritter Ider, der ihn vor Königin Genuivere und ihren Damen beleidigt. Daraufhin macht sich Erec sofort zur Verfolgung auf und hört, dass Ider am Sperberkampf teilnimmt, den er bereits zweimal zuvor gewonnen hat. Erec beschließt ebenfalls an dem Turnier teilzunehmen - dafür braucht er allerdings Waffen und laut Tunierregeln eine Frau. Erec findet Zuflucht bei dem völlig verarmten Grafen Coralus, dem er verspricht, seine Tochter Enite zu heiraten, falls er ihm Waffen und Rüstung leiht und Enite ihn zum Sperberkampf begleiten sollte. Erec gewinnt nach hartem Kampf das Turnier und die Hand Enites und stellt seine Ehre wieder her. Die Hochzeit wird am Artushof abgehalten.
Danach zieht er mit Enite nach Karnant, dem Hof seines Vaters. Dieser verzichtet zugunsten Erecs auf die Herrschaft und Erec wird zum König gekrönt. Dort vernachlässigt Erec seine Herrscher- und Ritterpflichten, weil er aus Liebe zu Enite die ganzen Tage mit ihr im Bett verbringt. Als er merkt, dass er zum Gespött des Hofes geworden ist und denkt, dass auch seine Frau über ihn spottet, zieht er aus und nimmt Enite mit sich, die er fortan zur Strafe wie einen Knecht behandelt. Er verbietet ihr sogar bei Todesstrafe, mit ihm zu sprechen. Er besteht eine Reihe von Abenteuern und Kämpfen, vor denen Enite auf ihrer Liebe zu ihm beharrt und ihn jedes Mal vor der Gefahr warnt, was ihn letztendlich dazu bewegt, wieder an Enites Liebe zu glauben, ihr zu verzeihen und sich mit ihr zu versöhnen. Im letzten und gefährlichsten Abenteuer, dem Joie de la curt, kämpft Erec gegen den riesenhaften Mabonagrin, den er schließlich besiegt. Schlussendlich kehren beide nach Karnant zurück, wo sie fortan als vorbildliches Herrscherpaar leben.
Der Erec ist die deutsche Übersetzungsbearbeitung von Chrétien de Troyes' altfranzösischem Artusroman Érec et Énide. Er gilt als der erste Artusroman in deutscher Sprache. Die einzige fast vollständige Fassung des Erec im Ambraser Heldenbuch schreibt sich selbst Hartmann von Aue zu. Daneben existieren kurze Fragmente einer deutlich abweichenden und möglicherweise älteren Übersetzung aus dem Französischen, die der Vorlage erheblich genauer folgt. Für die freiere Bearbeitung Hartmanns mag Chrétien nicht die einzige Quelle gewesen sein (vielleicht auch die norwegische Erex-Saga). Der Anfang der Dichtung ist weder in den Fragmenten noch im Ambraser Heldenbuch überliefert.
Galahad (auch: Galaad) Galahad ist der perfekte Ritter. Seine Eltern sind Elaine von Astolat und Lancelot.
Galahad ist einer der wichtigsten Ritter der Tafelrunde in der späteren Artussage.
Galahad wird auch der "Reine Ritter" oder der "Makellose Ritter" genannt. Diese Eigenschaft ermöglichte es ihm - im Gegensatz zu seinem Vater - den Gral zu finden.
Sein Schild ist weiß mit einem roten Kreuz. Es symbolisiert das Kreuz, welches Joseph von Arimathäa mit dem im Gral gesammelten Blut Jesu gezeichnet hat. Sein Symboltier ist das Einhorn, welches als Symbol für die Reinheit gilt.
Aufgezogen wurde der junge Galahad von zwölf Nonnen, die seinem Vater schon früh erklärten keiner eigne sich besser zum Ritter, als der junge Galahad.
Galahad wurde zuerst am Pfingstmorgen von Merlin am Hof des Königs Artus eingeführt. Er wurde von Merlin auf den gefährlichen Sitz an der Tafelrunde vorbereitet und sein Name erschien den versammelten Rittern der Tafelrunde in Feuerbuchstaben, als er um einen Sitz an der Tafelrunde ersuchte. Daraufhin wurde ihm der stets leere Platz des Ritters, welcher den Gral finden wird, zuteil. Galahad erwirbt sich Ansehen, erst durch seinen tollkühnen Umgang mit Waffen und dann durch seine naive Art, als er sich einfach auf den "Platz der Gefahr" setzt, der als tabu gilt und stets für den Auserwählten freigehalten wurde. Damit wird deutlich, dass es sich bei ihm nur um den erwarteten Auserwählten handeln kann.
Noch bevor Galahad zum Ritter geschlagen wurde, hat er bereits ein Schwert aus einem Stein gezogen, was nur der beste Ritter der Welt vollbringen konnte. Daraufhin wurde Galahad auf Befehl Arturs von seinem Vater Lancelot zum Ritter geschlagen.
Nachdem er den Gral gefunden und als einziger Ritter der Tafelrunde ganz erblickt hat, stirbt er einige Zeit später auf eigenen Wunsch in Sarras. Sein letztes Wort ist der Name seines Vaters "Lancelot". In einer Version der Sage hielt er den Gral sogar in Händen.
Der Name Galahad leitet sich aus dem gallischen "Gwalchafed" ("Falken des Sommers") her.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Gareth Gareth ist der jüngste der vier Söhne von König Loth von Orkneyund Morgause, Artus’ Schwester, somit sein Neffe. Er verehrt Lancelot so sehr, dass er sogar die Ehre von Artus selbst zum Ritter geschlagen zu werden ablehnt, wenn Lancelot es stattdessen tut. Er ist ein vorbildlicher Ritter. Jahre später soll er Zeuge des Verrats von Lancelot und Guinevere werden. Lancelot entkommt zwar den Rittern, erschlägt jedoch den unbewaffneten Gareth. Dies trägt ihm den unversöhnlichen Hass Gareths Brüder Gawain, Gaheris und Agrawain ein.
Er kam nach Camelot verkleidet als Küchenjunge und wurde Sir Kay zugeteilt. Er ging als Freiwilliger mit Lynette, um Lyonesse vor dem Roten Ritter zu retten. Er wurde von dem Zwerg Melot begleitet, der seine wahre Identität kannte. Auf dem Weg besiegte er einen eindrucksvollen Schwarzen Ritter und den Grünen Ritter, bevor er schließlich den Roten Ritter überwand. Später heiratete Gareth Lyonesse. Gareth tötete auch König Datis von Toskana.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Gawain (auch: Gawan, Gawaine, Gawein) Gawain ist der älteste der vier Söhne von König Loth von Orkney und der Neffe von Artus. Er liebt besonders seinen jüngsten Bruder sehr. Als dieser von Lancelot erschlagen wird, schwört er ihm blutige Rache. Erst als er selbst im Sterben liegt, bittet er Artus Lancelot zurückzuholen und somit den Krieg gegen Mordred zu gewinnen. Oft wird er als Neffe und Erbe von Artus bezeichnet.
In der deutschen Tradition ist er im Vergleich zur britischen kein besonders herausragender Held. Im nacharthurischen Roman "Wigalois, der Ritter mit dem Rad" von Wirnt von Grafenberg, entstanden zu Beginn des 13. Jahrhunderts, hat Gawain zusammen mit Florie von Syrie einen Sohn, nämlich Wigalois, den Titelhelden des Romans.
Gawain ist eine der Hauptpersonen in Hal Fosters Prinz Eisenherz-Comic.
Ein wahrer Held hingegen ist er in der Geschichte "Sir Gawain und der grüne Ritter". Als König Artus Gericht auf Camelot hält, betritt ein Fremder, der gigantische grüne Ritter, zu Pferde und bewaffnet mit einer Axt, die Halle und fordert die Anwesenden heraus: Einer der Ritter kann die Axt nehmen und versuchen den grünen Ritter zu enthaupten, unter der Bedingung, dass, wenn der grüne Ritter überlebt, er den Schlag ein Jahr und ein Tag später zurückgeben darf. Sir Gawain, der jüngste von Artus Rittern, nimmt die Herausforderung an und schlägt den Kopf des Riesen ab. Der grüne Ritter jedoch hebt seinen eigenen Kopf auf, erinnert Gawain, ihn an der grünen Kapelle in einem Jahr und in einem Tag zu treffen, und reitet weg.
Fast ein Jahr später bricht Sir Gawain in seiner besten Rüstung auf seinem Pferd Gringalet auf, um die grüne Kapelle zu finden. Sein Schild wird mit dem pentangle verziert, der ihn an seine ritterlichen Verpflichtungen erinnern soll. Die Reise führt ihn von der Insel Anglesey zu Schloss Hautdesert irgendwo in den Westmidlands. Gawain trifft den Herren des Schlosses und seine schöne Frau, die ihm erklären, dass die grüne Kapelle nahe ist, und vorschlagen, dass er bei ihnen bleibt.
Der Schlossherr bietet, bevor er zur Jagd aufbricht, Gawain ein Abkommen an. Der Lord gibt Gawain, was auch immer er sich erbeutet und Gawain gibt dem Schlossherrn - ohne Erklärung - was auch immer er, während der Nacht gewinnen konnte. Gawain nimmt an. In der Nacht, während der Schlossherr noch unterwegs ist, kommt die Dame von des Schlossherrn in Gawains Zimmer und versucht ihn zu verführen; sie behauptet, dass sie vom großen Renommee von Artus Rittern als große Liebhaber weiß. Gawain hält sich jedoch an sein Versprechen tugendhaft zu bleiben, bis seine Mission zur grünen Kapelle vollbracht ist, und er nimmt nichts an außer einem einzelnen Kuss. Als der Schlossherr mit erjagtem Rotwild zurückkommt, übergibt er es Gawain wie vereinbart und Gawain reagiert, indem er den Kuss der Dame dem Schlossherrn gibt. Entsprechend der Übereinkunft lehnt Gawain ab zu erklären, wo und wie er den Kuss gewann.
In der zweiten Nacht bekommt Gawain wieder Besuch von der Dame und wieder lehnt er höflich eine Liebesnacht ab. Am nächsten Tag, als der Herr zurückkommt, gibt es einen ähnlichen Austausch eines gejagten Ebers für zwei Küsse.
In der dritten Nacht, als die Dame seinen Raum besucht, hält Gawain an seiner Keuschheit fest, aber er nimmt einen seidenen Gürtel, der ihn vor Schaden bewahren soll, als Trennungsgeschenk an. Am nächsten Tag kommt der Lord mit einem Fuchs zurück, den er bei Gawain gegen drei Küsse eintauscht. Jedoch hält Gawain den Gürtel zurück, damit er ihn in seinem bevorstehenden Treffen mit dem grünen Ritter benutzen kann.
Am nächsten Tag verlässt Gawain, den seidenen Gürtel der Dame unter seiner Rüstung versteckt, Schloss Hautdesert und reitet zur grünen Kapelle. Dort findet Gawain den grünen Ritter beschäftigt mit dem Schleifen des Axtblatts für den Schlag vor. Wie verabredet zielt der grüne Ritter, um Gawain zu enthaupten, aber nachdem er zweimal weit ausgeholt hat und Gawain nur den tödlichen Hauch in seinem Nacken gespürt hat, schwingt der Riese die Axt beim dritten mal so, dass Gawain nur etwas verletzt wird. Der grüne Ritter deckt dann seine wahre Identität auf: Er ist der Herr des Schlosses, Bertilak de Hautdesert und erklärt, dass die drei Axtschläge für die drei Nächte standen, in denen Gawain von der Dame besucht wurde. Der dritte Schlag, der ein wenig verwundete, war die Bestrafung für die Annahme und Unterschlagung des seidenen Gürtels von Gawain.
Der grüne Ritter erklärt, dass die Versuchung Gawains von Morgan le Fay, jetzt ein Gast auf Schloss Hautdesert, befohlen wurde. Die zwei Männer verabschieden sich herzlich und Gawain kehrt nach Camelot zurück. Dort erzählt Gawain sein Abenteuer und gesteht seine Schande, dass er den Versuchungen der Dame teilweise erlegen sein, wenn nur in seinem Geiste. Artus jedoch lehnt es ab, Gawain zu tadeln und befiehlt, dass alle seine Ritter künftig einen grünen Gürtel als Erinnerung und Anerkennung von Gawains Mut und Ehre tragen sollen.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Gorlois Gorlois ist der Herzog von Cornwall und Ehemann von Igraine. Als sich Uther Pendragon in diese verliebt, weigert er sich dem Hochkönig nachzugeben und ein Krieg entbrennt. Gorlois wird bei einem Ausfall in der Nacht getötet, als Uther Pendragon durch einen magischen Trick Merlins als Gorlois verkleidet, bei Igraine ist.
Guinevere Guinevere ist die Tochter von Leondegrance und die Gemahlin von Artus. Als Mitgift bringt sie die Tafelrunde mit nach Camelot. Als sie entführt wird und Lancelot sie rettet, verlieben die beiden sich ineinander. Als diese Leidenschaft durch Intrigen ans Licht gezerrt wird, muss Lancelot vom Artushof fliehen, er rettet allerdings noch Königin Guinevere vor dem Scheiterhaufen, nachdem sie wegen Ehebruch zum Tode verurteilt ist. Zuerst kommt Guinevere mit nach Benwick, später kehrt sie jedoch nach Camelot zurück und wird begnadigt. Nach dem Tode Artus ziehen sie und Lancelot sich in unterschiedliche Klöster zurück.
Igraine Igraine ist die Mutter von Artus. In erster Ehe ist sie mit Gorlois von Cornwall, in zweiter Ehe mit Uther Pendragon vermählt. Nach dem Tod ihres zweiten Gemahls zieht sie sich in ein Kloster zurück.
Iwain Auf dem Pfingstfest am Artushof erzählt Kalogreant der Königin und den Rittern Dodines, Gawein, Segremors, Iwein und Keie eine Geschichte: Vor etwa zehn Jahren ritt er auf Abenteuer in den Wald von Breziljan. Dort traf er auf einen verwilderten Waldmenschen, der der Hüter der wilden Tiere des Waldes ist. Er weist dem Ritter auf Frage nach einem Abenteuer den Weg zur Quelle. Als er mit dem Quellwasser einen Stein begießt, kommt es ein furchtbares Unwetter. Askalon, der Brunnenschützer, Sachwalter und Gemahl der Laudine verurteilt Kalogreant als Rechtsbrecher. Im folgenden Kampf verliert er, wird jedoch nicht getötet.
Iwein will Kalogreant rächen und reitet noch am selben Abend los. Durch die Beschreibung findet er die Quelle, an der er Wasser verschüttet. Ein schreckliches Unwetter ist die Folge. Als er von Askalon zum Kampf gestellt wird, verletzt er diesen tödlich, verfolgt ihn bis in dessen Burg. Durch ein Fallgitter wird Iwein gefangen. Lunete, die Hofdame von Laudine kennt Iwein vom Artushof. Sie rettet sein Leben durch einen Ring der unsichtbar macht. Beim Verstecken in der Burg sieht Iwein Laudine, Askalons Witwe, das erste mal und verliebt sich unsterblich in sie. Durch die Vermittlung Lunetes und mit dem Argument "Das Land braucht neuen Beschützer.“ treffen sich die beiden. Laudine verliebt sich auch in Iwein und die beiden heiraten.
Gawein mahnt jedoch Iwein mit warnendem Hinweis auf Erec wieder mit den Artusrittern zu ziehen; er rät zu einer befristeten Trennung von Laudine. Diese willigt ein, setzt Iwein jedoch die Frist von einem Jahr. Iwein, immer unterwegs mit den anderen Rittern, vergisst den Rückkehrtermin.
Die Zofe Lunete kommt an den Artushof und klagt Iwein an, ein Verräter und ohne Treue zu sein. Dadurch tief getroffen verliert Iwein seinen Verstand. Er wird wahnsinnig und rennt nackt in die Wildnis. Nach einiger Zeit wird er von drei Damen durch eine Salbe von „Feimorgan“ geheilt.
Iwein zieht auf neue Abenteuer, um seinen Wert zu beweisen. Unter anderem hilft er einem Löwen im Kampf gegen einen Drachen. Dieser wird nun sein ständiger Begleiter und Freund. Er steht ihm auch in den folgenden Kämpfen bei.
Iwain findet die gefesselte Lunete. Sie ist von drei Männern als Verräterin angeklagt und zum Tode verurteilt. Iwein beschließt, gegen die drei Ankläger zu kämpfen, und dadurch Lunete zur Mittagsstunde des nächsten Tages zu retten. Iwein reitet weiter und kommt an eine Burg dessen Burgherr wird von dem Riesen Harpin tyrannisiert wird. Da die Frau des Burgherrn Gaweins Schwester ist, entschließt sich Iwein zu helfen und den Riesen zu töten. Dadurch gerät Iwein jedoch in Terminschwierigkeiten. Der Kampf gegen den Riesen am Morgen, der Gerichtskampf um Lunete am Mittag.
Die Terminverpflichtung wird durch die Verspätung des Riesen zu einem quälenden Konflikt. Iwein trifft erst am hohen Mittag, aber gottseidank noch rechtzeitig bei dem Gerichtskampf ein. Er kämpft gegen die drei Männer. Und auch hier gewinnt er.
Der Löwe und Iwein kommen schwer verwundet zu einer Burg, in der sie Rast und Heilung finden. Der Burgherr, der Graf vom Schwarzen Dorn stirbt und hinterlässt zwei Töchter, denen er den gleiche Anteil hinterlassen hat. Doch die Ältere will mit Gewalt das Erbe der Jüngeren an sich reißen. Sie ziehen an den Hof von König Artus. Die Ältere sichert sich Gawein als Streiter. Die Jüngere, die durch einen Zweikampf ihr Erbe behalten will, sucht daraufhin den Löwenritter auf.
Trotz gegenteiligen Rates ihres Gefolges gehen sie in die Burg des „Schlimmen Abenteuers“. Innen sind einen alten Ritter, seine Frau, ihre Tochter und 300 weitere Jungfrauen gefangen und zwei Riesen verwehren jedem Eindringling den Rückweg. Um die Burg verlassen zu dürfen, kämpft Iwein mit den Riesen und gewinnt, wieder mit Hilfe des Löwens.
Am Artushof angekommen, kämpft Iwein gegen Gawein. Keiner der beiden Freunde erkennt sich. Da sie gleich stark sind, kämpfen sie bis in die Nacht. Schließlich geben sich beide zu erkennen. Und nun will jeder dem anderen den Sieg zusprechen. So entscheidet König Artus: Die Ältere muss nachgeben.
Iwein gelingt es schließlich sich als Löwenritter neues gesellschaftliches Ansehen zu erwerben. Von seiner Liebe zu Laudine gequält kehrt er zur Quelle zurück.
Und wieder wendet Lunete einen Trick an, um Laudine und Iwein erneut zusammenzubringen: Sie bringt den Löwenritter ins Gespräch und bringt Laudine dazu diesen als neuen Brunnenbeschützer zu wollen. Iwein wird Laudine als Löwenritter vorgeführt. Und nachdem Iweins wahre Identität enthüllt wird, können sich die beiden versöhnen.
Kay (auch: Kai, Cai) Kay ist der Ziehbruder von Artus. Als Artus mehr durch Zufall das Schwert aus dem Stein zieht und Merlin verkündet, wer sein Vater ist, und der neue Hochkönig wird, ist Kay der zweite nach seinem Vater, der ihm fürderhin Treue schwört. Später wird er der Seneschall von Camelotund der Truchsess des Königs und ist für seine scharfe Zunge berühmt und berüchtigt. Der stets als vorlaut und beleidigend charakterisierte Ritter ist beispielsweise in den Lancelot-Romanen gerade dadurch oft der Auslöser der Handlung: Erst seine Fürsprache, Königin Guinevere als Pfand einzusetzen, lässt Artus dies auch tun. Als Kay dann gegen Meleagant verliert, müssen Gawain und Lancelot dem Frevler nachsetzen, um die Ehre der Königin zu retten.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Lamorak Lamorak ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Lancelot Lancelot du Lac ist von Artus Rittern der berühmteste, größte und beste. Seine Geschichte ist eng mit der von Artus und Guinevere verbunden. Er ist der Sohn von Königs Ban von Benwick, bekannt ist er jedoch als Lancelot vom See oder Lancelot du Lac, weil er von der Dame vom See aufgezogen wurde. Er und Artus begegnen sich in den frühen Jahren der Herrschaft von Artus. In dem Kampf, den die beiden gegeneinander fechten, kann der "perfekte" Ritter Artus Lancelot nicht überwinden und so bittet er ihn als Freund und Lehnsmann an seinen Hof.
Lancelots Befreiung der vom Hof entführten Königin ist das Thema des höfischen Versromans Le Chevalier de la charrette (Der Karrenritter) von Chrétien de Troyes (in den 1170er Jahren). In Deutschland erzählte Ulrich von Zatzikhoven zwischen 1190 und ca. 1225 in einem Versroman eine stark abweichende Geschichte über Lanzelet.
Am Hofe lernt er Königin Guinevere kennen und die beiden verlieben sich sogleich in einander. Zuerst unterdrücken sie ihre Gefühle, nach einiger Zeit jedoch werden die beiden ein Liebespaar und betrügen damit ihren König.
Lancelot als glänzenster Ritter besteht viele Abenteuer; die Rettung der von Meleagant entführten Königin Guinevere ist in dieser Zeit vielleicht sein größtes.
Elaine von Astolat verliebt sich unsterblich in Lancelot. Durch einen magischen Trank spiegelt sie ihm vor die geliebte Guinevere zu sein und verbringt so eine Nacht mit ihm, in der Galahad empfangen wird. Lancelot erkennt den Betrug, als Guinevere die beiden überrascht und den ungetreuen Geliebten wütend verlässt. Als edler Ritter kann er jedoch nicht die Tochter von König Pelles nicht einfach entehren und heiratet sie. Da er jedoch niemals ihre Liebe erwidert und nicht einmal bei ihr lebt, stirbt Elaine von Astolat an gebrochenen Herzen. Ihr Leichnam wird auf einem Boot den Fluss hinunter nach Camelot geschickt, so dass auch Lancelot von ihrem Tod erfährt.
Bei seinen größten Abenteuer jedoch scheitert er: Auf der Suche nach dem heiligen Gral erreicht er sein Ziel nicht, denn er ist kein makelloser Ritter.
Und auch die Liebe zu Guinevere endet tragisch. Die beiden werden während einer Liebesnacht gestellt. Lancelot entkommt zwar den Rittern, erschlägt jedoch den unbewaffneten Gareth. Dies trägt ihm den unversöhnlichen Hass der Brüder Gawain, Gaheris und Agrawain ein. Bevor er auf seine Ländereien außerhalb Englands flieht, rettet er allerdings noch Königin Guinevere vor dem Scheiterhaufen, nachdem sie wegen Ehebruch zum Tode verurteilt ist. Zuerst kommt sie mit nach Benwick, später kehrt sie jedoch nach Camelot zurück und wird begnadigt. Lancelot verbleibt jedoch in der Bretagne und ist nicht da, als Mordred nach dem Thron greift. Er kehrt erst viel zu spät nach England zurück, als der sterbende Gawain ihn darum in einer Nachricht bittet. So bewirkt seine Liebe zu Guinevere schließlich den Niedergang von Artus Königreich.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Leondegrance (auch: Leodagan) Leondegrance ist der Vater von Königin Guinevere und in einigen Versionen der Sage schenkt er Artus als Mitgift die Tafelrunde.
Libeaus Desconus Libeaus Desconus ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Lionel Lionel ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Lucas Lucas ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Merlin Merlin ist der Magier der Artus-Sage und wahrscheinlich die Schöpfung von Geoffrey of Monmouth, der ihn in seiner „Historia Regum Britannae“ erstmals auftreten lässt. In seiner Figur verschmolzen scheinbar verschiedene Figuren.
Das „das vaterlose Kind“, der jugendliche Seher soll der Sohn eines Incubus, eines Teufels, eines Königs oder eines Gottes und einer Prinzessin und Nonne gewesen sein. Er ist als Opfer für Vortigerns Festung vorgesehen, die immer wieder in sich zusammenstürzt. Doch er verblüfft den sächsischen Usurpator und seine Berater damit, dass er genau sagen kann, was den wiederholten Zusammensturz des Bauvorhabens verursacht. Mit seiner Wahrsagergabe sagt er auch das Kommen von Artus und seine Taten voraus. Die beiden Drachen, die unter der Feste schlummern, - rot und weiß - erwachen und kämpfen gegeneinander und verwüsten dabei das ganze Land. Schließlich jedoch gewinnt der rote Drache. Merlin deutet, dass der weiße Drache für die Sachsen und der rote Drache für die Kelten steht. Aufgrund seiner Macht und seines Wissen wird Merlin trotz der für Vortigern düsteren Vorhersage geschont und dient fortan den Königen als Berater.
Er ist auch der Berater von Uther Pendragon und sorgt durch seine Magie dafür, dass dieser zu der heißgegehrten Igraine gelangen kann. Somit ist er an Artus Zeugung beteiligt. Der Preis, der Uther ihm sorglos verspricht ist das Kind, das in dieser Nacht gezeugt wird. Merlin nimmt das Baby und übergibt es guten Leuten und sorgt für Artus Erziehung zum König.
Später ist er auch der wichtigste Ratgeber von Artus und er leitet die Ritter an. In einigen Visionen der Sage gibt er auch den Auftrag, den Heiligen Gral zu suchen, oder steckt Artus Schwert Excalibur in den Stein.
Sein Ende wird von einer Frau verursacht: Seine Geliebte, die manchmal mit der Dame vom See gleichgesetzt wird, fängt und bindet ihn mit einem Zauber, nachdem er ihr alle seine Geheimnisse verraten hat und sie nichts mehr von ihr lernen kann. Dieses unsichtbare Gefängnis ist in einigen Versionen der Sage eine Höhle, in anderen eine Eiche, oder er residiert noch heute in einem Palast auf dem Meeresgrund. Wie auch Artus ist er nie gestorben, sondern wurde in die Anderswelt entrückt.
Mordred (auch: Medraut, Medrod) Mordred ist der inzestuöser Sohn von Artus und seiner Halbschwester Morgain le Fay. Nach anderen Quellen war er ein Neffe von Artus.
Die früheste Erwähnung von Mordred findet sich in den Annales Cambriae, einer Chronik, die Teil einer überarbeiteten Fassung der Historia Brittonum ist. Diese Chronik erwähnt die beiden Kontrahenten Artus und Mordred im Zusammenhang mit der Schlacht von Camlann in der Mordred fiel, nachdem er Artus tödlich verwundet hatte.
Mordred findet auch Erwähnung in den Walisischen Triaden: In einer Triade, die auf Geoffrey of Monmouths Historia Regum Britanniae beruht, wird sein Verrat an Artus erwähnt. In einer anderen wird er als der Urheber einer der „drei hemmungslosen Verwüstungen der Insel Britannien“ bezichtigt. Er kam zum Hof von König Artus zu Kelliwic in Cornwall, verschlang alle Nahrung und Getränke, und schleifte sogar Gwenhwyfar (Guinevere) von ihrem Thron und misshandelte sie.
Über die Abstammung von Mordred gibt es drei Versionen: Die erste berichtet, dass er ein Sohn von Lot (Artus) Luwddoc, König von Gododdin (in späteren Fassungen von den Orkney Inseln), und seiner Frau Morgause, einer Halbschwester mütterlicherseits von Artus, gewesen sei (also sein Neffe). In der zweiten war Mordred ein Sohn von Artus und Morgause, der von Lot adoptiert und aufgezogen wurde. In der dritten Variante waren Artus und seine zweite Halbschwester Morgan le Fay (die Fee) die Eltern von Mordred. Da Morgan Le Fay unverheiratet war, adoptierten ihre Schwester Morgause und ihr Mann Lot das Kind und zogen es als ihr eigenes auf.
Der Magier Merlin weissagte in einer der Sagen „das Mordred eines Tages auf Artus Thron sitzen würde“. Später wurde er einer der Ritter an Artus Tafelrunde und geriet in Konflikt mit Lanzelot. Die Gründe hierfür differieren in den verschiedenen Fassungen der Sage: Einerseits waren Lanzelot, als bester Ritter und engster Freund von Artus, und Mordred, als dessen Sohn oder Neffe, Konkurrenten um die Nachfolge des Königs. Andererseits war Lanzelot als (vermeintlicher) Geliebter der Königin Guinevere eine ideale Zielscheibe, um Artus mit seinen Rittern zu entzweien. In einer unbekannteren Variante waren Lanzelot und Mordred auch Konkurrenten um die Gunst der Königin Guinevere.
Der dramatische Höhepunkt der Artussage ist Mordreds Verrat am König. Auch hier gibt es mehrere Varianten der Erzählungen: In einer setzte Artus nach Gallien (Frankreich) über, um dort Verbündete zu unterstützen oder um nach Rom zu ziehen. In einer anderen führte er Krieg gegen Lanzelot, um dessen (vermeintlichen) Ehebruch mit Guinevere zu rächen. Mordred wurde von Artus als sein Statthalter in Britannien eingesetzt. Dieser nutzte diese Position und Artus Abwesenheit, um seine Macht auszubauen. Schließlich erklärte er Artus für tot, und setzte sich selbst auf den Thron. Grundlage hierfür könnte eine schwere Niederlage von Artus in Gallien gewesen sein, von der teilweise berichtet wird. In einer der vielen Spielarten der Geschichte heiratet Mordred die Königin Guinevere.
Der Verrat oder die Niederlage in Gallien zwangen König Artus, nach Britannien zurück zu kehren. Dort soll es zwischen den beiden Heeren zur Schlacht von Camlann gekommen sein, in deren Verlauf Artus von Mordred tödlich verwundet, aber wird auch von diesem getötet.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Morgain le Fay (auch: Morgana) Tochter von Igraine und Gorlois von Cornwall und damit Halbschwester von Artus. Als Zauberin oder magisches Wesen ist sie eine gefährliche Gegnerin für Artus. Aus dem Inzest zwischen den beiden geht Mordred als Werkzeug des Untergangs der Tafelrunde hervor. Sie ist eine der vier Frauen, die ihren Bruder nach Avalon geleiten.
Palomides Palomides ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Parzival (auch: Perceval, Peredur, Perlesvaus) Parzival, der in sich größten Heldenmut und eine unschuldige Reinheit vereint, stammt aus geheimnisumwobenen Familienverhältnissen und wächst abseits der Welt auf. Seine Mutter versteckt ihn vor der Welt, da sein Vater im Kampf gefallen ist. Parzival fehlt daher der Sinn für die Wirklichkeit, diesen Mangel gleicht er jedoch durch seine Unschuld oder Naivität wieder aus, weshalb er auch "tumber Tor" oder "großer Narr" genannt wird.
Eines Tages kommen Ritter in den Wald und als Parzival sie erblickt, glaubt er sie müssten Engel sein. Sie lachen zwar über ihn, erklären ihm jedoch auch, wer und was sie sind. Als er seiner Mutter von der Begegnung erzählt, gesteht sie ihm die Wahrheit seines Standes. Parzival verlässt darauf hin sein behütetes Zuhause und wünscht sich, der bedeutendste Ritter seiner Zeit zu werden.
Am Hof von König Artus wird nach einigem Ärger schließlich seine Herkunft erkannt, und obwohl er sich häufig als dummer Narr erweist, wird er zum Ritter geschlagen und in die Gemeinschaft der Tafelrunde aufgenommen.
Als Parzival auf Abenteuer auszieht, trifft er zufällig auf den Hof des Gralskönig. Der Gral wird zusammen mit einer rätselhaften blutenden Lanze in einer unzugänglichen Burg von Gralskönig und Gralsrittern bewacht. Er soll Glückseligkeit, ewige Jugend und Speisen in unendlicher Fülle spenden.
Dieses wunderkräftige und heilige Gefäß, das ewige Lebenskraft spendet, ist jedoch umgeben dem dahin siechenden Königs, dem unfruchtbaren Reich und der Sterilität der Gralsgemeinschaft. Daher wartet die Gralsgemeinschaft auf einen Helden, der den Gralskönig erlösen kann. Parzival stellt jedoch nicht die Frage und so wird der Gralskönig nicht erlöst.
In den folgenden Abenteuern erkennt Parzival seinen Fehler und versucht ihn wieder gut zu machen. Er verändert sich während der Gralssuche, er erwirbt sich zu seinem Mut und seiner Unschuld auch Erfahrung.
Zuletzt gelingt es Parzival, wieder zum Hof des Gralskönig und zum Heiligen Gral zurückzukehren. Durch seine Frage wird der Hüter des Grals geheilt, und das zerstörte Land erblüht wieder zu einem Paradies. Parzival wird der neue Gralskönig.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Pellinore Pellinore ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Safere Safere ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Tristan Tristan ist der Neffe und Erbe von König Marke von Cornwall und der beste Ritter des Landes. Als er als Brautwerber für seinen Onkel Isolde von Irland zurück nach Cornwall bringt, trinken die beiden versehentlich einen Liebestrank und können nicht mehr von einander lassen. Die Liebesgeschichte endet tragisch, als der schwer verwundete Tristan von seiner Ehefrau belogen wird, dass Isolde nicht käme, ihn zu heilen: Tristan stirbt und Isolde stirbt am gebrochenen Herzen, als sie seine Leiche sieht. Erst nach ihrem Tod erfährt König Marke die ganze Wahrheit und lässt die beiden zusammen bestatten.
Tristan ist ein männlicher Vorname. Er kommt aus dem Keltischen und bedeutet dort Waffenlärm oder klirrendes Schwert.
Der Name ist im deutschen Sprachraum vor allem bekannt durch Richard Wagners Oper Tristan und Isolde nach einem epischen Gedicht Gottfrieds von Straßburg (siehe Tristan und Isolde) aus dem Jahre 1210. Letzteres ist eine Nachdichtung des altfranzösischen Tristan-Romans von Thomas d'Angleterre (gegen 1180). Bei Mann und Gottfried wird der Name Tristan übrigens von franz. 'triste' = "traurig" abgeleitet.
Er ist einer der Ritter die auf der Tafel von Winchester genannt werden.
Uther Pendragon Uther Pendragon ist der Sohn des Hochkönigs Konstantin und der jüngere Bruder und Nachfolger von Uther Pendragon. Er kämpft erfolgreicg gegen die Sachsen. Auf einem Treffen aller seiner Vasallen verliebt er sich in Igraine, die Gemahlin von Gorlois von Cornwall. Dieser weigert er sich, dem Hochkönig nachzugeben und seine Frau zu überlassen und ein Krieg entbrennt. Uther zieht gegen Corwall, belagert den Herzog in einer Burg und bestürmt Merlin ihm zu helfen. Dieser willigt ein, wenn Uther ihm dafür sein Erstgeborenen überlässt. Der durch seine Liebe völlig geblendete Hochkönig geht darauf ein. Als Uther Pendragon durch einen magischen Trick Merlins als Gorlois verkleidet, bei Igraine ist, wird Gorlois bei einem Ausfall getötet. In dieser Nacht wird Artus gezeugt. Uther heiratet die Witwe. Doch er und Igraine bekommen keinen anderen Erben. Ob dieser Tatsache und Uthers Ungerechtigkeit gegen seinen Vasallen Gorlois zerfällt das Reich wieder und Uther wird im Kampf gegen die Sachsen getötet.